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Der nationaldeutsche Jude · 1933-08-01 · Nr. 3 (August 1933) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 3 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Bleibt Deut ehe! Von <5rwfn debaefer (Hamburg) Hamburg ende Mein letzter Vortrag vor d r Ortsgruppe mit den Worten-s Wo Dir Edttes Sonne zuerst scheint, wo Dir bio Sterne des Fimmels zuerst leuchten, wo das erste liebende Auze über Deines Wiege weilte da ist Deine Liebe, da ist Dein Vaterland! Und seien es kahle Felsen und öDe Infc4n. und wohnen Not und Eiend dort mit Dir. Du mutzt das Land ew g lieb haben! und ich fügte hinzu: ^.An siesem Ewiglieb-haben scheiden sich die Geister der vershiedenen jüdischen Nichtungen." In der Zwischenzeit haben viele deutsche Juden in Auswirkung der gesetzlichen Bcstim nungen schwere materielle und fceliTdjc Sorgen über sich ergehen lassen > müssen. Es sind schwere Prüfungen, die wir deutschen Jgden lzeute durchzumachen haben, undes er ordert sicher die allergröhte Charakterstärke jedes einzelnen, sich trotzdem auch heute vorbehaltlos zur deutschen Heimat iu bekennen. Dieses vorbehal tlose Bekenntnis zu Deutschland ist und bteibt aber die er te Voraussetzung, die erfüllt sein stiuh, um die Gleichberechtigung mit den anderen deutschen Bürgern zu fordern. Das alte lateinische Sprichwort: „ubi |henc, ibi patria" hat längst seine Berechtigung rcrloren. Heute kann nur d>r als Bürger seines Vaterlandes gelten, der ganz besonders in den schweren Zeilen, die s über sein .Vaterland herei ngebrochen sind, den Beweis feiner vaterländischen Gesinnu rg erbracht Hot. und ich glaube behaupten zu dürfen, datz alle nationaldeutschen j Juden in den schweren Zeilen seit 1914 bis heute diesen Beweis ihrer vaterländischen Einstellu rg Deutschland gegenüber erbracht haben.! wobei ich un er nationaldeutschcn Juden selbst! erständlich nicht nur die Mitglieder unseres Verbandes bezeichnet mochte, sondern Ine vielen deutschen Juden, denen ihre nationale Einstellung zu Deutschland eine Selbstverständlichkeit gewesen ist. Unser Verband, unter Leitung seincs Gründers uid Führers Herrn I>r. Mar Naumann, lat schon im Jabre 1920 21, also zu einem Zeitpunkt, an dem jede nation rldeutsche Einstellung sowohl bei vielen Ariern wie Nichtariern als verdächtig, zum mindesten abee als unzeitgemätz betrachtet wurde, diese nätiopaldeutsche Parole ausgegeben, die heute in ganz Deutschland als etwa, ganz Selbstverstä idliches angesehen wird. Apgeslemdet v,m arischer und nichtarischer Seite, ist unser! Verband unbeirrbar seinen Aeg gegangen. Es haben sich nur wenig tausend Menschen dem Verbände angeschlossen. Sichet wäre e< besser gewesen, wenn unsere Ideen in deutsch-jüdischen Kr isep einen sehr r iel gröberen Widerhall gefunden hätten, denn! dann wären unsere Hauptprogrammpunkte vielleicht doch schon damals duichgesetzt worden, nämlich das Verbot d r Einwanderung von Ostjuden, die Zurückhaltung deutscher Juden bei Annah ne besonders erponierter Stellungen in Negierung und öffeiit lichem Leben und die Erziehungsarbei der deutschen Juten in nationaldeutschem Sinne. Aber wir wollen nicht mit Der Vergangenheit rechten, sondern wollen »ersuchen, heute gleich gesinnte Freunde um uns zu sammeln ind so eine Plattfo an zu schaffen', von der aus auch heute npch der Einbau ter deutschen Juden in das neue deutsche Reich sich ermöglichen lätzt. Unser Verband will Führer und Sammel punkt sein für alle die. die trotz all dem Schweren, das über lins h e r e i n ge b r o ch e n i t. unbeirrbar durch Freund und! Feind sich m Deutschlandbekennen. Es wird aüch für uns Nation il deutsche Juden ganz bestimmt einst >erj Tag kommen, rn dem wir, wie es in Ungarn und Italien geschehen ist. wein wir uns weiterhin vorbehaltlos zu unserem 'Vaterlande Iie kennen, wieder als gleichberechtigte Bürger aufgenomncn und behandelt werden und mithelfen können am Aufbau des neuen Deutschland. Wir wollen weiterhin glauben an das niemals widerrufene Wort unseres Reichskanzlers, dast. die Juden in Deutschland so behandelt werden, wie sie sich der nationalen Regierung äegenüber eiast eilen. Wir glauben, datz dieser Augenol ck kommt, und datz auch für uns deutsch fühlende Juden der! Tag kommen wr d. an dem wir uns wieder freuen werden. Deutsche zu sein und geblieben zu sein. Mir persönlich kommt der heutige ob ich dieses alles schon einmal erlebt ha mit dem Früher ist mir in den letzten T> wieder in Erinnerung gerufen worden vaterländische Kundgebung der Reichjsve Kriegsgefangener hier in Halmburg zu der man mir eine Ehrenkarte ibe.. von dem Führer von uns lehemaligen Herrn Freiherrn von Lersner, der Zustand, in dem heute Deutschland dem Auslande gegenüber sich befindet, verglichen mit unserem Erlebnis der Kriegs, >efap!,enschaft. und jich & > stand so vor. «>ls e Dieser Vergleich ,en ganz besonders »rch die machtvolle nigung eh'malster i dieser Tagm g. gndt hatte, wurde Kriegsgefangenen. ..i— empfinde wieder die Lage von uns deutschen Juden innerhalb Deutschlands ebenfalls sehr ähnlich mit unserem Krieäsgefangenenerlebnis. Ich will Ihnen nachher einiges aus der herrlichen Rede des Freihekrn von Lersner vorlesen, so dtrtz auch Sie selbst sich darüber ein Urteil bilden können, ob ter Vergleich der Kriegsgefangenschaft auf uns Deutsche' d m Auslande gegenüber und auf uns deutsche Juden gegenül er Deutschland zutrifst. Wie oft wurde den Oberschlesiern, den Elsatz-Lothringern. den Schleswigern mit glühenden Farlen ausgemalt. wie vorteilhaft: es für sie wäre^ ln' polnisch, elsässische oder dänische Legionen einzutreten. Liest sich , in Kriegsgefangener von diesen Sirenengesängen betören^ dann wurde er allerdings frei, wurde glänzend verpflegt, aber i ,cr m ils sie nd aus > 6cko äer Presse i Der Verbandsführer Dr. Mar 91 a u nt a ti» ist von her Redaktion der in London erscheinenden Zeitschrift „Tlie Invöstiftator" aufgcfordert worden, einen Aufsatz »her „D i e deutschen Juden im neuen Staat . schreiben. Der Artikel ist unter der Uebc-rschrist „The (ierman Jews in t sie New state", in Nr. 8 Zeitschrift erschienen. Ein ausführlicher Auszug aus d Aufsatz ist von der „Nationalsozialistischen Part Korrespondenz" abgedruckt worden:.die Einleitnngssitze des Abdrucks würdigen die Ausführungen Dr. 'Naumanps L,~ „äutzorst interessant" und -„um so beachtenswerter", als „von^ prominenter jüdischer Seite" stammen? Längere kürzere Auszüge aus dem „Investigat»r"-Artikel und einer! P rotesterklä ru > g . die wir gegen deu ts feinDliche Betätigung jüdischer A u s w a n d e r erlassen haben, sind in einer ganzen Reihe nationc Zeitungen abgedruckt. Wir nennen die Deutsche Tage zeitung, den Tag, den Deutschen, den Berlin Westen. die Berliner Börsenzeitung Münchener Zeitung. die Niedersächsischc Tageszeitung, den pk. S. -Kurier (Stuttgart), West sächsische Zeitung (Chemnitz), den Lüde scheider General-Anzeiger, den Generc anzeiger (Stettin).! Unsere Protest erklär» gegen das irreführende Gebaren der sogenannten „R e i ch Vertretung der deutschen Juden" ist im Stak Anzeiger für Köln und Umgebung abgedrrckt. Ein Aufsatz „Rasse und Recht" von Dr. H»i Branweiler in der Kreuz-Zeitung vom 6. Aucust 1933 beschäftigt sich in ausführlicher und zustimmcn )er Form mit unseren Bestrebungen. De. Brauweiler h:bt hervor, datz unser, Verband „nicht erst seit heilte, sondern seit dem Schicksal! des deutschen Zusammenbruchs" dem Zionismus „mit erklärter Feindseligkeit entgegensielst": er führt einen Absatz aus Dem in der Juli-Nummer unseres Blattes abgedruckten Aufruf „Entweder — oder!" an und fährt dann fort: „Wer 9liaumann kennt, Z>er weih, datz es er ch-' e r Icr s e r die die n - l - M st. ter Ser lnsllandie s ihm mit solchem Geständnis zum deutschen Volkstum heilig Ernst ist, und nicht anders ist es mit vielen seiner Stamstlesgenosken, die auch heute noch mit Heister Liebe zum deutsc>eii Volke gehören wollen." Der Aufsag gipfelt in der Fpst stellung. datz „die Rechtsordnung" (zum Unterschiede von „strengen Rassentheorie") eine Grenze ziehen und damit erkennen mutz, „datz für die späteren Generationen diev kommene Verbindung mit dem deutschen Volkstum genommen wird". Den Weg hierzu sieht Dr. Brauwe lcr — wie wir selbst — in „der Tatsache des nationstlpolitischen Erziehungspozesses. der durch Folge der Generationen geschieht".' " In einer Broschüre „Deutschlands Kampf die abemdländische Kultur.", die zeigen will, es zu der Entladung des Unwillens und der Empörung deutschen jVolkes gegen die jüdische Vorherrschaft gekommen ist", wird unter ausführlicher Angabe ein zu Anfang 19 in unserem Blatte erschienener Aufsatz, in dem wir gegen gewisse „von Juden für Juden geschriebene Zeitunzen und Zeitschriften" wenden, zitiert. Dann folgt der Zuptz: „Leider ist jener Verband zu gar keinem jE flu st gelangt." Wir können diesen Worten nur beipflichten und kennen auch sehr genau die Gründe, aus denen man uns, Verband früher verhindert hat. zu matzgebendem Ein zu gelangen. Im Interesse der deutschfühlen t Juden, die «ine deutsche Zukunft woll hoffen und erwatrten wir. datz es u wenig st ens jetzt gelangen wird, di esen E > n f I u r .toie des trotzäller nochimmär de st eh enden Widerstände zu erreichen. n ■ wir ren lutz e n n. ns utz 5!-

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