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Der nationaldeutsche Jude · 1933-07-01 · 2. Sondernummer (Juli 1933) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
2. Sondernummer (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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JVntglUdev! Verb eitet u Zu beziehen chr Mitteilungsblatt „Der nationalLteurfeke Jude" von der Geschäftsstelle des Verbandes, Berlin W 35, Blumeshof 9 Alles, was Sie ehemals an gehabt haben, ist »»vergesse» bei vergessen bleiben. Sagen Sic den Ihrige» einer II. Sehr verehrter Herr I> feinfühli! mir uti . T ger ffiiilf für mich d wird immer un- Grus; Po» mir! Ihre E. v. SW. be) Ich habe sehr tragsabend durch cinefi gehindert war. in der zwar nicht weil ich als irgend etwas wesentli weil es mir förmlich die ln der Diskussion Nach meiner Meiner nnd sich selbst arn be ein Teil, um zu bekur hatte, ein anderer abex, in sich gehe. Dieses Gefühl ha nicht aufgebracht. M in der jüngstest Bergan Kreisen des Zentralve Glaubens in öffentlich er habe sich stets als sich in seinem Bekenn übertreffen, dann kann auert. das; starken L> Diskussion Nichtjude hes hinzu.;» ruf den zum Barschst ng hätte di ten geehrt, den. das; um zu zeit Raum ich an t. tim! z l I tröhrenkn >as Woyt Ihrem etzen gel en brar in kam Versal wenn si en. das; heut nun leider enn sich genheit ge! reins deutl er Berfa inch deutscher tnis zum man auf der erst e noch. Hetzen ist. her St> lung ht Patriot Peutschtii viel Als Auslandsdeu^scher habe ih mit klopfendem Herren all die Ereignisse der lohten Zeit, aus Zeitung und Radio, miterlebt. nnd fand ist mir einen Wirbel ‘ i er Gefühle. Freude! j und Zorn. Stolz u»d Scham. Glück i;d Schmerz. Der Deutsche in mir konnte den Iudsn nicht vergessen, der Jude! nicht aushören Deutscher zu sein. Zehn Jahre wostße ich in Italien, zelft, Jahre lang habe ich als Pionier der j deutschen Wirtschaft in diesem La»de gewirkt und glaube, als ehrlicher Kaufmann meinem Vaterlande zur Ehre gereicht zu haben. Un > immer. wo das Gespräch mit meinen!italienischen Freundin auf Deutschland kam und sie mir ihrje Sympathie für „h üermania“, für das deutsche Volk. «Ursprachen, schlug meist Herz schneller nnd froher. Aber ich blieb auch Jude un) nahm! Kontakt am Leben der italienischen Glaubensgenossen. Und jniedernni ward mir ein Quelt der Freude, erschlossen, als ich sc h. das; selbst heute noch die vor 4—5 Jahrhunderten von o mischen Juden ge gründeten Gemeinden in Italien.— Triefte, Görz. S. Daniele. Venedig. Padua, uns» viele anyere — ,ie Erinnerung an Ahrem letzte» Vor-! tarrh leider daran zu ergreifen, und! prächtigen Vortrag! abt hätte, sonder» ntc. den Ansichten, entgrgenzutreten. ulung ihren Ncdner geschwiegen hätte, res nicht zu sagen nan sich schäme und Diskussionsredner nach all dem. was ein Herr aus den tsbürger jüdischen nstellt und erklärt.?fühlt und er lassf n von niemandem nungslosigkeit mir 4H, antworten, das habe, was cs Volkstum überki das; er seine halte. Die elemenit sich, mit desondp Vergiftung gew, i» unser Volk leider in starkes» Einstellung kann Vortrag im nicht anders als Hier mul; frggen, warum nicht gegen dies haben, ja war;, diese Literatur, So einfach Lippenbekenntn Bescheidenste Falle für die (ri zum mindesten nicht gegeben richtige Einstel Ihnen, sehr v zum Ausdruck Mit verb er anscheinend bis heute noch nicht ersaht nit diesem Deutschtum, was cs mit deutschem lmupt für oiiic Bewandtnis hat. oder aber, uhörer für! allzu'naiv und gedächtnisschwach i in are Entrüstung der nationalen Erhebung hat rer Erbitterung gegen die geistige BiMinenstndt, die von den sogenannten Asphastlitcraten getragen würde. Deren Repräsentanten sind >; Ausmah l Juden gewesen und ihre geistige man. wie ss Paul Fechter seinerzeit in einem erbande Nationaldeuts.cher Jtzden getan hat. undeutsch, ist ials antideutsch bezeichnen, man den patriotischen Diskussionsredner doch denn seine Gesinnungsgenossen sich seinerzeit Litfraturprjodukte und ihre Verfasser gewandt i gerade die ihm nahestehende Grotzstadtpresse strötzen förmlich hochgepäppelt hat. liegen die Dinge doch nicht, das; man mit eiifem s alles vergessen machen kann, was' gewesen ist. it und stille Einkehr scheint mir im vorliegende» sinnuNgsgenofsen des Herrn Diskussionsredners ein Gebot der Klugheit zu sein, wenn er ihnen t, rein gefühlsmätzig in dieser Lage die einzig ung zu finden. Es war mir ein Bedürfnis, rehrter Herr!l>r. Nastmann. diese Gedanken z» bringen. ifidlichster Empfehlung bin ich Ihr stets ergebener . B r u n o iS ck> w a n . Bürgermeister a. D. Ee e! it 6in jückiscker LeutlcKen in Italien fenreibt? bei den Gebete». >i („Almemor" im »kamen (tvlkvsco. Deutschland festhallen: deutscher Nitus deutsche Bauformen in den alte; Tempejl Mittelpunkt» und viele, viele deutsche lVforpurso. Luzzattd usw. usw, ». Man bedenke, wie verschwinsend kleist die aus wenikicn hundert Familien bestehende jüd sche Grur ve in Norditalien war. um diese Anhänglichkeit an das alt? deutsche Vaterland voll zu würdigen! „ . Bin icharlso mir klar und einig darüber, dast ich Deutscher bin in allem Denkest — und ums mehr ist. in allem iitv bemühte» Fühlen —, so warfen die Wogn der Nevolution dies mein Deutschsein gegen mei re ebenso aufrichtige jüdische Tradition. Und mit Neid sak ich auf meine Glaubensgenossen in Italien, denen beschi den war! ihrem italienisäieil Volkstum im faschistischen Staat, unabhängig von ihrem Judesein, mit gleichem Eifer un , mit gleisten Ehren dienen zu können wie ihre christlichen Mitbürger!. Unter Mussolini strömten Tausende von Juden ir die Pa tei. in die Miliz. Juden sind Generäle, faschistische Ministe: (Jung» nnd zu hunderten in subordinierten Stellen. Und doch bieten die Revolution in Deutschland und ihre antisemitischen Schattenseiten auf einem anderen Gebiete Parallelen auch zu Italien und den eisten Jahren des Regimes Mussolini! Und zwar muhte Muss >lini damals gegen den von der katholischen Kirche und ihrer Partei (Pactito Populäre) gegm ihn örgamsierten Widerstand kämpfen. Und dieser Kampf ging nicht mit!Glacehandschuhe» vor sich, sondern wurde revolutionär mit revolutionären Methoden geführt, katholische Binde wurden verboten. Fronleichnamsprozessioiic» durch Polizei verhindert, Priester in Haft genommen oder zur Flucht ins Ausland gedrängt, in der Presse der Partei verhöhnt und verspottet.... Aber in len folgenden Jahren mit dem Erstarke» des Faschismus wandelte Mussolini diese Haltung in grandiosester Weise. und du ich den Latcranvertrag mit dem Vatikan ebnete er dem ehemalig oppositionellen katholischen Volksteil den Anschlus; zum Mitleben am! nationalen Aufbau. Hitler hat in vielen Dingen sich Mussolini zum Vorbild genommen. Vom römische» Grus; zu de» Korporationen, vom braunen Hemd bis zum Luftfahrtministcr laufen Dutzende von Paralleler. Auf die Sailer wird daher auch die Gleichschaltung aller Deutscher nicht vor den Juden halt mach»», und die Mitarbeit der Juden anch am Hitler-Reich wieder ermöglicht werden.! ' _ Abep dazu bedarf es der Zeit. Unsere Aufgabe.aber muh es sei», diese Z »kustft zu beschleunigen durch ein b e w u h t c s F e st h a r r e n a n unserem Standpynktc De» scher und Jude zu sein: weder diesen »och jenen zu verleugnen. trotz aller D i s k r i m i n at i o n e n und D e m ü I i g u » g e n als Im den doch stolz und froh.zu sein, datz Deutschland er stark! undgedeiht. Mi1zuhelfen und mitzu wirken an diesem Au bau dura, seelische Festigkeit, die ihre Liebe zum Vaterland trotz aller A »» f e i n d u n g e n u n e r s ch ü t t e r t f e st h ü l t. Um die Filme des deutschen Vaterlands, gleichviel welche Sicheren Symbole ihr eingefügt werden, müssen wir deutsche» Juden uns weiter scharen, mit dem festen^Glauben av das Recht und an die Aufrichtigkeit unserer 'Zugehörigkeit zum deutschen Volk«. Und wir deutschen Juden im Auslande müssest, diesen Standpunkt rertreten. anch wohlmeinenden, aber schlecht informierten ausländischenVISlaubensgenossen gegenüber,, und ihnen klar machen, dich wir. von der Flut der Rcv.lution überrannt. nicht atfhören wollen noch können, das zu fühlen, was alle anderen Deutschen fühle,: .Deutschland über alle s." I. R.

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