Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 182 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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IS» Die Kameele machen den Reichchum aus bei den orientalischen, wandernden Hirtenstämmen. Wie man ans den Schweizer,Alpen und Sennereien nach den Kühen zahlt, die da gesommert werden, so zählt der Senn des Morgenlandes auf den Sandfeldern der Wüste seinen Reichthum nach Kameelen. So wird von Hiob erzählt, daß er 3000, und später 6000 Kameele besessen habe (.Eap. 1, 3. 42, 12.). Auch zu Abraham's und Jakob's Reichthum werden Kameele gerechnet (1. Mos. 12, 16. 30, 43. 32, 7.), von den Midianitern und Amalekitern wird gesagt, sie hätten Kameele gehabt ohne Zahl, wie der Sand am Meer. In der später« biblischen Zeit waren die Kameele nicht mehr so zahlreich bei den Israeliten, weil dieses Thier wichtiger ist für die Wüste und für die großen Handels, und Reisezüge (Earavanen). Für ein Volk, das Ackerbau hauptsächlich tteibt, wie die Israeliten nach Mose thaten, und ein fruchtbares, bewässertes, reichange» bautes -and bewohnt, haben Kameele nicht mebr jenen Nutzen. Doch finden wir sie auch später noch im jüdi« scheu Lande als Last, und Reitthiere gebraucht, weil sie große Lasten zu ttagen vermögen und in gebirgigen Ge« genden mit sicherm Schritte einhergehen. Das Reiten auf dem Kameele soll nicht unangenehm sein, da das Thier zwar weit aber langsam schreitet. Die Männer bedienen sich dazu der Sättel, wie bei Pferden; für Frauen wird eine eigene Vorrichtung angewendet. Auf das Kameel werden nämlich gefiochtene korbähnliche Sitze aufgeschnallt, über welche sich Decken, wie ein Zelt wöl, ben, so daß die Reisende vor Wind und Hitze gesichert ist. Rach vorn ist dieser Sitz offen. Es ist eine solche Reisrsänfte oder ein Reitsitz verstanden, wenn von Rahel erzählt wird, sie Hab« dir Götzen ihres VaterS im Kameel»