Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 183 (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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18t sitz *) verborgen und dadurch versteckt erhalten, daß sie von ihrer Stelle nicht aufstand. I.Mos. 31, 34. Wenn das Kameel zu angestrengter Thätigkeit soll aufgemuntert werden, so wird es nicht mißhandelt, wie bei uns die Zugthiere, sondern der Araber singt ihm ein Liedchen vor, dessen langsamer oder schnellerer Takt von dem Thiere in der Art eingehalten wird, daß die größere Beschleunigung durch die bloße Wahl deS Musikstückes erzielt wird. Anstatt des Gesangs wird zu gleichem Zwecke auch daS Spiel eines einfachen Instrumentes angewendet. Man hat sogar eigene Vorsänger dazu, die sich darauf verstehen, die Thiere in immer schneller« Gang zu bringen, und es wird von einem Sklaven erzählt, der die Kameele seines Herrn so anzufeuern wußte, daß sie in einem Tage drei Tagereisen zurücklegten, worauf sie aber vor Ermattung hinsanken und starben. Seit den ältesten Zeiten wurden die Kameele auch im Kriege geritten, und dazu gerüstet und verziert. Die goldenen Zierrathe an den Hälsen der Kameele, mit welchen die Midianiter in den Kampf gezogen waren, hatten eine mondförmige Gestalt (Nicht. 8, 21. 26.). Cyrus, der persische Eroberer hatte in seinem Heere Kameel, Reiterei, nämlich Bogenschützen, welche auf diesen Thieren ritten. Die Pferde seiner Feinde, der Kleinasiaten, im Heere des Erösus, wurden scheu vor dem ungewohnten Anblick und Gernche, und dieser Unfall hauptsächlich verschafft« dem EyruS den Sieg. Auch heute noch gehen die Araber auf Kameelen eben sowohl als auf Pferden in die Schlacht. Selbst nach seinem Tode dient dieses nützliche Thier noch, indem die Araber aus allen Theilen desselben noch einigen Vortheil zu ziehen wissen. AuS der Haut verfer- Luther bat ti »Streu der Kameele» überseht, wa< aber nicht richnist.