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Das Morgenland · 1838-09-01 · 5/6 (9.1838) · p. Seite 142

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
5/6 (9.1838)
Date
1838-09-01
Page
Seite 142 (sequence 14)
Language
German
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Dieses ist nun auch der Standpunkt den Jesueinnimmt, Er, in dem alle Weissagungen der Propheten, alle GotteS * Verheißungen Ja und Amen geworden sind. Er stellt sich dar in seinem Wirken als der Messias Israels, der aber bereit ist, den vollen Segen seines Amtes allem zuzuwenden, was Mensch heißt, so ferne der Empfangende ihn, Jesus, anerkenne als den, der er war, als den Messias Israels, als den Sohn des ewigen, einigen, lebendigen Gottes, des Gottes Israels. Von diesem Gesichtspunkte aus erklärt sich, wie Jesus in seinen Reden zu gleicher Zeit sein Wirken darstellt als ein nicht für die Heiden, als solche, bestimmtes, und dennoch auch als ein für alle Völker geltendes. Es ist nun deutlich, warum er einem Hauptmann von Ka« pernauni, ungeachtet er ein Heide war, so freundlich entgegen kam, und warum, nach der Himmelfahrt Jesu, der ebenfalls nicht - israelitt'sche Cornelius, sammt seinem Hause, alsobald die Gabe des heiligen Geistes erhielt. Beide glaubten an ihn, als den Messias Israels, mit Anerkennung'der theokratischen Bedeutung dieses Volkes und mit Beugung vor dem Gott, der in Israel sich geoffenbart. Wir sehen dieses aus dem Zeugnisse, das die Juden dem Hauptmanne von Kapernaum gaben, indem sie ein Fürwort für ihn bei Jesu einlegten, und sprachen: "Er ist eS werth, daß du ihm das erzeigest, denn er hat unser Volk lieb, und die Schule (Synagoge, das Bethaus) hat er uns erbauet.« Luc. 7, 4. 5. In gleicher Weise bezeugt die Schrift ausdrücklich in Beziehung auf Cornelius, daß er sammt seinem ganzen Hause an den wahren Gott geglanbt, ihm gedient, und an arme Israeliten viele Almosen gegeben habe. Ap. Gesch. 10,2. Nun fällt auch ein weiteres Licht auf das Benehmen Jesu gegen die kanaanäische Frau. Diese rief ihn zwar

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