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Das Morgenland · 1838-08-01 · 4 (8.1838) · p. Seite 104

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
4 (8.1838)
Date
1838-08-01
Page
Seite 104 (sequence 8)
Language
German
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104 vor dem großen, richtenden Tage des HErrn, eine Zeit der Gnade und der Ausgießung des Geistes vorhergchen «erde, eine Zeit, wo Errettung ist für diejenigen, die den HErrn anrufen, nicht allein für die Israeliten, sondern auch für die «Uebrigen, die der HErr berufen wird". Die zweite Weissagung (Bers 6 bis Ende des Eapitels) belehrt uns über das, was geschehen werde, wenn der, «m Anfänge des Eapitels angekündigte »große und schreckliche Tag des HErrn« gekommen ist. ES findet ein Gericht statt über die »Heiden». Alle Macht auf Erdm, die dem HErrn nnd seinem Reiche feindlich ist, wird gerichtet und abgethan. Dagegen soll das Reich des Höchsten, des Gottes Israels, für und für bestehen in Friede und Herrlichkeit. Der Prophet schließt damit, zu verheißen, daß die Länder der Feinde zur Wüste, das heilige Land zum Paradiese werden solle. Schade ist es, daß der bedeutungsvolle und erhabene Schluß dieses merkwürdigen prophetischen Buches in der Ucbersetziing von Luther, Vieles von seinem Nachdrucke verloren hat. Luther übersetzt (3, 26.): »Und ich will ihr Blut nicht ungerochen lassen. Und der HErr wird wohne» zu Zion«. Genauer und besser würde aber dieser Vers so lauten: Ich will rein sprechen ihre Blutschuld, welche ich nicht rein gesprochen hatte. Und der HErr wird wohnen zu Zion. In der ganzen HeilSordnung Gottes ruht des Sünders Seligkeit auf Vergebung der Schuld. Auch Joel, indem er in den Schlußworten seiner Weissagung daS Heil, das unser Gott schafft, in wenige Züge zusammendrängt, versichert, daß für alle und die schwersten Schulden, die lange un« vergeben geblieben waren, dann Verzeihung und Versöhnung werde stattfiuden. Hierauf schließt er mit derselben Verheißung, womit auch die Offenbarung des Johannes

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