Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 2/3 (7.1838)
- Date
- 1838-07-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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41 gegen die götzendienerischen Rationen führten die Perser zu Siegen, und die Siege brachten wie gewöhnlich, Träg« heit und Ueppigkeit hervor. Es wird nun deutlich, warum für das Bild dieser Weltmacht ein viel Fleisch fressender Bär gewählt ist; es ist eine Macht, welche n'ngsum alle Länder verschlang, während ihr Eharakter nicht eigentlich gewaltthätig, tülisch, oder blutgierig war. Ul, Dir dritte Weltmacht ist die griechische. Rebu. kadnezar sah dieselbe vorgestellt als von Erz, und sie bildete die Lenden der Traumgestalt, die er erblickte. Daniel hin« gegen wurde die griechische Weltmacht gezeigt als ein Parder mit vier Flügeln und vier Häuptern. Der Par« der oder Pancher ist von dem Geschlechte der Tiger; er ist kleiner als der Löwe und hat ein gestecktes Fell. In seiner ganzen Art gleicht er dem Tiger; er ist listig und gierig wie dieser, und äußerst behend. Der Prophet Ha« bakuk, um die Geschwindigkeit der chaldäischen Reiter zu schildern, sagt (1, 8.): Ihre Rosse sind schneller als die Parder. Aber nicht nur ist er sehr gewandt in Lauf und Spnmg, er erklettert auch mit größter Leichtigkeit die Bäume, ungeacht der Größe seines Körpers. Aus der Stelle Hohesl. 4, 8. sehen wir, daß zu den Zeiten Salomo's Parder *) auf dem Libanon Haus« ten, und noch heutzutage findet sich diese Thiergattung in den verschiedenen Theilen dieses Gebirges. Ihre Felle werden sehr geschätzt und von den Vornehmen als Sat« teldecken gebraucht. "1 Obschon in jener Stelle Luther Leoparden gesetzt hat, so find doch eigentlich Parder gemeint.