Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 212 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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312 Lade selbst und ihren verschiedenen Bestandtheilen, und widmen dann ihrer Bedeutung einige Aufmerksamkeit. I. Ehe wir von den Gesetzestafeln selbst reden können, die im Innern der Bundeslade aufbewahrt wurden, und ehe wir die Eherubim, auf dem Deckel derselben, näher betrachten, müssen wir zuerst mit der Lade, als solcher, uns etwas genauer bekannt machen. Ihrer Gestalt nach war die Bundeslade*) ein kleiner Kasten oder eine größere Lade. Sie hatte 2'/, Ellen**) in der Länge, V/% in der Breite und war eben so hoch als breit. Ohne Deckel, bildete sie daher ein offenes, längliches Viereck von der ungefähren Größe der Haus- und Zimmergeräthe, wie auch wir sie noch haben. Das Holz, aus dem diese Lade bestand, war Schittim holz. Luther übersetzt Förenholz. ES ist aber erwiesen, daß die Holzart, welche hebräisch Schittim heißt, kein Fören- oder Fichtenholz war. Der Baum, von welchem das Schittimholz kommt, und der jetzt noch einen wenig veränderten Namen im Morgenlande ttägt, ist der *) Der Name Bunde»lade ist au» der Schrift selbst genommen. Vollständig lautet er: die Lade de« Bunde» de» HErrn, «eil in dieser Lade die Gesetze»tafeln al» die Bunde»urkunden lagen. So j. B. & Mos. 31, 9. Dann aber auch blo» Lad« de« Bunde» oder Bunde»lad«, Jos. 3, «. und im neuen Testament« Hebr. 9, ». (an letztrrr Stell« hat Luther übersetzt Lade de» Testament».) Wa» ihre Verfertigung betrifft, so sehe man 2 Mos. 2ü, 10. ff. 37, l. ff. **) Da» Maa« der hebräischen Elle war von dem menschlichen Leibe hergenommrn; e« war di« ungefähre Länge de» Vorderarme» von dem Sllbogengelenke bi» zu den Fingerspitzen. Sie hatte sech» Handbreiten. Nach genauer Berechnung betrug diese Elle i Fus und 8 Zoll rheinische» Maa». »der L20 sranibsische Millimeter. >