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Der nationaldeutsche Jude · 1933-12-01 · Nr. 5 (Dezember 1933) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 5 (Dezember 1933)
Date
1933-12-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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6cbo der Preffe Unser Verband hat sofort nach Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund und der Abrüstungskonferenz die nachstehende Erklärung erlassen, die den mahgeb:nden Reichs. Ministerien eingereicht und mit deren Zustimmung durch die Presse verbreitet worden ist: Die mit ihrem deutschen Vaterlande gefuhlsmäb'g unauflöslich verbundenen Deutschjudey, deren nationalpolitische Kampforganisation der Verband nationaldeutscher Juden ist. begrüben den Entschluh der Deutschen Regierung, durch Austritt aus dem Völkerbund und aus der Abrüstungskonferenz die Teilnahme an weiteren unfruchtbaren und für Deutschland entwürdigenden Erörterungen abzulehnen. Wir haben das Vertrauen zu unserer Regierung, dah er ihr gelingen wird, unter Aufrechterhaltung des von ihr stets feierlich bekundeten und betätigten Friedenswillens riit unerschütterlicher Festigkeit den Anspruch Deutschlands auf eine nicht nur auf dem Papier stehende Gleichberechtigung zu wahren. Das Ausland soll wissen, dah es >ei seinen Bestrebungen, unser deutsches Volk f.ür unabsehbare Zeit zu einer Rntio-n zweiten Ranges zu stempeln, bei uNs Deutschjuden, die wir. seit langem einen scharfen Trennungsstrich zwischen uns und allen fremdfühlenden Elementen in Deutschland gezogen haben, ebensowenig ai f Zustimmung oder gar auf Unterstützung zu rechnen hat. wie bei allen anderen n a ti > nalfüh len de n Deutschen. Der Abdruck (meist im vollen Wortlaut, nur in einigen Fällen gekürzt) ist u. a. in folgenden Blättern erfolgt: kölnische Zeitung, Kreuzzeitung, Pester Lloyd, Vossische Zeitung. Der-Tag. 8 Uhr»Abendblatt, Berliner Börscn- Eourier, Schlesische Volkszeitung, Bresläuer Zeitung. Die Landesgruppe Schlesien hat den nachstehenden Aufruf, der ein Auszug der. obigen Erklärung ist, durch Sästlenanscklag in Breslau mit Ge> nehmignng der 'dortigen Polizeibehörden bckanntgegeben: '11 Zum 12. November! Die mit ihrem deutschen Dah verbundenen jüdischen Deuts politische Kampforganisation gegründete Verband Ration« stehen unerschütterlich, bedin schlossen hinter der Reichst schweren Kampfe um die Wa Deutschen, Nation. Das Ausl, es bei seinen Bestrebungen, u! zu einer Nation zweiten Rang bei uns Deutschen jüdischer Ä! seit kängem einen scharfen Trei uns und allen-undeutschen Eil land gezogen haben, auf d Einsatz entschlossene Ablehnuj allen anderen nationalfühlen' rlande unauflöslich n, deren nationaler im Jahre 1921 deutscher Juden ist. gungslos und gegierung in ihrem runa der Ehre der nd soll wissen, dab ser Deutsches Volk s zu stempeln, auch stammung, die wir nungsstrich zwischen menten in Deutschieselbe zum letzten ig trifft, wie bei n Deutschen. Darum gibt tt für all« am \2. Nov«mb«r «in nn«ing«schrünkt< nti* IUI verdau» tean-«»grnpj»« Sdfl Der Aufruf ist in Breslau viel beachi e Berichte über Berliner und auswärtß unseres Verbandes sind in einer groben Tageszeitungen erschienen. Die Tendenz — mit einer einzigen Ausnahme — ausge dock rein sachlich. Hetzartikel gegen uns erschienen von den alljüdischen Blättern — in eini. Zeitungen des Auslandes („Der Aufruf', Sehr reizvoll ist ein in dem „Cyrano" (!“ Aufsatz „Hitler und seine Juden", in unser Verband finanziere die NSDAP. Artikel der C. V.-Zeitung zum Abdruck unter ihren Lesern arme Irre geben, die :J«r! t worden. ge Versammlungen Anzahl vielgelesener der Berichte war ssprochen günstig oder £ en abgesehen natürlich n deutschfeindlichen Drag, und dergl.). ns) veröffentlichter £m behauptet wird, r empfehlen diesen es wird sicherlich selbst das glauben. Wir Ltartsangekörigkeits-6e fetz In jüdischen Kreisen wird z. Zt. die Nachricht verbreitet, dab die deutsche Regierung beabsichtige, einen von dem Berliner Professor Karl' Schmitt aufgestellten Gesetzentwurf zur Grundlage der Regelung für die künftige Stellung der Juden in Deutschland zu nehmen. Der Entwurf läuft praktisch darauf hinaus, dah die Gesamtheit der Juden unter Fremdcnrecht gestellt werden soll. Diese Nachricht ist zuerst von dem Londoner „Daily Herald“ veröffentlicht, dann von der (zionistischen) Jüdischen Telegrafen-Agentur weiterverbreitet und von einigen der deutschen Regierung nicht wohlgesinnten Auslandszeitungen (Le Temps, Paris: Neue Freie Presse, Wien) nachgedruckt worden, — was offenbar der Zweck der Hebung war. Wir können die bestimmte Versicherung abgeben, daß der Entwurf des Herrn Professor Schmitt, wenn er überhaupt schon einer deutschen Ämtsstrlle vorliegt, nur einer der zahlreichen Vorschläge ist, die van den verschiedensten Setten zur Fassung der „Nichtarier-Beftimmungen" gemacht werden. Sauf' 6r aucb! Als einmal der grobe Friedrich, damals schon der „alte Fritz", ein Regiment besichtigen wollte, meldete ihm der Kommandeur, einer der Hauptleute sei leider dem Trünke ergeben. Bei der Besichtigung schnitt der Kommandeur sehr schlecht, der alloboifreudige Hauptmann sehr gut ab. Darauf rief der König dem Kommandeur vor versammelter Mannschaft zu: ,2>jh will 2hm was sagen: Sauf'! Er auch!" In H a n a u haben zwei temperamentvolle Mitglieder unseres Verbandes auf eigene Hand eine Versammlung veranstaltet. In der durch Zeitungsanzeige veröffentlichten Einladung haben sie etwas überkraftige Töne angeschlagen. Aber die Versammlung selbst war ein voller Erfolg. Eine Fülle von Äufnahmegesuchen ist eingegangen und noch heute erhalten wir täglich Zuschriften von Deutschjuden aus Westdeutschland, zumal vom Lande und aus kleineren, Städten, in denen hervorgehoben wird, man habe erst jetzt von der fast dreizehnjährigen Arbeit unseres Verbandes Näheres erfahren: unser Weg sei der einzige, den Deutschjuden gehen könnten: man wolle sich anschlietzen utzd Mitarbeiten. Das Erfreulichste aber ist. dab diese Schreiben zum groben Teil von einfachen Leuten stammen, nicht von sogenannten Intellektuellen. Dab unsere liebe C. V.-Zeitung ein Verzweiflungsgeheul anstimmt, ist ganz in der Ordnung. Aber auch eines (!) unserer Mitglieder hat unter Berufung auf die Hanauer Vorgänge seinen Austritt erklärt. — ein Herr, der stets die „guten Manieren" etwas überbetont, aber , als früheres Vorstandsmitglied seiner Ortsgruppe 'nichts geleistet hat. Wir haben glücklicherweise nicht allzuviel Mitglieder von dieser „Zartheit". Aber sollte sonst noch der eine oder andere an dem Hanauer Husarenritt Anstoß genommen haben, so sei ihm mit dem großen Preubeiilönrg gesagt: „Sauf' Er auch!" 3u»tn E.v. l!«fi«n SffllfiiiiiiililimT. . r^r 5 ^7924691

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