Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 51 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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51 auch nur oberflächlich kennt. Wollten wir aber von dem reden, was nach dem Ende dieser vierfachen Weltepoche eintreten soll, so würde unsere Betrachtung das sichere Feld der hinter uns liegenden Geschichte verlassen, und den unbekannten Boden der Zukunft betreten müssen. Dieses zu thun liegt aber keineswegs in unsrer Absicht; es genügt uns, in einem allgemeiner» Ueberblicke aufmerksam gemacht zu haben auf die Zusammenstimmung zwischen dem geoffenbarten Worte und den geschichtlichen Thatsachen, und gezeigt zu haben, wie Eines das Andere erläutert, so daß die dunklere Weissagung uns vollkommen klar wird durch die Erfüllung, andrerseits aber auch in die Mannigfaltigkeit der geschichtlichen Erscheinungen Einheit und Ordnung tn'tt, wenn sie in das Licht der Offenbarung gerückt werden. — Nur das wollen wir nicht unterlassen beizufügen, daß seit dem Anfang jener vierfachen Weltepoche das Reich Israel nie mehr aufgekommen ist, wenn es auch zeitweise den Schein dazu hatte. Zunehmend erzeigten sich die Weltmächte feindlich gegen Israel. Die Perser waren zwar am günstigsten gegen die Juden gestimmt, aber doch drohte unter dem bekannten Perser- 'könige Terres den Juden in seinem ganzen Reiche jener fürchterliche Schlag, für dessen unverhoffte Abwendung dieses Volk ein jährliches Dankfest begeht, und worüber das Nähere in dem biblischen Buche Ester zu lesen ist. Unter der griechischen Herrschaft in Asien erlitten die Juden jene schweren Verfolgungen durch AntiochuS Epiphanes, wo viele Tausende als Märtyrer starben, weil sie statt des lebendigen Gottes nicht den griechischen Zeus Olympius anbeten wollten. Was aber die persische Macht nur gedroht, die griechische nur halb ausgeführt, daS wurde vollendet durch Rom; cs zerstörte Jerusalem, verödete das Land und vertrieb die Israeliten heimathlos in