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Das Morgenland · 1838-08-01 · 4 (8.1838) · p. Seite 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
4 (8.1838)
Date
1838-08-01
Page
Seite 125 (sequence 29)
Language
German
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125 übrigen Städte Palästinas reichlich mit Quellbrunnen verschen sind. So z. B. besitzt die 18 Stunden von hier entfernte Stadt Sichem (heutzutage Nablus) labende Quellen, prachtvolle Gärten und Fruchtbäume, die für unsere ganze Umgegend Paradiesäpfel liefern. Fragen wir nun: wie kommt es doch, daß gerade Jerusalem hievon eine nicht erfreuliche Ausnahme macht, daß gerade die Gottesstadt (Pf. 48, 9.) keiner erquickenden Quelle sich erfreut (da doch zu vergleichen ist Ps. 46, 5. und 2. Kön. 2V, 20), so finden wir in folgendem Umstand die genügendste Antwort. Jerusalem wurde nach den, leider so oft, zu verschiedenen Zeiten erlittenen großen Zerstörungen, jedesmal auf seine eigenen Ruinen und Schutthaufen wieder erbaut. Es ist daher hier um so weniger möglich, ursprüngliche Quellen aufzufinden, als auch bei den tiefsten Nachgrabungen, der vielen Ueberschüttungen wegen nicht leicht mehr die ehemalige Bodenfläche aufgesucht werden kann. Auf Befehl des Paschas wird gegenwärtig auf dem, ungefähr 90 Ellen im Quadrat umfassenden leeren Platze neben der Festung, Thurm Davids, in der Landessprache Kallee genannt, ein großes massives Gebäude aufgeführt. Man fing an auf zwanzig Stellen gegen 15 Ellen tief auszugraben, und jedesmal stieß man auf unterirdische Gewölbe und Gebäude von ausgezeichneter Bauart. Roch immer werden neue Entdeckungen gemacht, die in Erstaunen setzen. Unter andern wurde eine breite Sttaße aufgefunden, welche zwischen großen Gebäuden durchzieht, von welchen meh« . rere dreistöckig waren. Bor mehrern Tagen besichtigte ich diese unterirdischen Alterthümer und meine Bewunderung stieg'aufs höchste. Die Hitze in den Sommertagen ist nichts weniger als drückend, indem beständig ein kühles, erquickendes Lüft-

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