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Das Morgenland · 1838-07-01 · 2/3 (7.1838) · p. Seite 43

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Journal
Das Morgenland
Volume
1 (1838)
Issue
2/3 (7.1838)
Date
1838-07-01
Page
Seite 43 (sequence 11)
Language
German
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48 Um die Deutung dieser Bilder, sowohl der auS Eisen und Thon zusammengesetzten Füße, als des gräulichen Thiers und seiner Hörner, klar einzusehcn, müssen wir uns an daS erinnern, waS wir oben gesagt haben, daß nämlich dem Nebukadnezar mehr die äußere Seite der künftigen Reiche, dem Daniel mehr die innere sei gezeigt worden. Dieses findet besonders seine Anwendung bei diesem vierten Bilde. Wir müssen daher daS was der König sah, und das was dem Propheten erschien, getrennt betrachten. Beide sahen die römische Macht. Aber der erstere sah sie in Beziehung auf die VölkerstLmme, welche sie bilden würden, der letztere schaute sie ihrem Wesen und ihren herrschenden Grundsätzen nach. Das römische Reich wurde etliche Jahrhunderte nach Ehristi Geburt von den Heerschaaren der wandernden Völker umgestürzt. Diese Völker kamen aus dem Norden und waren vom germanischen oder deutschen Stamme. Bis dahin waren sie Heiden, ungebildet, kriegerisch ge« wesen. Vor ihnen fiel daS römische Reich und ging die alte Zeit unter; eS begann, die neue, unsere europäische Zeit. Diese Völker aber, obschon sie der Regierungsform nach daS römische Reich stürzten, verschmolzen sich doch, so gut es gehen mochte, mit dem römischen Geist und Wesen. Sie wurden Christen und waren bald alle, mit wenigen Ausnahmen, katholische Christen. Sie nahmen in den -ändern, über welche die Römer geherrscht hatten, die Sprache dieser letzter« an, woraus im Laufe der Zeit die italienische, französische, spanische, portugiesische Sprache geworden ist; die eingewandetten Völker verloren ihre eigene Sprache und die genannten Mundarten entstanden nach und nach aus der römischen oder lateinischen, welche sie im Lande fanden und annahmen. Wie aber die nordischen, eingewandetten Völker sich mit.der

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