Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 140 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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140 ander stellen wollte: »ich bi« nur gesandt zu den ver« lorenen Schafen vom Hause Israel«, und jenen andern: «ich habe noch andere Schafe, — und es soll eine Heerde werden und ein Hirte«. Indem wir jedoch diesen, — wir sagen ausdrücklich scheinbaren — Widerspruch selber hervorheben, so geschieht es nur in der Absicht ein um so bestimmteres Licht auf die behandelte Frage zu werfen, und wir behaupten, daß wir gerade durch diese doppelte Aneinanderreihung dqx betreffenden Aeußerungen Jesu den Standpunkt gewonnen haben, nachdem wir uns umsahen zu richtiger Beurtheilung des Verhältnisses, in daS sich Jesus den Heiden gegenüber stellte. UI. Es zeigen uns nämlich diese Aussprüche Jesu so wie sein Benehmen in Berührung mit Nicht-Israeliten, daß er die Beziehung der Heiden zu dem Reiche Gottes und ihre Aufnahme in dasselbe, genau so betrachtete, wie'es die alten Propheten gethan, so daß wir auch hier wieder jener bewundernswürdigen Einheit begegnen, welche altes und neues Testament, Gesetz, Propheten und Evangelium zu einem göttlichen Ganzen harmonisch verbindet. Ueber dieses Verhältniß aber der Heiden zu dem Reiche * Gottes spricht einer der größten Propheten des AlterthumS*), indem er an Israel sich wendet: «Siehe, Finsterniß bedecket das Erdreich und Dunkel die Völker, aber über Dir gehet auf der HErr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, und die Könige in dem Glanze der über dir ►) 3«saj. »o. 2. ff.