Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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13« seine Hülfe erzeigen, und aus Veranlassung seiner den Juden ankündigen, daß sie auf dem-Wege seien alles Heil zu verscherzen und-dagegen Heiden aus allen Himmelsstrichen Theil haben würden an seinem Reiche und" an der Seligkeit des Gottes Israels*), und das anderemal einer schwer heimgesuchten, glaubensvollen Mutter erklären: die Heiden hatten nichts von ihm zu hoffen? Es ist offenbar, daß die eben angeführte Meinung zu weit geht, und dem Charakter des HErrn zu nahe tritt. Finde« wir nun, daß das Benehmen Jesu in der Geschichte jener kanaanLischen Frau einer Erläuterung bedürfe, daß aber so manche darüber ausgestellte Ansichten uns immer «och etwas dunkel lassen, so sehen wir uns nach einem andem Standpunkte um, von welchem aus sein Verfahren bei diesem Anlässe mit seinem ganzen übrigen Charakter und Wirken in ungestörte Harmonie tritt. II. Um aber diesen Standpunkt zu gewinnen, müssen wir ttachten die Frage ins Licht zu setzen: Welche Stellung hat Jesuüberhaupt in Beziehung auf die Heiden genommen? oder mit andem Worten: Wie hat er, als Messias Israels, sein Berhältniß zu de« Heiden angesehen? 1. Zuerst unterliegt es keinem Zweifel, daß Jesus bei seinem Auftreten unter dem Volke Israel keineswegs die Absicht hatte, zu lehren: er sei gekommen, den Bund Gottes mit diesem Volke aufzuheben, um dagegen ei, nen neuen Bund mit der ganzen Menschheit zu schließen. *1 ... «ich sag» euch: Viele «erden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich fitzen. Aber die Kinder de« Reich» werden hinausgestoßen «erden in die äuserfi« Finsternis'. Matth. 8, n. 12.