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Der nationaldeutsche Jude · 1933-10-01 · Nr. 4 (Oktober 1933) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 4 (Oktober 1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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und sich nicht zu den; totaleren Programmdes Zionismus entschlichen konnte", das; aber „Ansätze vorhanden sind, die die Aufgaben des VolkIickcn b e tonen". 2n's Deutsche übersetzt: ei» getarnt>r Ziö n-i it. Die weiteren Mitglieder der ..Leitung" nid zwei erklärte 2 i o n i it e n , ein paar Gefühls niichlinge. E e n t r a I v c r e i n l e r. von denen der eine wieder ein kaum noch getarnter Z i o n i >t' i>f/. zwei „L i i e r a l e' derselben Gattung und ein Mitglied des Ncichs bunbti jüdiichcr Frontsoldaten, il'iit anderen Morten: d i e a11jüdi» che Einhei t-s.f ronl, . wi e i i e i m B u Ii e >t e b l, u nt er a u s g e s vr o ä, e n z io n i it: s ch e r . rt ii Ii r u n g. . Hervorgehoben' wird in - der Prc'wmrtteilung. datz die -rZ i ö n i st i»ch e Verein ig u n g für Deulchland. der Eentra I- Verein .' die V c:r - e i n : g u n g für das liberale 2 u d e.n t i m nnd aiicb der 'R e i ch s b u n d j ü d i i dr c r Fronr»c ldaten durch ihre Vorsitzenden „feierliä, erklärt" haben, diese „Leitung der deutschen Juden" au;iicrkcnneu. - - ' > Der Verband » a t i o n a I d e » t s 'ch e r 2 > d e n ist s e l b st v e r it ä n d l i ch an. d i e l e r. S p o t t g e b.u : t n i Ii l belcikigl. 2n der E. P. Zeitung verkündet 2ii'ti.;vnl 1;r. Vrodnitz: i ch t beteiligt war an b i ci c ii V t r Ii andl » n g e n der Verband n a t i o n a l d e u t s ch c r 2 n d e n . de r sich leider durch d a s V c i h a I l e n »eines g e s ch ä f t s f i i lirende n t»t o r it a n d s in i t g I i c d e s . l >r. 'N' a u in a n n . »e I b >1 von dcre rtigä n V e r b a n d I u >k gen. a u s g e i ch a I t e r ha l." D rs i>t. >a nun freilich in 'der Horm nicht ganz richtig, denn niemand ' hat die Dreistigkeit aufgebracht, uns' Verhandlungen mit Zionisten zum Zwecke einer geincin»amen national »olilüchen 'Vertretung zuznmmulen. Aber richtig ist. i»aR der V erband n a't i o n a l d e u i s ch c r 2 u d e n. v e i 1 r e t e n durch seinen P c r b a n d s f ü h r c r unb im vollen Einvcr ii c h in o n mit d e in ,2 ü h r e r r a 1 u r d d c n Mitglieder». von j c h e r keinen Zweifel darüber gelassen hat, die n a t i o n a I d c u t s ch e n Juden würden sich niemals dazu h e r g c b e n . mit Zionisten. E c n t r a l o c r e j.» l c r n odcr-Allj u d c n anderer Schattierungen ein g je m e i n - s cha f l l i ch e s P c rt r e t u n g s o r g a n zu Hildes. Mr begrützen es als einen entscheidenden Schritt zur Klärung der Lage, datz durch die Bildung der neuen ,,'J* c i ch sv c r t r e t u ii g" nunni e Ii r d i e F o r m a. t i o n c ii a u i g e st eilt sind, iii die sich die Deutschen jüdi'cher 'Abstammung e i n c r s-e i l s und die Deutschen Stqatsangehorigen jüdischen Volkstums" andererseits einzugliedern haben.! 'Ibir wiederholen ausdrücklich: die Bi düng d.'r sogfenannien Neichsvertrelung ilt nur ein Schritt zu-dieser Klärung, noch nicht die Klärung leihst. Das Mischmasch Organ. das am I,. September zukainmengekleisteri wurdej beee it.'t zunächst nur die V r i v a t I e i it u n g einer Reih.' von Be>ri.'bina Hern, die iiäi selbst mahrs.1ieiiLi.ch für „Prominente" halt'». Aber damit fängt di,,' K I ä r st n a^e r st a n. 'Nur die a 1 jiidischc F o r in a r i o n i t Asäer. a u r g e it e l l t. die Mannschaften kehlen noch: Jeder Kenner der Verhältnisse wein ' und insbesondere -ui i r haben niema'.s einen Zweifels darüber gelassen, das; bei einer 'Reihe der-Verbünde, deren Obleute sich durch „feierliche Erklärung" dieser „Rcilisvertrelung" zur Verfügung gestellt haben, sehr scharf zu u n t e r s ch^e i d e » ist zwischen der Führung nebst ej.t>eni Teil der Mitglieder eiiiersikits und den übrigen Mitgliedern andererseits. "... 2in E en l r aI - V c r e i n deutscher Staatsbürger Mischen Glaubens war die F ü h r u n g in den letzten Iahnchnien stets zwischen'chichtlich. in der letzten 2-:i: ausge-vrochen j ü ö i i >h - nationale ein Teil der Mitglieder ist ebenfalls i ü d i > ch n a l i o n a l. ein anderer Teil zwischens äi i ch l I i ch . aber ein lehr starker Teil b e it c b t a u s n a l i o n a l d e u I s ch e u 2 uden. die bisher nur d.shalb den 'Böeg zu den n a t i o n a I d e n 1 s ch e n K.ä nr p fern unter den Juden noch nicht gefunden haben, weil es bequemer war. sich, von betulichen Schwätzern zuin Munde reden zu lassen, als sich den slljüdische» Dreckschleudern und gleichz.gkig den judenseindlichen Rassefanalikern zum Zweifronteniämpf zu stellen. Aehnlich sind die Verhältnisse bei den „ili beraIe tt"', die ja eigentlich nur religiöse Aufgaben haben, aber schon seit .2ahren in den Verwaltungskörperschaflen der Jüdischen Gemeinden durch die 2üdischnationalen in nationalpolitische Auseinandersetzungen hineingezogen worden sind. Ein anderes Bild bietet der R e i ch s b u n d jüdischer Frontsoldaten. Er ist bon Haufe aus. ein - Kriegsteilnehmerverein und, solange er sich auf den Aufgabenkreis eines ‘ solchen Vereins beschränkte, war nichts . dagegen einzuwenden, dah auch Zioninen, die zufällig Fronl'üldaten waren, ihm als Mitglieder angehörten und durch ihn ihre, militärischen Belange wahrnehmen liehen. Der Bund hat ja diese Lage selbst klargestellt, indem er kurz nach seiner Gründung unter dem Druck der zionistischen Mitglieder seinen ursvrünglicheti Namen „Vaterländischer Bund jüdischer Frontsoldaten" in „Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" änderte. Inzwischen sind auch in diesem Bund die nationalpolitischen Fragen aufgetaucht. Damit ist der .Bundesführer, der selbst unzweifelhaft ein d e u t s ch f ü h l e n d e r Jude ist. in eine eigenartige Lage geraten. Er hätte sich entschlichen müssen, entweder seine Tätigkeit auf den Geschäftsbereich eines reinen Kricgsteilnchmervereins zurückzuführen oder seinen zionistischen Mitgliedern mit srontsoldatischer Entschlossenheit den Laufpah zu geben und seinen „Reichsbund" wieder zu einem „Vaterländischen Bund" zu machen. Durch ständiges Aufschieben dieser Entscheidung, der schließlich doch nicht auszuweickzen sein >öird. ist er. sicherlich gegen sein eigenstes Gefühl. iiL eine Stellung hineingcglitten oder hinein manöveriert worden, die schließlich zu dem „feierliche n" Treu ege löbnis gegenüber der „R e i ch s v e r t r e t u n g" der j ü d i i ch n a t i o n a l e n Herren Baeck, Moses uiw. führen mutzte. i, Das Ergebnis der oben aufgezeigten Verzerrung des Führerprinzihs durch Anwendung auf-innerlich höchst ungleichartige. a u s d e u t s ch e n und u n d e u t s ch e n Elementen gemilchte Vereinigungen ist. das; jetzt auch innerhalb der Vereinigungen selb st eine Scheidung der G e i st e r e i n t r cj c ii in u h. Unter den zahlreichen deutschfühlenden Mitgliedern, die zur Zeit noch im R e i ch s b u n d jüdischer Frontsoldaten. in der Vereinigung für das liberale 2 u d e n t u r i und selbst im Eentral-Verein organisiert »i»d, herrsch: schon heute hellste Empörung gegen die Führer, die Hörige der Zionisten geworden lind "und auch die Geführten zu solchen in r ch c n wolle n. Diese Welle der Auflehnung Mini; und Mid endlich den in vielen Jahren der Trägheit ausgcspcichcrten Schutt hinwcgschweminen und das Feld freimachen für eine klare Gruppierung auch derer, die bish>r n u r M i t l ä u f e r waren. Wie diese Kläruiigsbewegung im- Einzelnen verlaufen wird, läht »ich nicht vonausiagen. Aber unverrückbar vorausbcstimmt ist die allgcincinle Richtung. Es muh endlich statt des ewigen Ziisamiiieiileimens ungleichartiger Elemente zu einer endgültigen und nicht mehr v e r t u s ch b a r e n Scheidung 'eulsch zu Deutsch, Fremd zu Fremd! loinmcin Rochmals: wir begrüben die Ghettogründung, die »ich heule noch „Reichsvertretung der jüdischen Landesverbände" nennt und! .morgen unzweifelhaft schon „Reichsvertretung der deutschen Juden" nennen wird. Der Verband n a t i o n a k d e » 1»ch e r Juden i st der e i n z.i g e jV e r - band, d^r weder unmittelbar noch mittelbar; u dicker „R e i ch s v e r t r e t u n g" i n B e z i e h u n g e n it e h!. Dieser unser Verband wird somit der Kriilallisalionsvunkl derjenigen Deutschj u d, e ii sein müssen, die es nicht dulden wollen, von den F ü h r e r n ihrer anderen, aus D e u t schinde» ii ii ib Frxindjud c n gemischten Verbände unter das zionistische Führet mit zwingen R c i ch s b u. den Liberalen abichütteln. Tritt >och geführt zu werden. Sic mögen ihre cjgcncn sich fortreihen und zu einer klaren Stellungnahme ^dics erhoffen wir in erster Linie von dein n d jüdischer Frontsoldaten und von —. vder sie mögen diese Führer gründlich diese Scheidung ein. so wird auch nach autzcn deutlich erkennbar, wieviel grüher' die Zahl der im Gefühl nanonaldeutscheii Juden, der Dcutschjudcn, ist. als die Zahl her .Kampfwilligen, die als Mitglieder unseres Verbandes feit mehr als zwölf Jahren im vordersten Graben stehen. Was übrig bleibt, mag der „R eichs- Vertretung" zulaufen. die dann die b e.r u f e n c Vertretung der F r e in d j u d e n sein wird. Wir hoffen, das; eine möglichst grohe Zahl dieser Fremdjuden den Weg gehen wird, den wir im ersten Teil unserer Betrachtung oorgezeichnet haben, den Weg nach Palästina oder in ein anderes möglichst fernes Ausland. Soweit aber diese lörp!crliche Abschichtuug aus irgendwelchen Gründen — cs mögen darunter sehr ehrliche und triftige Gründe feilt — nicht möglich ist, beginnt für die nationale Regierung die eigentliche Ausgabe. Zu lösen ist die Frage, wie die Fremdj u d e n . die in der „R e i ch s v e r t r e t u n g" ihr Organ finden. liefen den Deutschjuden, deren Organ der Verband n a t i o n a l d e u t s ch e r Juden ist, in den deutschen Staat einzuordnen sind. Die Antwort auf diese Frage kann nur lauten: llngleichschaltung. Das; die.deutsche Iudenfrage. gleichviel wie sch die Zahl dcr^ nock, in Deutschland lebenden Juden weitervermindert, n i ch t d u r ch Gleichschaltung l ö s^b a r ist. weih jeder, der jemals mit Juden der beiden Gruppen in persönlche Bcrührnng gekommen ist .und „die Juden" nicht nur aus Provagandaschriften kennt. — richtiger: zu kennen meint. Zwischen den beiden Gruppen der Juden liegt eine Kluft, die durch nichts zu überbrücken ist, weder durch privates Geschwätz, noch durch amtliche Mah^-. regeln. Es handelt sich nicht um „i n n e r j ü d i s ch e" Spielarten, es handelt sich auch nicht um Meinung s- 9

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