Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 50 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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50 aber ward zum großen Berge, der die ganze Welt füllete. Bestimmter berichtet uns Daniel, daß Gottes Ge» richt gehalten worden sei, »um der großen (vermessenen) Rede willen, so das Horn redete," und daß dann auch über die andern Thiere das Schlußgen'cht erging. Was * aber in des Königs Traumbilde nur als ein zerstörender und ausgehender, alles umfassender Stein angedeutet war, * weil Nebukadnezars Geist die Aussicht nicht konnte deutlicher eröffnet werden auf die Zeiten des Reiches Gottes und auf das Kommen des HErrn, das ist mit überraschender Klarheit und Bestimmtheit dem Daniel geoffenbart worden. Er sähe Einen, der kam in des Himmels Wolken, wie ein Menschensohn, trat vor den Thron des Ewigen und empfing »Gewalt, Ehre und Reich, daß ihm alle Völker, Leute und Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergehet, und sein Königreich bat kein Ende." — Wenn Jesus, unser HErr, sich selbst bei seinem Wandel auf Erden den Menschensohn genannt, und von sich wiederholt gesagt hat, daß er herrlich wiederkommen werde »in den Wolken des Himmels, " *) so ist offenbar dabei Rücksicht genommen auf diese Weissagung Daniels. Wir haben bei der Erklärung der vier Bilder und der sogenannten vier Monarchien von etwas Vergangen nem geredet und haben zeigen können, wie das von dem Geiste Gottes in Bildern Angedeutete sich in den Ereignissen der Weltgeschichte verwirklicht hat, so daß die vierfache Eintheilung, welche nach dem prophetischen Worte die Weltmacht erhalten sollte, offenkundig mit ihr sich auch zugetragen hat, wie Jeder weiß, der die Weltgeschichte *) Man sehe unter andern Marc. >Z, 26. und Matth. 28, 64.. «o beide Bereichnungen mit Nachdruck rusammengestellt sind.