Das Morgenland
- Journal
- Das Morgenland
- Volume
- 1 (1838)
- Issue
- 1 (6.1838)
- Date
- 1838-06-01
- Page
- Seite 31 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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31 dem rothen Meere, erstrecken sich hier die Gebirge, die Ebenen, die Wüsten, wo das verlorene Paradies einst war, wo RoahS Arche nihte, von wo Abraham kam und wohin er ging, wo Assyriens Herrschaft und Babylons Ueppigkeit begann. Alle die Gegenden, durch welche Gottes Gnade oder Strafe sein Volk führte: das gelobte Land, Aegypten, die Wüste, die babylonischen Verbannungsörter am Euphrat, am Tign's, am Ehebar, liegen vor uns, woran das für die neutestamentliche Kirchengeschichte so wichtige Kleinasien sich anschließt, so daß diese Uebersichtskarte nicht nur für unser Blatt uns wesentlich schien, sondern dem Bibelleser überhaupt den ganzen Schauplatz dieses heiligen Buches in einer Weise unter die Augen rückt, wie man gewöhnlich diese Länderstrecken nicht auf einer Karte vereinigt findet. Und doch ist gerade der Raum, den dieses Blatt umschließt, der bedeutungsvollste in der Weltgeschichte, seit den ältesten Zeiten bis auf diesen Tag. Die Küstengegenden des Mittel- und des rothen Meeres, die Flußgebiete des Tign's und des Euphrat sind, so weit unsre weltgeschichtliche Kenntniß geht, die Stammsitze der menschlichen Kultur. Die Babylonier, die Edomiter, die Aegypter und besonders für das Abendland die Phönitier, welche als seefahrende Handelsnation am Fuß des Libanon wohnten, sind unter den. Völkern zu mennen deren älteste Bildung die Mutter aller übn'gen geworden ist. Auf diesem gleichen Schauplatze entfalteten später die großen Weltmächte ihre Herrlichkeit; die assyrische und die baby, konische, die medische und die persische Macht stiegen und sanken in diesen Gebieten; hier machte Alexander, der makedonische Sieger, seine Eroberungen und verpflanzte griechische Art bis tief nach Asien hinein; hier errang der Fanatismus der Muhammedaner im 7ten Jahrhundett unserer Zeittechnung die Siege, die den Grund legten zu seiner