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Das Morgenland · 1838-09-01 · 5/6 (9.1838) · p. Seite 189

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
5/6 (9.1838)
Date
1838-09-01
Page
Seite 189 (sequence 64)
Language
German
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189 skr, die Asten von Europa scheiden. Neuerlich aber haben die Engländer, welche die Zeichen der Zeit verstehen und erkennen, daß der große Verkehr mit Asim sich künftig nicht mehr will auf ihren Schiffen um das Vorgebirge der gutm Hoffnung herumführen lassen, den Fuß ihrer Dampfwerke auf alle Flüsse der alten Welt zu fetzen angesangen. Vor einigen Jahren schon wurde der Versuch auf dem Euphrat mit zwei Dampfschiffen gemacht, wovon aber eins durch den gewaltigen Sturm der Wüste umgekehrt und versenkt wurde. Nach diesem Versuche auf dem Strome Babels ist diesen Sommer, dem Vernehmen nach, mit zwei Dampfboten eine ähnliche Unternehmung gemacht worden auf dem Strome der alten Ninive, dem Tigris, und für den Nil, auf dem einst Mose im kleinen Rohrkästchen schwamm, bauen gegenwärtig die Engländer mehrere eiserne Dampfschiffe. Aber die größte Aufmerksamkeit der Engländer ist gerichtet auf das «Land Gosen.» *) Nicht so fast deswegen, weil dort in alter Zeit die Söhne Israel gewohnt haben, als weil durch Verbindung des arabischen Meerbusens mit den Fluchen des Nil die asiatischen Gewässer mit den europäischen in Berührung gesetzt würden, was für den Handel von der größten Wichtigkeit sein müßte. Es ist aber auch in dieser Beziehung »nichts Neues unter der Sonne.» Seit Jahrtausenden hat man die *) Das Land Gosen, das Pharao den Israeliten zur Wohnung eingab, erstreckte sich, soweit man noch beurthrilrn kan», von dem untern Theile des Nils, gegen Osten, um das Gebirge herum bis an den Meerbusen von Sue». Ss finden sich jetzt noch in jener Gegend Spuren des Aufenthaltes der Israeliten, nämlich groß« Hügel von Ruinen, welche die Araber L»s el Jhud, Hügel der Juden, und Turbet el Ihud, Begräbnisse der Juden, nennen. »uf unserer, der ersten Lieferung beigegebenen starte ist übrigen» der Ram« Gosen,uviel links gesetzt worden.

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