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Das Morgenland · 1838-09-01 · 5/6 (9.1838) · p. Seite 131

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
5/6 (9.1838)
Date
1838-09-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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131 schaftlichen Hause zu verbringen (Marc. 7, 24.). Die Worte des Matthäus (15, 21.) Jesus habe sich "in die Gegend von Tyrus und Sidon« zurückgezogen, und des Marcus (7, 24.), er habe sich «in die Gränze« dieser Städte begeben, schließen nicht nothwendig in sich, daß er wirklich den Boden des israelitischen Landes verließ und jenen der Tyrier betrat. Es kann blos heißen, er zog sich dicht an die Gränze des tyrischen und sidonischen Gebietes zunick. Letztres ist daS wahrscheinlichere, weil dieses sonst der einzige Fall in der Geschichte Jesu wäre, wo wir ihn sähen, übe? Israels Gränze hinaus, auf heidnischen Boden hinübertreten. Auch läßt der ausdrückliche Befehl, den er den Aposteln bei ihrer ersten Aussendung (Matth. 10, 5.) gab, sie sollten kein heidnisches Gebiet betreten, und sein bestimmtes Wort: «ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlorenen Schafen vom Hause Israel«, — kaum zu, daß wir annehmen sollten, er habe bei diesem Anlasse die nördliche Gränze überschritten lind auf eigentlich heidnischem Gebiete seinen Aufenthalt genommen. Der Wunsch aber, mit dem sich Jesus in jene obern gebirgigen Thcile des Landes, an die letzte Gränze hinbei den Griechen. Bekanntlich fand der griechische Götterglaube Eingang in Syrien und selbst in Palästina im Zeitalter der Seleuciden. Sie beherrschten Syrien und zeitweise auch Palästina beinahe dreihundert Jahre vor Christi Geburt, bi« etliche und sech«zig Jahre vor derselben. — In der Zeit der «kreuzzüge trug Pania« den Namen Belinas. Ob diese« ein Ueberrest gewesen de« alten Baal-Name«. mag dahin gestellt bleiben. Daß heute noch Pania« bewohnt sei» haben wir früher schon (Liefr. II und Nt. Seite 68) bemerkt. Wegen der Lag« der Stadt an den Gränzen, und dem häufigen Verkehr mit den heidnischen Nachbarn fanden sich zu den Zeiten Jesu in Pania« oder Säsarea-Philippi viel« Heiken, oder, wie man damal« zu sagen pflegte, »Griechen.»

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