Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 213 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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sogenannte ägyptische Schotendorn, oder die ächte Acacie, welche aber nicht verwechselt werden darf mit der bei uns bekannte» Acacie, da sie von dieser wesentlich verschieden ist. Aus dem Stamme dieser ächten Acacie wird durch Einschnitte in die Rinde daS bekannte arabische Gummi gewonnen. Der Baum erreicht gemeiniglich die Höhe und Stärke unserer Weidenbäume, zuweilen auch die des Nußbaums, und breitet seine Aeste weit aus, der Stamm ist sehr gerade, und er sowohl als die Aeste sind mit Stacheln oder Dornen besetzt, deren gewöhnlich zwei nebeneinander stehen. Die Rinde ist schwarzgrau, das Holz gelblich, die Blätter klein und linsenförmig. Gr ttägt Schoten, wie Feigbohnen gestaltet, von schwarzbrauner Farbe, das Innere ist in Fächer abgetheilt, in welchen der Samen liegt. Das Holz ist ungemein dauerhaft, und wenn es alt geworden ist, fast so schwarz wie Ebenholz. Es ist selbst im Wasser unverweslich und dabei doch sehr leicht, so daß es zu einem beweglichen und tragbaren Gebäude, wie die Stiftshütte war und ihre Geräthe, sehr gut sich eignete. Dieses Holz wurde daher auch im Alterthum sehr geschätzt und insbesondere zu Schiffen verarbeitet. Der Baum kommt in dürren und beinahe unfruchtbaren Gegenden gut fort, und ist in dem steinigten Arabien, welches die Israeliten durchzogen, der einzige Baum, aus welchem Bretter geschnitten werden können. DaS Schittimholz eignete sich daher nicht nur seiner vorzüglichen Eigenschaften wegen aufs beste zu den Zwecken, für die es bei den mosaischen Heiligthümern verwendet wurde, sondern es war zugleich die einzige, in jenen wüsten Gegenden vorhandene Holzart, deren man sich bedienen konnte. Die auS diesem Holze gebaute Lade war inwendig und auswendig mit "feinem Golde" überzogen, das heißt,