Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 5/6 (9.1838)
- Date
- 1838-09-01
- Page
- Seite 132 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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13t auf zurückgezogen hatte, blieb unerfüllt. Ein ungestörter, stiller Aufenthalt konnte ihm nicht zu Theil werden. Sein Ruf hatte sich, über die jüdische Gränze hinaus, in das ehemals phönicische Gebiet verbreitet, und eine heidnische Frau suchte ihn auf, um Hülfe zu finden für ihre von einem unsauber» Geiste geplagte Tochter. Marcus (7, 26.) sagt von dieser Frau, sie sei eine «Griechin" gewesen. Dieses will jedoch keineswegs sagen, sie habe ihrer Abstammung nach zu dem griechischen Volke gehört. Nach dem jüdischen Sprachgebrauche, zur Zeit des neuen Testamentes, bedeutete "Grieche", so viel als Heide über- Haupt. Denn nicht nur in den damals kultivittern Theilen von Europa, sondern auch in Aegypten und in Vorderasien war griechische Sprache und Bildung, und griechi« scher Götzendienst einheimisch geworden, so daß der Jude damals um sich herum hauptsächlich nur zwei Religionsformen sah: den israelitischen Glauben an den einen Gott, und das griechische Heidenthum. Darum wenn der Apostel Paulus in seinen Briefen die Heiden den Juden gegenüber stellt, so nennt er die erster« Griechen. *) Marcus erklärt auch selbst, was er unter der Bezeichnung "Griechin" versteht, dadurch, daß er unmittelbar darauf beifügt: "gebürtig aus Syrophönicien«, das will sagen, aus Phönicien. Man nannte zur Zeit der römischen Herrschaft die Bewohner des alten Phönic'ens Syro-Phönicier, weil ihr Gebiet zu der Provinz Syrien gehörte; hiedurch unterschied man sie auch von den Earthagern, ebenfalls Nachkommen der Phönicier, die *) Z. B. Rbm. 2, 9. 10. Trübsal und Angst über alle Deelen ver Menschen die da Bise« thun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen. Preis aber, und Ehre und Fried«. allen denen die da Gute« thun, vornehmlich den Juden, und auch den Griechen.