Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 135 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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1S5 / Gesinnung darthut, und nicht blos der Ausdruck de- VerfchubeS ist, mit dem er den Glauben der Frau prü, fen will. 2. Rach einer andern Ansicht will man das Bmeh. men Jesu durch den Wunsch erklären, dm er hatte, unerkannt zu bleiben. Er wollte nicht auS der Sttlle her, aus gerissen werden; er besorgte eine Heilung, die er hier einer Person gewähre, ziehe ihm einm allzu großen Andrang der Heiden aus jener Gegend zu. Man sieht leicht, daß aus diese Weise den HErrn Beweggründe und Besorgnisse unterlegt werden, welche zu dem Ganzm seines Eharakters nicht wohl paffen. Auch ist damit ebenfalls noch nicht erklärt, wie man die mt, schiedmen Aeußerungen über seine Stellung zu dm Heiden sich deutm soll. ' 3. Eine dritte Meinung, der wir noch weniger bei« pflichten möchten, nimmt an, Jesus habe sich so aus, schließlich als Messias Israels bettachtet, daß er selbst in allem Emst geglaubt habe, seine Hülfe einer Heidin versagen zu müssen. Endlich sei er aber durch das de, müthige und gläubige Andringm der gebeugtm Mutter und die Fürsprache, welche die Jünger einlegten, ttweicht und bewogm worden, von der Sttenge feiner Grundsätze für dieseSmal abzugehn und eine Ausnahme zu machm. Könnte man aber auch solchm Mangel an Mitleid nnd dann wieder so viele Inkonsequenz im Eharakter Jesu annehmm, so streitet doch diese ganze Erklärung mit an« dem klarm Aussprüchen des HErrn und mit seinem Be« nehmm bei andem ähnlichen Anläßm. So z. B. antwortete er auf die Bitte des Hauptmann von Kapernaum. der ebenfalls ein Heide war, augenblicklich: ich will kommen. Matth. 8, 7. — Warum solltt nun Jesus das rinemal einem heidnischen Hauptmanne bereitwillig