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Der nationaldeutsche Jude · 1933-12-01 · Nr. 5 (Dezember 1933) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 5 (Dezember 1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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i fiu.iqjgjiyi im >>M ny'w .u uw w.w;-j ■■»'y i önfcre Cradttion 1 Unoergeblich ist mir ein Tag vor beeil tia Jahren. Ich, damals «in kleiner Junge, stand neben meinrm groben. starken Onkel auf dem Truppenübungsplatz der schb fischen Stadt, die seit mehr als hundert Jahren die Heimat, n einer Familie ist. Soldaten lernten Wendungen. Laden und sichern. Hinlegen und Aufstchen. Ich stellte unzählige Fragen und erhielt von meinem Onkel unzählige Male Antwort., Und als ich ihn endlich fragte, wozu es Soldaten gäbe, da! führte er mich wohl hundert Schritte hinweg, bis die Kommaint os leiser wurden, und erzählte mir dann mit unbeschreiblich leuchtenden Auge» vom 1. Mär; des Jahres 1871. An diesm Tage war er in einem Regiment des VI. preuhischen Ärmeekorps in Paris eingerückt. Dse Erinnerung daran [Htj ihm niemals geschwunden. und i er hat es verstanden^ si^ >uch seinen Nachkommen unauslöschlich einzuprägen. Der Onkel lebt schon viele Jahre nicht mehr. Aber den Anfang und das traurige Ende des Weltkrieges hat er noch gesehen. Von seinen Neffen habe« fünf in Frankreich gekämpft. .Einer ist gefallen. Die anbeien kehrten heim. Sie haben dem Onkel von ihren Kämpfen «rzählt. Aber der Onkel hat nur halb zugehört und dachte! man merkte es an seinen Äugen — an die Kaiserparade aus der Rennbahn von Longchamps am Bois de Boulognq und et den Marsch der Musketiere auf dem Pflaster von Paris ziu >en Quartieren in den Champs Elysees. Im Juli 1918, rls ich in einem preuhischen Jägerbataillon den Angriff itt Rodemat und Königswald bei Reims mitmachte und »rn> Paris als Ziel gesteckt war» da hatte ich das letzte Mal aoho ist. ihm eine Postkarte aus Paris schicken zu können. Äbe wir hatten lein Glück. Und so haben wir dem alten Onel den Tag nicht bereiten können, der glänzender geweenlwrre, al$ sein Tag in Paris war.! Der Onkel hatte in seinem A ohhzi nmer ein kleines Bild hängen, vor dem man ihn stehe r sah. wenn ihn schwere Sorgen bedrückten. Das Bild gibt den Eirzug der deutschen Truppen in Paris wieder. Der Onke hät fs meinem ältesten Bruder vermacht, der im Weltkrieg Of Heute hängt es im Arbeitszimmer mei res meine Neffen und Nichten wissen woll:n, deutet, dann hören sie von meinem meines' Onkels und dir Geschichte des tut Wer von der Gründung des deutsheii nennt Eduard Simson, der in Bezleijtui g hervorragender B ru >er, die Geschichte ut ■’T' Tp" ■■■ ■ 'iii i r.r Von 6 rieh Grün au izi;r geworden war. Br deutscher Männer zuerst Friedrich Wilhelm IV. und dann mit Erfolg Wilhelm.1. um die Annahme der Kaiserwürde bat. Eduard; Simson wurde in Königsberg geboren und aufgezogen, in jener Stadt, deren Bürgerschaft jahrzehntelang schwer an der von den Franzosen ihr im Jahre 1807 auf* erlegten Kriegskontribution trug. Er war drei Jahre alt. als die Schlacht bei Leipzig geschlagen wurde. Damals wohnten in Preuhen etwa 9000 wehrfähige Männer jüdischen Stammes. Äon ihnen haben etwa 500 gegen Napoleon ge stritten. Es kam also aus 18 Männer ein Kriegsfreiwilliger*). „Das Papier ist zu klein zu allen Anekdoten! Jünglinge verzweifeln, die nicht mit sollen: übernehmen drei, vier Posten und Stellen für ihre Brüder und sagen, sie überleben die Schmach doch nicht!" > Schon im Heere Friedrichs des Groben haben Juden gefachten. i Einer von ihnen mit dem Namen Pappenheim wurde t im Jahre 1785 von Friedrich dem Groben ausgezeichnet und wegen Tapferleit zum Korporal befördert. Pappenhcim erhielt nun den Namen'Mühsam, weil er sich ein Recht, das ihm von . den Behörden bestritten wurde, mühsam erkämpft hatte st. So heiszen heute noch seine Nachkommen. , Das Ghetto war Finiiernis. Die Bibel, das Buch gott- und erdnaher Weisheit.!war das Licht in der Finsternis. Aber die Finsternis hatte es nicht begriffen. Das Ghetto war Untreue. Trdu den um fruchtbares Wachstum ringenden Ahnen, treu dein Geist der Propheten waren die meisten, die aus dem Ghetto strebten. Die Männer des Judas Mak.abäus stehen uns nicht näher |als die Gestalte» aus der Nibelunge Nüt. Die Menschenvölker marschieren nebeneinander, gegeneinander und durcheinander und stecken ihre Ziele immer weiter. Aber die Haltung aus dem Marsch, das Ehrgefühl, die Furchtlosigkeit im Kampfe und der Will« zum Sieg bei den Makkabäern wie bei den Nibelungen, sie wirken in uns fort, sie gehören zu unserer Tradition. ruders. Und wenn was dieses Bild be chen Kaiserreiches. Kaiserreiches spricht. Die Herren unter Heb I ist jiidi iiti i Die „Jüdische Rundschau" sogenannte „Erneuerungsbewegung auch gegen den „Reichsbund jüdischer dieser doch der zionistisch geführten Gelöhnis der Gefolgschaft abgelegt, dem z i o n i st i s ch e n „Makkabi" zu: richtig für diese Gruppe auch auf das langte — „Baterlandsbekenntnis" Verzichtes hht blatt schreibt wörtlich: Front leine shmchl Wir hören „Selbstbesinnung", aufgabe, wir hören ..Erneuerung", halten am Ewig-Gestrigen. Ernstqr wenn wir in dem Organ des „Reich buydl selr streng gegen die Deutscher" und oldate» . trotzdem iihsvertretung" ein Sportgruppe mit getan und folgciher zeitweise vcr- Das Zionistene i frü Dcrin wenn schilt an Ora netk', sich n ch e r: soldaten" lesen, die hürter diesem hätten . „nie die Tatsache geleur „andersartig" sind und hätten wurf der Minderwertigkeit verwa gewib keine Zeit, jüngste Geistes« eschiic! man könnte leicht Nachweisen, das, eine Literatur verschrieben werden mu zte. unserer Meinung freilich evidente — Fes assimilatorische Welt, die um jeden Pi artigkeit" leugnen wollte, zu vertret Artikel wird gesagt, wir mübten es als!GI die Zeiten, wo man sein Judentrm s wollte, vorüber sind, und wir n übten erheben bei dem Ruf „Ich bin ein Jude st ellenweise, ein zionistisches lesen. Wir könnten uns über diese 4 usfühs: sie als Zeichen eines Gesinnungswc ndels freuen, wenn wir nicht zugleich wühlen Hund Jüdischer Frontsoldaten" nicht im handelt, nicht Konsequenzen ast jahung des Judentums zieht. Erponenten der askimilitor ganda und Politik in Deutsch! bestrebt ist. Die Tatsachen zningen Sii ') Die'Zahl der aus ganz Deutschland in den Freiheitskriegen i gefallenen Juden wird auf 6000 geschätzt. Siehe Allgm. Preuh. Zeitung vom 7. August 1843. -) Rahel Levin an Varnhagen. Berlin, d. 20. April 1813. *) Nach freundlicher Mitteilung von Prof. l)r. Richard Mühsam. dacht, dab hier die Zuflucht zu dem so stolz klingenden jüdischen Bekenntnis/ nuri darum genommen wird, weil nichts anderes übrig bleibt, und dah man auf den Moment hofft, wo die Fesseln des erzwungenen Judcscins wieder fallen. Anders wäre es nicht zu erklären, dah man-die Legitimation zur Fahrung der Jüdin gerade auf Gebieten sucht, die nichtidas geringste mit Judentum zu tun haben. Wir enthalten uns j'des Kommentars. Aber mit der „Einigkeit des Judentums" und der „Arbeit für Alle", von denen in diesen Kreisen so viel gesprochen und geschrieben wird, scheint eS doch einen Hakest zu haben. . zemeint ist Srlbstgemeint ist Festscheint es uns, s Jüdischer Frontstehenden Kreise dah die Juden rr gegen den Vorirt. Nun ist heute zu analysieren: ganze zionistiscku; m diese — nach stellung gegen die is ihre „Anders- In demselben AM empfinden, das, chamhaft verbergen stolz das Haupt . Man meint Dokument z» „Greuelpropaganda" ungen. sofern wir nehmen, aufrichtig dah der „Reichsnne dieses Artikels s dieser Besondern sich zum scheu Propa- ,nd zu machen uns zu dem Verregelmähig das Horst-Welsel-Lied gesungen. Der ,F8erband nichtarischer Christen" habe wegen dieses „würdelosen Verhaltens" jede Beziehung zu uns abgebrochen. Wie muh es in den Köpfen der Menschen aussehen. die und glauben? derartige Dinge verbreiten Aus der Fülle erlogener Nachrichten, die aus gewissen jüdischen Kreisen gegen ur seren Verband und den Vrrbandsführer verbreitet werden, heben wir folgende Stichproben heraus: 1. Die Kinder des Vcrbandsführers vr. Naumann solleh nach Palästina ausgewandert sein. So wird - abgesehen von dem Getuschel von Mund zu Mund - von zwei Alljuden- Blättern (Israelitisches Familicnblatt und Jüdische Zeitung^ Breslau» berichtet, natürlich mit Höhnischen Kommentare«. An der Nachricht ist kein wahres Wart. Die beiden einzigen tkinder I»r. Naumann's befinden sich in Berlin, waren niemals in Palästina und denken nicht daran. Deutschland zu verlassen. 2. Der Verbandst übrer soll beabsichtigt haben, an den Reichskanzler ein? Hüldigungs-Ädresse zu richten. Der Central verein deutscher Staatsbürger . j ü dis che n Glaubens habe dies durch di« Drohung, die Angelegenheit auf der ersten Seite der C. V. - Z e i 1 u n g bekaUntzugeben. verhindert. 3. söei unseren nichtöffentlichen Versammlungen werde

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