Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 42 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit diesem Thiere wird die griechische Macht verglichen. Es wird dadurch die kluge Gewandtheit des griechischen Geistes angedcutct, und zugleich wird die stnrmische Schnelligkeit bezeichnet, womit der makedonische Alexander griechische Art und griechische Macht erobernd bis ins tiefste Asien trug. Darum erscheint im Traumbilde der Parder mit vier Flügeln versehen. Wenn er außerdem auch vier Häupter hat, so bezieht sich dieses aus das spätere Schicksal des von Alexander ausgestellten Reiches; es fiel nach seinem Tode in vier kleinere Mächte auseinander, welche nicht nur einem gemeinsamen Stamme, dem griechischen, entwachsen waren, sondern in wel, chen auch einerlei Geist und Art waltete, ungeachtet sie politisch verschiedene Staaten bildeten. Das wird angezeigt durch die vier Köpfe. IV. Die vierte Weltmacht ist die römische. Ihre Beschaffenheit wurde dem Nebukadnezar angegeben als von' Eisen. Sie bildete in der Gestalt, die ersah, die Schenkel, Beine und Füße. Aber die Füße waren nicht einerlei ans Eisen. Es war eine Mischung, theils waren sie von Eisen und theilS von Thon. Auch dem Daniel zeigte sich diese Macht auf eine besondere Weise, und als von den andern bedeutend verschieden. Ihm erschien sie als ein gräuliches, gewaltsam zerstörendes Thier, das aber mit keinem lebenden, erschaffenen Wesen zu vergleichen war. Es sei, wird gesagt, «viel anders als die vorigen". Auffallend ist dabei die Angabe, daß dieses gräuliche Geschöpf mit zehn Hörnern versehen gewesen, von denen drei zerbrochen, aber durch ein neues, kleines ersetzt wurden, das Augen hatte und einen Mund, der Vermessenes redete. Dieses neue, mit Augen und Mund versehene Horn führte Krieg mit den Heiligen und siegte über sie,