Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- Nr. 4 (Oktober 1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Jt & Einzelnummer 10 Pfennig; Herausgeber: Sefchäftrstelle de« Verbände« Berlin W 35, Blume«hof 9 und Si »riftleilnug: pr.:bl «irfirstobS» \2. 3a^rg /Ur. 4 Aar dein Inhalt Li«r j»»oj»hetifch«» Georg Schmerli ig — Der einzige Mrg: die Ongleicbrcbaltung! Ton vr. Max Naumann;iiuci Ereignisse aus letzter de» Weg zu einer befriedigender srage weisen. Die Ueber.;eugunz, und für absehbare Zeit richtunggebende Lösung des gesamte» deulschen Judenproblems nicht w sollte, besteht heute bei sehr angehörigen. mögen sie nichtjüd sein.— vom Auslande gar nicht wissen, dah diese Ueberzeugung rungslreisen geteilt wird und den jetzigen Ueberaangszustand nterhin hi rausgezögert werden Gesamtheit einschließlich der. dertschen Irden selbst tragbare Danerregelung überzuleiten. Ui ter diesen in t trachtet gewinnen die beiden nisse besondere Bedeutung. Der R e i ch s w i r t sch a f t Handlungen mit solchen Zionist« ».die eri st nem R u oder 1 g »den weil sie nicht nur alljüdisches E praktische Arbeit leisten, in er mungen über die organisierte sierende — Auswanderun an ge höriger jüdischen V Einzelheiten des Erlasses sind treffen wohldurchdachte Maß» politischen und autzenpolitischen unsere heutige Betrachtung politische Grundgedank Gedgnle geht dahin, solchen zur Juden, die den deutschen Stailb von wollen, ihr Vorhaben nach Mi glichkeit verständlich unter voller Wahrung der wir! chaftlichen Belange l d eu t f d eil s wärm t e. Juden.be> Wir begrüßen Deutschlands. Wir nationa grüßen diesen Erlaß au _ , es, datz Juden ins Ausland abwandern, dcren gefühlsmäßiger Zusammenhang mit dem deutschen Volk und der deutschen Erde nicht so stark ist. dah sie lseber in Deutschland und leiden, als in Palästina das .. essen wollen. Je entfernter dar Wanderung liegt, desto besser. nach Frankreich, England, Holland, der Sc Verband ualionalderrlscher Juden L. V. Gesetzentwurf von Aurt Nosenow — Stille Andacht von 1 Erklärung de» Verbände» zu» Zionisten.Resolution Zeit sind zu verzeichnen, die Lösung der deutschen Juden» datz eine v 0 l l st ä n d i g e zahlreichen chen oder ZU auch in haß man in emq s m i n i st hser nicht geln, di« Erwägun >en ist nur Bankkonto: Martin Schiff, Maren« Nelken & Sohn, Berlin W S, Zägerftr. 9 - Poftscheckc: Berlin Rn 111231 Oktober }955 I deutschen Staatsjüdischen Stammes redest. Wir glauben zu maßgebenden Acgiernstlich bestrebt ist, für die deutsckm Gesichtspunkte be- Eingangle erwähnten Ereighat nach zu nehmen Versrnd. eschwätz wachen, sondern auch 1 derlaß Bestimchtiger: zu organi scher Staats- 0 lks tu ns" getroffen. Die würdigen: sie beauf wirtschaftsder beruhen. Für national des.Erlöstes wichtig. Dieser Zeit in T eutschland lebenden den Füßen! schütteln erleichtern, selbst z l hungern asiatiich-etglische Gnadenbrot ausländ sche Ziel der Ab- Die bisheüge Abwanderung ' lmerika. elbst nach Italien, llowakei, nach Oesterreich und . hat bereits die Folge gehabt, da; die auch in diesen Ländern nicht unbekannte Abneigüng go,en gewisse Judentypen ge waltig verstärkt und zum Tei allgemeinerndem „Antisemitismu nach unserer Ueberzeugung auch Palästina für zuwandernde Juden kemeswens ein Paradies ist und besonders in Zukunft keines das mögen die ..deutsch-jüdischen _ ländern und Arabern unmittelbar ausnachen. Für »ns deutsche Juden ohne Bindestrich und ohnje angeborene Vor richtung zur Vaterlands-Auswech sein, wenn sich die Zahl der uli . weiz, der Tschechozu aus zesprochenem, ver- " gesteigeit worden ist. Das; die enl lische Kronkolonie sein wird.I ist bekannt. Aber Emigral ten mit den Engelung kani es nur erfreulich unoeufschen Juden in Dcutsäiland möglichst rasch und möglichst ausgiebig vernnndeit. Es trifft leider zu, datz heute auch' der eine oder andere gut deutsch fühlende Jude das deutsche Vaterland oeriätzt, weil er einfach die Verven verliert und die seelische Zähigkeit zum Durchhalten schlictzlich nicht mehr aufbringt. Das ist tief bedaueriich. aber zunächst nicht z>« ändern, und jedenfalls stellt diese Gruppe nur einen geringen Bruchteil der Äbwanderer dar. Die überwiegende Mehrlzeit besteht ans solchen „deutschen Staatsbürgern jüdischen Glaubens" oder, wie der Runderlah des Ministers hinsichtlich dieser Leute richtiger sagt, „deulschen Staatsangehörigen jüdischen Volkstums". die niemals wirklich Deutsche gewesen sind, und es ist für uns nationaldeutsche Juden ebenso wie für jede» anderen Deutschen belanglos, ob der einzelne Äbwanderer positiv zionistisch oder nur negativ undeutsch fühlt. Von beiden Gruppen werden leider immer noch viel zu viele i» Deutschland bleiben, zum Teil bleiben müssen, aber je weniger bleiben, desto gröber ist die Aussicht, dab die deutschfühlest den Juden schließlich mit ihren nichtjüdischen deutsche» Volksgestossen zu einer vernünftigen und gerechten Regelung kommen: Gerecht und vernünftig aber iitjjiur, wgs in eine geordnete Zukunft weist und nicht aus em-r-ringeor^neten Vergangenheit her den Keim zu einer neuen Judentcindfchaft in! sich ^lrägt. j Und damit kommen wir zu dem zweiten Ereignis, das k e!i n Deutscher, insbesondere auch kein deutscher Nichtjuhe. für eine „i nn erjüd i sch c Angelegenheit" halben darf, selbst wenn es auf den ersten Blick als solche erscheinen mag. Es gab früher eine sogenannte „Reichsoertretüng der jüdischen Landesverbände Deutschlands", die sich gern „Reichsvertretung der deutschen Juden" nennen ließ. Rach einer Mitteilung, die von der „Pressestelle" dieser sogenannten „Reichsvertret u n g'^erausgegeben wird, ist jetzt eine Umbildung oder Neubildung vollzogen worden. Die Erklärung läßt - absichtlich oder unabsichtlich — nicht klar erkennen, ob nur ein Wechsel der „Leitung" vollzogen oder an Stelle der bisherigen „Reichsoertretüng" eine neue und andersartige geschaffen werden sollte. Jedenfalls kann kaum ein Zweifel darüber bestehen, dab die neue oder/ „auf neu aufgearbcitele" sogenannte Reichsvertretung schleunigst ans Werk gehest wird, sich gegenüber d?r Oeffentlichkeit, insbesondere auch gegenüber der Regierung, als befugte Vertretung der gesamten deutschen Jndenheit aufzuspielen. ' _ ., Angesichts dieses Tatbestandes mutz es für jeden Drillichen aufschlußreich sein, wie sich diese sogenannte Vertretung zusammensetzt. An der Spitze steht em ZI 0 st i st i s ch e r Rabbiner, der nebenher ein „Liberaler" sein will: ein Zionist will « dem Namen nach nicht seist, aber seine jüdischnationale Gennnung ist allgemein bekannt, ufib selbst die marristisch-zioniituche Breslauer „Jüdische Zeitung" hebt hervor, dab dieser Herr l)r. Baeck zwar „bisher nur der Jewfsh Agency angehört Ott**» 1 j