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Der nationaldeutsche Jude · 1933-08-01 · Nr. 3 (August 1933) · p. Seite 6

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 3 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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wurde bald gezwungen, in diesen Legionen gegen Deutschland zu kämpfen. Ohne sich über die Konsequenzen recht klar geworden zu sein, wurde er rum Baierlandsverräter. Kann es nicht leicht auch deutschen Juden heute so ergehen, die glauben, die seelische und materielle Not in Deutschland nicht mehr ertragen zu können, und die deshalb heute als Emigranten ins Ausland gehen? -Es ist schwer heute für jeden, der. noch eine Lebensmöglichkeit in Deutschland hat. einen Stein zu werfen auf die. die mangels einer solchen Lebensmöglichkcit in ein fremdes Land ziehen. Es ist schwer. Kritik zu üben, da jeder Fall des Auswanderers anders liegt. Aber vergessen wir nie die Erfahr, die in der Tatsache der Auswanderung liegt, denn jeder deutsche Jude, desseit Familie in Deutschland seit Generationen lebt und der heute auswandert. könnte Argument für unsere Gegner sein, die bebak,pten. das; die deutschen Juden keine Deutschen s nd.. Da im übrigen unter den Auswgndcrern ein groher. Teil erst nach Deutschland eingewanderter Ostjuden ist. - die uns schon in Deutschland unsere Position!so unendlich erschwert baden. so -iit schon an sich zu befürchten, dasz diese Emigranten den Antiscmitis»n»ö in all die Länder hineintragen, ii; die sic einwandern, und das werdtjn früher oder später auch die deutsch-jüdischen Auswanderer verspüren. kl n s e r P e r b a n d steht unbeirrbar aut dem Standpunkt, das; die Stellung der-deutschen Juden D e u t > ch l a n d c r k ä m v f 1 w e r d e n kann, u unser u n b e i r r b a'r c sj Festhalten an naf deutscher Gesinnung die . g r ö ht e Sicherheit bietet, c i n it wieder die volle Gkeich!berech t i g u n g hier in Deutschland zu erhalten nur > n id -das; i o n a I - Ich will Ihnen jetzt einen Teil der von- Baterlu durchglühten Nede des Freiherrn von Lersncr anlgsi 16. Bundestagung der Reickisoereinigunq ehemalige gefangener hier in Hamburg wörtlich zitieren, und ich das; jeder von Ihnen, der ebeivo i nationaldeutsch wie ick. dieies Bekenntnis zu Dchtschland ohne unterschreiben kann: »dslicbc lsticki der Kriegs glaube, mpfindet Borbehalt. I und Heimat, nicht nur eigenem Willen. Das verpflichtet. Vom Vater zum Sohn und Enkel, jeder ein Glied, schaffend am ewigen Werden der Heimat." Das ist mit neuem Worten das. was u'itfcr Verband Nation aldeütscher Juden seit 1921 gefühlt und betätigt hat. Der Verband will Führer sein all den deutschen Juden, für die es nur eine Heimat gibt: Deutschland! Wir wollen durch Vorleben. Haltung und Gesinnung all denen wieder Mut machen, die durch die schweren Sorgen des Alltags irre an sich selbst und an ihrem Deutschtum werden. Wir sind sicher, dah so, wie für »ns ehxnzaligc Kriegsgefangene einst der Tag der Befreiung unvermutet gekommen ist, auch für uns national empfindende deutsche Juden der- Tag kommen wird, an dem wir als gleichberechtigte freie Bürger wieder Mitarbeiten können a?m Aufbau des neuen Deutschen Reiches. ..Wir sind ausgewachsen in festgefirgtcm ^ilaat, in ci"eui Staat von Sauberkeit, Pflichttreue und Tüchtigkeit. Wir sind herangewachsen in einem Reich, dessen Macht sich >"-'ite:e. Wir sind für dieses Reich ohne. Zögern im Voll bciit; un'crcr ganzen Kraft in den Krieg gczogni. bereit;» »erben. Kampf folgt auf Kampf. Sieg cut Sieg. Kamerad auf Kanierad bleibt liegen, stirbt den sTod' fürs Vaterland. 1ln-> abck packt das Schicksal, reiht uns aus der Front, aus Reib und Glied, wirrt uns hinein in Feindes Hand. Wie von dumpfem, unerhörtem^ Schlag getroffen, stehen wir da. Rur ganz langsam fasten wir. was geschehen iit. Drüben stehen liniere Kameraden in Kampf »nd Tat. hier stehen wir. verachtet: gehaht, gerangen. Wie Hohn klingt uns in den Ohren: „für Euch ist der Krieg zu Ende". Rein, der Krieg ist nicht für uns zu Ende, es beginnt der Kampf ohne Warten. Er ist schwer, viel schwerer als der Kampf bisher. -Allein auf uns selbst gestellt, ohne Befehl vpn -oben stehen wir da. Ohne Recht, ohne Schutz. Es gilt das-Leben neu an-' packen. Das Alte zerbricht, es fällt altes Hohle. Acuhere von uns. cs fällt das Trennende von Klasse, Besitz und Beruf. Kein Name. kein Abzeichen gilt, es gib nur der- Kerl, der ganze Menich. Dem gibt man die Z and, dem vertrant man. an ihm lernt man, .dah 'Führen über Befehlen steht, dah Führen Vorlehen hciht. Es gilt, aus dem Nichts heraus Unterhalt und Arbeit zu schaffen. Da hilft kein Nörgeln,, kein Kritisieren, da hilft kein „Nein", da hilft.nur das bejahende Zupacken und Schaffen. Da wird vertiefte Frontgcmeinihaft. An der.'Front 'entscheidet letztlich die Waffe, das, G,wehr. der Degen, die Handgranate. Der Gefangene, I;at keine Waffe, er hat nur eines, seine Haltung. Wo >er. Mann wie die Mannschaft im Lager vor dem Gegner ccradc und aufi echt dasteht, oft stumni und wortlos, ' da linkt die Waise, da weicht der Hah. Denn nichts ist feiger, als den wehrlosen Mutigen zu schlagen. Deutschland geht den Weg innerster Erneuerung. Wir woklcn mit ihm neu werden. Wir wissen, Worte iind nichts, Gesinnung ist alles. Wir wollen die Gemeinschaft, in der jeder gleich geachtet ist, der seine Pflicht tut. Wir wollen die Gefolgschaft, in der jeder freiwillig gehorcht. Wir wollen die Führung, die schlicht und. gerechn ist. Dnd wir geben in den Kampf um neues deutsches Leben als Vermächtnis von 165 000 toten kriegsgefangenen Kan.-raden ihr und unser Bekenntnis:. Jeder von uns ist geworden aus Boden und Gestalt d^r Heimat, jeder gewachsen am ^Denken und Fühlen derer, die, vor uns waren. Was einer ist. was einer hat. was einer kann, dankt er Volk Büdicirmfor Lacbmann „Hoc, klingt das Lied vom braven Mann." Dieser Büchcrrei isor. der es aus unbestechlichem nationaldeutschem Empfirocn heraus wagte, als „kleiner" jüdischer Sachverständig:! den mächtigen Persönlichkeiten des „Snstems" entgegeiizutr'te». der sich nicht damit begnügte, die schon auf der Anklpgebank sitzenden ostjüdischen Schieber zu entlarven, sonderstl unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit den Kampf gegen die jetzt natürlich im Auslande sitzenden - - einfluhrcichen t Hintermänner «Staatssekretär Weismann. Justizrat Werthquer! u. a.» unternahm, der wegen dieses deutschen Kanzpstzs Natürlich als lästiger Querulant behandelt wurde, sein Vermögen verlor und schliehlich auf Betreiben der „Snstemgröhen" sogar seines Amtes als vereidigter Sachverständiger beraubt wurde. -- er hat mehr für die deutsche Zukunft der jüdischen Deutschen getan, als Hunderte von Zeitungsschreibern, die mit emsigen Federn „für Deutschtum und Judentum" wirkten, dabei aber viele Jahre hindurch vor jedem marristischcn oder kommunistischen Korruptionsförderer uichtjüdischen oder jüdischen Stammes den damals zweckdienlichen Kotau machten. Bucherrevisor Philipp Lachmann hat in diesen Tagen die Genugtuung erlebt, das; er in sein Amt wieder eingesetzt wurde. Er hat aus diesem Anlab zahlreiche Glückwunschschreiben erhalten, darunter solche von führenden Nationatsozialisten. die ausdrücklich anerkennen, dah hier einem Gerechten endlich Gerechtigkeit gewährt worden ist. Wir .schlichen uns diesen Glückwünschen an. und hoffen, in einer - spätercii Nummer unserer Zeitschrift aus der Feder des Herrn Lachmann selbst einen Aufsatz über aufschluhreiche Einzclk eiten seines Kampfes ums Recht veröffentlichen zu können Deutsche Iuäen in Oesterreick Ei!, Satz, der in dem Aussatz unseres Mitarbeiters Erich Grügau in der Mai-Nummer unserer Zeitschrift enthalten war, ,ist von dcutschqesinnten Juden in Oesterreich mih verstände» worden. Wir legen Wert darauf, dieses Mih Verständnis nicht bestehen zu lassen. Es gibt in Oesterreich natürlich wie in Deutschland Juden von völlig verschiedenen Gefühljsrichtungcn. insbesondere gibt es nationaldeutsche Juden, die aus alteingesessenen Familien der deutschsprachigen Gebiet, stammen und deren Vorfahren seit langer Zeit im deutsche,, Kulturkreise lebten. Schon in unserer Verbandssatzung von, Jahre 1-21 haben wir dieser Erkenntnis Rechnung getragen, indem ^wir Deutschösterreicher jüdischer Abstammung für auf »ahmetähig erklärt haben, wenn sie im übrigen den Anforde rungenl die wir an unsere Verbandsmitglieder stellen, ent sprechen. Es ist Herrn Erich Grünau natürlich nicht ein gefallen, von diesem Grundsätze abzuweichen. Wenn er z> erkennen gab. dah es vom deutschen Standpunkte nicht er wünscht iit, die Gesamtheit der in Oesterreich lebenden Judenjz, „schlucken", so dachte er selbstverständlich-nicht an die iji -Oesterreich ansässigen nationaldeufschei Juden,:, sondern in erster Linie an die dort besonders zahl reich vertretenen Ostjuden, Jüdischnationalen uni, an jenje! „Zwischenschichtler", die es in Oesterreich leider sn gut — oder so schlecht — gibt, wie bei un^. nur dort mi der Spndererscheinung. dah diese Zwischenschicht in Oesterreic» auch no«i zu einem Separatismus neigt, der gerade in unsere Tagen vjom deutschen Standpunkte aus besonders bedenklich if r

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