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Das Morgenland · 1838-07-01 · 2/3 (7.1838) · p. Seite 49

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
2/3 (7.1838)
Date
1838-07-01
Page
Seite 49 (sequence 17)
Language
German
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40 Diese harte Selbstsucht machte die Römer zu Herren der Welt und zu Feinden der Menschheit. Ihr ungeheures Reich, das unzerstörbar schien, verlor seine Kraft durch die Siege des germanischen Volksstammes, der die römischen Besitzungen als sein Erbe hinnahm, sich aber zugleich mit dem römischen Elemente verschmelzte, waS dem Rebukadnezar als eine, nicht Stand haltende Mischung von Eisen und Thon gezeigt wurde. In dem Traumgesichte von Daniel ist in ähnlicher Weise eine heruntergehende Abstufung zu bemerken. Dem edlen Löwen folgt der weniger edle, aber doch noch harmlose Bär, die mächtigen, stolzen Perser. Rach diesen kommt der gescheckte, listige Parder, der äußerlich so-lieblich aussieht, innerlich aber voll Gier ist; doch schlimmer als er ist das vierte Thier, dem ein entsprechendes unter den Geschöpfen nicht zu finden war. Es ist die vollendete, übermüthige, römische Selbstsucht, aus welcher, nachdem ein Schlag diese Macht äußerlich heruntergebracht, eiste geistige neue Macht hervorgeht, welche den Schein von der Wahrheit entlehnt, aber ihr Wesen aus dem alten Rom zieht. Diese römische geistige Macht ist daS Papstthum. — Die ganze Gestalt aber, wie sie Rebukadnezar sah, und die Reihe der vier Thicre im Traumgesichte Daniels, haben ihre Zeit gedauert-und sind dann abgethan worden und vom Erdboden verschwunden, an ihre Stelle aber ist Anderes getreten. Auch hier wieder hat der König (Rebukadnezar) nur in allgemeinen, äußern Umrissen die Sache gesehen, hingegen dem Propheten (Daniel) wurde tieferer, unmittelbarer Aufschluß zu Theil. Das Ende der Weltmächte sah Rebukadnezar durch einen Stein, der sich losriß ohne Zuthun von Menschenhänden, und die ganze Gestalt mit ihren verschiedenen Metallen und Bestandtheilen zermalmte. Der Stein selber 4 i

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