Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 144 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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144 schieden vortrat, auch auf entschiedene Weise darauf hinwieS, daß sie Heidin sei, und als solche nichts anzu« sprechen habe. So wie nun aber sie ihrerseits anerkannte, daß die Israeliten als Kinder deS Hauses aus Ihn und seine Segnungen das erste Recht hätten, und sie für sich als Heidin nur eine Wohlthat verlangte, wodurch den Rechten der Kinder nicht vorgegriffen wurde, so hielt auch Jesus seine Menschenfteundlichkeit, seine Bereitwil, ligkeit zu helfen, ja selbst seine Bewunderung für den Glauben dieser Frau*), keinen Augenblick mehr zurück; er gewährte ihr Alles, was sie verlangte, und »ihre Tochter ward gesund zu derselbigen Stunde.« So lösen sich also die Fragen^welche sowohl das Verhältniß Jesu zu den Heidest überhaupt, als sein Benehmen gegen die kanaanäische Frau insbesondere betreffen, mit einander dahin, daß wir sehen, wie Er entschieden als der, von den Propheten geweissagte Messias Israels anftrat, und als solcher, sein Heil bereitwillig auch den Heiden zuwendete, soferne diese in ihm nicht nur irgend eine Gottheit, irgend einen Wunderthäter erblicken wollten, sondem, mit Glauben an den allcinwahren Gott, und mit Beugung vor dessen Offenbarung an Israel, in Ihm den verheißenen Messias dieses Volkes erkannten, der aber eben deswegen auch das Licht sei der Heiden, und der, auf den die Rationen hoffen. IV. Wir könnten füglich diese Betrachtungen schließen, da wir bei dem Ziele uns angelangt sehen, das wir zu erreichen beabsichtt'gt. Jndeß knüpft sich an diese erste *) »O Weib, dein Glaube ist groß!