Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 7/8 (10.1838)
- Date
- 1838-10-01
- Page
- Seite 206 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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»0« den wir als vorzugsweise beachtcnSwerth erkennen, «werde um so ungezwungener und anschaulicher auö unserer weitern Darstellung hervortreken. Es geht nämlich aus dem bereits mehrfach Bemerkten zur Genüge hervor, daß mit der Würde Gottes und seiner Offenbarung und mit der klaren Lehre des alten Testamentes selbst, so wie des neuen, sich keine Ansicht vertragen kann, nach welcher der Gottesdienst in der Stiftshütte, entweder alles tt'efern, religiösen Sinnes entbehrte, oder doch wenigstens denselben nicht gehabt hatte für die Geschlechter der Väter. Wir haben darum die blovorbildliche Betrachtungsweise des MosaismuS I verwerfen müssen, denn ihr zufolge wäre derselbe ein 4 vielfach verschlungenes, großes Räthscl gewesen, dessen Losungswort allen Geschlechtern verweigert war, bis es in Christus geoffcnbart wurde. Daß ein gewisser Grund von Wahrheit in dieser Ansicht liege, haben wir oben bereits uachgewikskii, wir müssen uns nur insoferne gegen diese Auffaffungsweise verwahren als dadurch dem MosaismuS für seine Zeitgenossen ein religiöser, lebendig bewußter Gehalt abgesprochcn wird. Es muß daher den Bildern und bildlichen Beziehungen im Cnltus der Stiftshütte ein deutlich innewohnender Sinn zugestanden werden, und die Anerkennung seiner Sinn-bildlichkeit, als einer für Israel verständlichen Bildersprache, ist als die Grundlage einer richtigen Beurtheilung desselben anzusehcn. 1 Hiemit aber treten wir keineswegs auf die Seite derer, welche ihn für blos oder ausschließlich symbolisch (sinnbildlich) erklären. Wir gehn einen Schritt weiter, und gehn ihn auf Grund der heiligen Schrift. Wir anerkennen, daß der HErr, ans dessen Offenbaren und Eintreten in die Menschheit unsere und aller Welt Hoffnung und Seligkeit sich gründet, durch Mose sich