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Das Morgenland · 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 200

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
7/8 (10.1838)
Date
1838-10-01
Page
Seite 200 (sequence 8)
Language
German
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200 besser sein mit einigen Worten sie ins Licht zu stellen und ihr den Weg zu vertreten. Es ist nämlich auch schon geänßert worden, die zahlreichen, den Israeliten auserlcgten, gottesdienstlichen und andern Gesetze hätten nicht einen inner» Grund, auch nicht einen tt'efern Sinn, und nicht einmal den Zweck, einen großen, zusammenhängenden Gedanken darzustellen, sondern es seien alle diese Bestimmungen nur gegeben worden, um den Gehorsam der Israeliten daran zu üben. Es könnte also nach dieser Ansicht an der Stelle von jedem Gebote eben so gut ein ganz anderes stehen, jede Zahl könnte durch eine andere ersetzt werden, statt jeden Tages, oder Opferthieres könnte ein anderer Tag oder jedes andere Thier u. s. w. vorgeschrieben sein, denn in dem Allem käme eS nicht auf die Sache selbst, sondern nur darauf an, daß irgend etwas befohlen sei, an dem der Gehorsam oder der Ungehorsam sich zeigen könne. Auf diese Weise wird der Knoten zerschnitten, und man übrrhebt sich der Lösung desselben. Jedes Warum? ist von vorneherein dadurch abgefertigt, daß man an keinen Sinn und Zusammenhang denkt, und in dem Gesetze Gottes bloS eine todte Ceremonicnsache als UebungS« mittel des Gehorsams für das halsstarrige Volk des al- ' tcn BundeS sieht. Ob aber eine solche Ansicht der Dinge Gottes und seiner Offenbarung würdig sei, ob sie zu allen den Versicherungen passe, welche uns von der Heiligkeit und dem tiefen Gehalte des göttlichen Gesetzes an so vielen Stellen der Schrift gemacht worden, und besonders wie sie sich reime zu der Aeußerung Jesu, keine Zeit werde je das Gesetz GotteS aufheben, vielmehr müsse jedes Jota desselben erfüllt werden, so lange Himmel und Erde stehen, — das brauchen wir nicht erst zu fragen. Eine

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