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Der nationaldeutsche Jude · 1933-08-01 · Nr. 3 (August 1933) · p. Seite 3

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Nr. 3 (August 1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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dir „3udeiv]Hazi< Seit der Gründung unseres Verpcndes, dem ich 12 Jahren angehöre, haben unsere Poischen Gegner andere sogenannte Deutsche, die sich stete auf den sogenannten „Boden der Tatsachen" stellten, uns ld imit „herabzusef versucht, dah sie uns nicht „nationaldeut e". sondern „deu schnationale" Juden nannten. Das erfchim ihnen als zweck mähiges Mittel der Verunglimpfung, In sind diese Leute dazu übergegangem den letzten Monnten »ns „Juden-Na>is" zu nennen. Das soll wohl der Gipfel der Beschimpfung Es ist nicht , das erste Mal im Laufe eine als Beleidigung gedachte Bezeichn wurde. Wir nationaldeutschen Jude; dem eigenen deutschen Gefühl gcfolg keinesfalls als Kränkung, wenn ma ing zuM Ehrentitel fozialisten gleichstellt, obwohl die Nationalsozialisten heute die im übrigen mit noch nicht so weit sind, auch Iden Juden, ihnen übereinstimmSn, volle! Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. SQir haben uns 14 Jghrc hindurch in unserem Detjtsck tum nich irremachen lassen tznd werdqn nicht tun. - , Während der 14 Jahre, gehörte 13 aller Oejfentlichkeit zu bekennen, das; mar mit dem damaligen Regime nicht einverstanden war. und wir aufgebracht.. Ich nehme mir Vas Recht, nich selbst als Beispiel seit »nd der Geschichte, die wir stets sind, empfinden en" cm. das, uns den National nnr es es auch in Zukunft vilkourage dazu haben diese Kourage Bcrbandsmitglie» in zführcn könnte. Ich in Staate ausdrücklich beität gt tzell Uni und solch> deutsche Zersetznngsfaktoren diffamieit ginge es heute den wirklich nationaldefi Wie wenig auch heute noch die deutsch und den Weg der natioimlen Revoli geht aus ihrem Vereinsblatt, der hervor, die immer noch für alle Arier Antisemitismus bildet und die fälschlich deutschen Antisemitismus eine Art Rationalismus entgegensetzt, irgend Deutschland erreichen zu köNnen. Uebriäe bei ihren Anbiederungsversuchen an MiiM für „autonome Kulturrechte" mit g bereits der Stuhl vor die Tür gesetzt w etu a r I habe, hat wohl mutatis mutanclis jedes Verbandsmitglied und darüber hinaus mancher andere deutschgesinnte Jude erlebt/ Wer ein Deutscher sein wjll, muh sich freuen, wenn seine Gesinnung erfüllt wird, auch wenn es ihm selbst dabei nicht zum Besten ergeht. Wir nationaldeutschen Juden halten auch heute an unseren Ueberzeugungen fest, und wir sind auch davon überzeugt: dah die anderen Deutschen in nicht ferner Zeit einschen werden,' wie. wenig die jetzige Hand? habung der Judenfrage unserer Gesinnung und ihrem eigenen Gerechtigkeitssinn, an dem wir gleichfalls nicht irrewcrdeir. entspricht. . l>r. B. W. i Hcbtung t Reichs ftapelei! anznführl n: ich weih, dah jedes andere gleicher Weise 'seine eigenen Erlebnisse atz_ _ habe in meinem Beruf viele Zurücfsc Hungen und Unannehmlichkeiten hinnehmcn müssen, weil ick an den alten Farben Schwarz-Weih-Rot fcsthielt und sie isb -ra!l zeigte, wo ein Anlah zum Aufziehen einer Flagge wa». z. B. bei der zweiten Hindenburg-Wahl. hei studentischen An zügen, zu deneg ich mein Auto zur Verfügung stellte, usu. Eine Reihe von alten Patientinnen — ich bin Gynäkolog' — hat mir danals entrüstet schriftlich und mündlich die Tieue aufgesagt, aber ich häbe lieber diese Schädigung hing, nommen. als meine Gesinnung zu verleugnen. Die damals von viel zu riclen Juden gelesenen— und zum gröhten Teil geschriehene; Demokranen-Blätter waren in meinem Hc use verpönt, tro;dem oder gerade weil sie sozusagen Regierungsblätter wrrcik. Das gleiche gilt von den'Produkten geu isser Literaten. >ercn Werke vwr einiger Zeit öffentlich verbrc nnt wurden. Schon vor ungefähr 13 Jahren habe ich ein?r oiclgelesenen und. als rechtsstehend gellenden Zeitung einer Artikel eingesandt, der sich »egen das Reisen ins Ausland und gegen den Verkehr mit solchen Ausländern, deren Truppen »amais noch deutsches Land besetzt hielten, anssprach: die Ztzi ung hat den Artikel als „für! die Veröffentlichung unmöglich" zurückgcwicsen. Das gleiche Schicksal erlitt ein anderer Ärtikü. in dens ich gegen den Pazifismus zu Felde zog und eine nilitärischo Erziehung insbesondere der akademischen Jugend, empfahl. Wenn ich mich gegen den Kauf ausländischer sll aren tPilsner Bier, französische Parfüms und Seifen, amer kanische Autosl aussprach, begegnete ich lebhaftem Widersrruch selbst in solchen Kreisen, die sich „national" gebärdeten: In der Organisation der Berlintr Aeriteschaft habe ich die Aemter. zu denen ich gewählt wurde, stets, wie - ich genau i; r «eih. dem Vertrauen meiner nichtjüdischen, nicht meiner jüdiscien Kollegen zu verdanken gehabt: wenn ich mir bei einet Neuwahl Mühe gab. mehr nich^ühische Kollegen in Vorstanvsämter zu bringen, wurde ich^.Mn jüdischen und linksste.k enden Kollegen gefeindet, "-r Dah der Nationalsozialismus beruf:n war. eine grundlegend« Aenderung der Verhältnisse jn Deutsckland herbeizuführen. habe ich schon vor Jahren erk innt. Meine L Inder sind von mir in diesem Geiste erzogen, (is war meinem? wölfjährigen Jungen nach der nationalen Erhebung nicht leicht beizubringen, dah er nunmehr den liiruh. der inzwischen wieder als „Deutscher Eruh" amtlich eingeführt ist. nicht weiter anwenden dürfte, um sich nicht Mihdeutungen a»szusetzen. Ich wiederhole nochmols: Was ich (Hier von mir erzählt In gewissen jüdischen Kreisen ist cs jetzt die grohe Mode, sich gegenüber der Oeffcntlichkeit und gegenüber den Behörden als „Reichsvertretung" aufzuspielcn. Der Zweck der Hebung ist unverkennbar: es soll der Eindruck erweckt werden, dah die sogenannte' „Reichsvertretung", befugt sei. für die Gesamtheit der dciitscheu Juden-« zu sprechen. In Wahrheit handelt essich um SchcinaiMdungcn. in denen nur Z i o ii i ft f n und Zwischen schichtlcr. natürlich unter dem mahgcbendeu E i n f-l n h hrr beteiligten Z i o n i st e n . Zusammenwirken: für Kenner der innerjüdischon Verhältnisse ist ohne weiteres ersichtlich, welche Verbindungen von den „Reichs"-Organisatiouen zu denselben Vereinigungen -laufen, deren deutschfrcmdem und zum Teil äusgcsprochcn deutschfeindlichem Verhalten die Gesamtheit der deutsche» Juden ihre heutige. Lage zu verdanken hat. ' Das Musterbeispiel für diesx Form der Tarnung stt die sogenannte „Reichsvertretung der deutsche!» Juden", die unter dieser irreführenden Bezeichnung mehrfach in die Oefscntlichkeit getreten.ist: auch in-dem Werbcaufrüf des famosen „Kulturbunds deutscher Jude n", deisfn wesentlichelZweckbestimlnung die Gründung eines Ghfttotheatefs ist, wird fie wieder als „Reichsvertretung der deutschein Juden" bezeichnet. Auf dringende Aufforderung unseres Verbandes hat diese „Reichsvertretung" jchliehlich« bestätigt,-das; ihr eigentlicher Name „Reichsvertretung der Jüdischen Landesverbände Deutschlands" laute. Selbst dieser „offiziell) ‘ iliache läuft jedoch immer noch auf eine Irreführung hinauf, den» von den Nichtjuden, die diese Bezeichnung lesen, weih: natürlich kaum einer, dah die sogenannten „Jüdischen Landesverbände" tatsächlich nur Verbünde der Synaaogcn- Gemeinden sind, die sich nach .gesetzlicher Vdrschrjft lediglich mit Angelegenheiten des jüdischen. Kjult us gnd »fit Humanitären Dingen beschäftigen dürfen, jedoch nicht! befugt sind, in national politische Angelegenheiten cinziigrcifcin. Ein weiteres sehr aufschluhrciches Beispiel ist der sogenannte „R ei i ch s a u s s ch n h der jüdischen Iuuend - verbände", der mit der sogenannten „Reichsvertretung" zusammenhaust, von dem jüdischnationalen Vorstandsmitglied des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Hyrrn l>r. T i e tz geleitet wird und durch seine irreführende Benennung in Verbindung mit dem persönlichen Verhalte» seines Leiters den Eindruck zu erwecken versucht, eine Gesaintoraanisation der jüdischen Jugend darzustellen, obwohl natürlich die deutschfüh lende jüdische Jugend es weit von sich weist, durch Herrn Tietz und feine Hsntetmänner geführt oder vertreten zu w.erhen. ' Alle deutschfühlenden Inden, -gleichviel ob“Um.b! iuo sie . organisiert sind, haben ein dringendes Interesse daran, dah dieser- „Reichsstapelci" durch weitgehende Aüf- > klärung der Oeffentlichkeit ein Ende gemacht und nicht b e i i unseren n i ch t j ü d i s ch e n deutschen Volksgenossen die Meinung erweckt werde, die Ee - samt heit der deutschen Juden sei damit ein-! verstanden. dah Zion/st en und Bund es - genossen der Z i o n i st e n i h r e Führer spiel em.! I Elemente, als anti- — wahrscheinlich tschen Juden besser! Zionisten de»! Sinn liabc». ch.iu". ion begriffen irdischen Runds eine Fundgrulw des glaubt. indem s e dem jpdischen antide litschcn s für die Juden in ns ist diesen terien und Be jörde» ebügender Deuslichlcil irden. > Wasdie italienischen Juden anbelangt, so wird es n diesen Hinweisen nicht wundernehmcn. dah diese es überc stimmend abgelehnt hatten, sich einer internationalen jüdischen Boykottbewegung gegen Deutschland anzuschliehen. Auch ist niemals in Italien durch Presse oder im Geflüster von Ohr zu Ohr eine Greuelpropaganda gegen Deutschland betrieben worden. Kurzum, der itälienische Jude ist weder international. noch liberal, noch Zionist, sondern national, italovölkisch und faschistisch. Unh deshalb ist er. in Italien „Volksgenosse".- nicht nur „Staatsbürger". Deshalb auch ist Italien für deutsche Juden ein Vorbild in seinem Mangel an Antisemitismus. Rur -muh dieses Vorbild von vorn, nicht von hinten, nicht nach der Wirkung, sondern nach der Ursache betrachtet werden! 1 I tuiuLi 4 " 'iLai

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