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Das Morgenland · 1838-09-01 · 5/6 (9.1838) · p. Seite 139

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
5/6 (9.1838)
Date
1838-09-01
Page
Seite 139 (sequence 11)
Language
German
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180 gegraben Teilnehmer am Reiche in die Gesellschaft Abrahams, Isaaks und Jakobs würden eingeführt werden, sondern er spricht sich unumwunden dahin aus, daß sein Reich über die ganze Erde sich auSbreitra solle, ja er kündigt sogar an, daß Israel aus der Stellung fallen werde, die ihm Gott angewiesen. Er spricht dieses aus in dem Gleichnisse von den geladenen Gästen, welche ihres Trotzes wegen umgebracht wurden, und an deren Stelle da- Fest mit zusammengerufenem Volke aller Art begangen worden sei (Matth. 22, l.ff.), und noch stärker in dem Gleichnisse von den gewaltthätigen Weingärtnern, welche zuletzt den Sohn des Besitzers tödtetra, und deren Weinberg sodann an andere Pächter überging (Matth. 21, 33. ff.), wobei Jesus geradezu den Hohenpriestern und Aeltesten des Volks (Vers 23.) erklärt (Vers 43.): "Darum sage ich euch: daS Reich Gottes wird von euch genommen, und einem Volke gegeben werden, das dessen Früchte bn'ngt". — Unter einem andern Bilde spricht er bei Johannes (10,16.) von der Aufnahme der Heiden in sein Reich. »Ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalls, und dieselbigen muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Heerde und ein Hitte werden». Es ist kaum nöthig weiter noch anzuführen, wie er seinen Jüngern vor seiner Himmelfahrt den ausdrücklichen Aufttag gab: «Gehet hin in alle Welt und lehrtt alle Völker» (Matth. 28, 19.), und: »ihr sollt meine Zeugen sein bis an das Ende der erde». Ap. Gesch. 1,8. Halten wir nun die beiden gegebenen Zusammenstellungen von Aussprüchen Jesu nebeneinander, so scheint bei obersiächlicher Bettachtung ein Widerspruch hervorzutreten, welchem ein gewißer Schein könnte gegeben werden, wenn mau z. B. die beiden Aussprüche neben ein-

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