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Das Morgenland · 1838-10-01 · 7/8 (10.1838) · p. Seite 197

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
7/8 (10.1838)
Date
1838-10-01
Page
Seite 197 (sequence 5)
Language
German
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197 auf einen Mittelpunkt zusammenzufaffeu und sie da zu fesseln durch den vielfach zusammengesetzten und blendenden Dienst, der dem unsichtbaren Oberhaupt? mit feierlichen Eeremonien erwiesen werde. Diese Ansicht verhält sich gerade umgekehrt der vorigen. Statt anzunehmen, daß alle Einrichtungen und Gebräuche, wie sie Mose angevrdnct, einen Bezug hätten auf das ferne, noch nicht erschienene Heil, das erst durch Christus dem Volke und aller Welt aufgehen sollte, sehen die Bertheidiger dieser zweiten Ansicht ein bloßes Schaugepränge, das keinen tiefen, Sinn hat, und noch viel weniger einen innen. Keim zukünftiger, höherer Erfüllung in sich trägt. Statt anzunehmen, die mannigfaltt'gen Gebräuche und Feierlichkeiten, seien ihrer Bedeutung nach dem Volke selbst, das sie beging, unbekannt und ver, schloffen gewesen, denken diese Letzter», umgekehrt seien die Gebräuche alle, der ganze Dienst und Pomp des levitischen Gottesdienstes lediglich berechnet gewestn auf die äußern Sinne des staunenden Volkes, das in diesem Allem geglaubt habe einen thatsächlichen Beweis zu sehen, daß wirklich Gott als sein König in seiner Mitte wohne und herrsche. Gegen diese Ansicht ist Folgendes zu bemerken. Wenn man sic aufstellt in dem Sinne, als sei die ganze mosaische Gesetzgebung und also auch die damit eng verknüpften Anordnungen des Gottesdienstes nur ein Gedanke des Mose, und nicht eine Offenbarung Gottes, so ist es begreifiich, daß Jemand der dieser Meinung ist, in dem ganzen Ceremoniel dieses Gottesdienstes nichts sieht als ein Gepränge, das berechnet ist, auf die Sinne der großen Menge Eindruck zu machen. Gegen einen Solchen treten wir aber hier nicht auf. Unsere Aufgabe -ist nicht, die Göttlichkeit der heiligen Schrift denen zu

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