Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 219 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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der Cherubim ist in dem mosaischen Gesetze nicht angegeben. Da sie ganz von Gold in getriebener Arbeit verfertigt waren, so läßt sich denken, daß dieselben schwerlich sehr groß gewesen, und bei weitem die Größe nicht hatten, wie die Cherubim, welche später Salomo im Allerheiligsten seines Tempels aufstellte. 1 Kön. 6, 27. Wären wir über die Gestalt der Cherubim im Reinen, so ließe sich vielleicht nach dem Verhältniß der Breite der Lade, auf der sie standen, ein Schluß machen auf die Größe ihrer Körper. Dieses aber gerade ist es waS wir nicht mit Zuverläßigkeit wissen. Die Gestalt der mosaischen Cherubim wird in der Urkunde als bekannt vorausgesetzt. Wenn wir daher über diesen Gegenstand etwas wissen oder vielmehr muthmaßcn wollen, so müssen wir die an« dern Stellen der Schrift, welche ebenfalls von Cherubim sprechen, herbeiziehen, und ans der Vergleichung de- Ganzen zu einem Schluffe zu gelangen suchen. Da aber dieses uns weiter führen würde, als wir uns jetzt zu gehen erlauben können, auch die äußere Gestalt der Cherubim des Gnadenstuhls nicht wesentlich zu der Frage gehört, die wir uns jetzt vorgesetzt haben, nämlich die Bundeslade und ihre Bedeutung, so behalten wir uns vor, über die Cherubim, welche in der heiligen Schrift erwähnt werden überhaupt, und von denen über der Bundeslade insbesondere, in einem der folgenden Hefte näher einzutrcten. Hier begnügen wir uns, nachdem wir die Beschreibung der Lade und ihrer einzelnen Theile gegeben haben, schließlich noch den Gegenstand zu bezeichnen, zu dessen Aufbewahrung die Lade eigentlich errichtet und bestimmt war. Rach der göttlichen Anordnung sollte in die Lade das "Zeugniß" gelegt werden (2 Mos. 25, 16. 21.), und weil ihre Bestimmung war, zum Aufbewahrungsorte desselben zu dienen, so heißt sie öfters selbst »die Lade des