Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 12 (1933)
- Issue
- 2. Sondernummer (Juli 1933)
- Date
- 1933-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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'Cragt das Verbandsabzeichen! Tragt es, um Euch auch so zuin natt^naldeutschen Judentum zu bekennen! )knd tragt es» damit man Euch fragt, welchem Verbände Ihr angchört, und damit Ihr so die Möglichkeit habt, allen, die es noch nicht wissen oder nicht wissen wollen; zu sagen, was nationaldeutsches Judentum ist, was wir seit 12 Jahren er st rebt haben u n d wofür wir auch heute noch — und gerade heute erst recht — mit aller u!nscrer Kraft arbeiten. Vähcrcs siche unter „Bcröaiidsnachrichtcn". Der Berbandsführer. ' i Verbandsnacbrichten. 1. Verbandsführung. Die Führung des Verbandes durch eine Persönlichkeit, die bereit ist. die volle Verantwortung zu tragen, ist heute eine Notwendigkeit. Mit Zustimmung derjenigen Vorstandsmitglieder, die in den letzten schweren Jahren wertvollste Mitarbeit geleistet haben, hat der.Gründer, langjährige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende des Verbandes I>r. Mar Naumann die Leitung als Verbandsführ c r übernommen. Er hat einen Führerrat berufen, der nach seinen Anordnungen Zusammentritt und ihn durch Nat und Tat nnkerftüht. Dem Führerrat gehören der Verbandsvorsitzende Justizrat I>r. L i e g m a n n . der stellvertretende Vorsitzende l>r. S. Breslauer, eine Neihe von Vorstandsmitgliedern und andere bewährte Veibandsmit Glieder an. Aenderungcn und Ergänzungen der Zusammensetzung des Führerrats hat sich der Verbandsführer Vorbehalten. 2. Ortsgruppen. Die Ortsgruppenleiter und Vertrauensleute werden gebeten, den Verbandsführer und die Geschäftsstelle mit Zuschriften zu verschonen, in denen angegeben wird, das; gerade in ihrem Bezirk „besondere Verhältnisse" bestehen.. Die „Verhältnisse" sind natürlich örtlich verschieden, aber das Kernproblem ist überall das gleiche ijnd entscheidend ist überall die Persönlichkeit des örtlichen Führers. Selbstbewußtes Auftreten gegenüber nichljüdischcn und jüdischen Gegnern, oolleOffenheil des Handelns, insbesondere auch gegenüber Behörden und anderen maßgebenden Stellen, ba [ mir ja n i e m a »dem gegenüber etwas zu verbergen haben, überwinden f-e-den etwaigen Widerstand. °. 3. Schriftverkehr. ■ Es wird d r i n ge n d gebeten, von unmittelbaren Zuschriften an den Verbandsführer und nach Möglichkeit auch von allen nicht unbedingt notwendigen Zusä,riften an die Geschäftsstelle; abzusehem Der Verbandsführcr und die Geschäftsstelle sind aufs schwerste überlastet: sie haben nicht die Zeit, umfangreiche Zuschriften zu lesen oder gar im einzelnen zu beantworten, die meist nur das enthalten, was für jeden nationaldsutschen Juden selbstverständlich ist. zumal wenn er die Druckschriften des Verbandes kennt. Genaues und wiederholtes Lesen n n s e r e r. s e i t 19 2 0 h e r a u s g e g e b e n e n S ch r i f 1 e n wird vieles unnötige Schreibwerk ersetzen. 4. Mitteilungsblatt, Manuskripte. Tie zahlreichen und zum Teil sehr. umfangreichen Manuskripte, die nach dem Wunsche der Einsender zum Abdruck in unserem Mitteilungsblatt bestimmt sind, können nur nach und näch gelesen und. soweit sie nicht verwendbar sind, auf Wünsch zurückgesandt werden. Für viele Manuskripte gilt däs oben zu 3 unter ..Schriftveriehr" Gesagte: sie enthalten nur Ausführungen, die längst in unseren Verbandsschriften gedruckt sind und für deren Abdruck daher, ganz abgesehen von dem vielfach sehr großen cklmfange der Manuskripte, kein Anlaß besteht. Brauchbar für das Mitteilungsblatt sind Aufsätze, die in kurzer und schlagkräftiger Form Einzelfragen behandeln: Artikel, die mehr als 4—5 einseitig und zweizeilig beschriebene 'Schreibmaschinenseiten umfassen, können im allgemeinen nicht abgedruckt werden. - 5. Prioatgesuche. Die Eeschüflsstel e. der Verbandsführer und einzelne Mitglieder des Führerrats werden mit Gesuchen, die lediglich Privatangelegenheiten der Absender betreffen, geradezu überschüttet. Die Gesuchsteller gehören!zum Teil nicht einmal den Kreisen unserer Mitglieder an. Wif brauchen nicht zu betonen, daß wir mit der traurigen Lage, in der sich viele deutsche Juden heute infolge der Gleichbrkenntnisfolgen Wagaer: Allein die Welt! des Menschen Herz und Geist! ' Macht' jeglicher doch was davon erkenne». Faust: Ja. >vas man so erkennen heißt! Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? Die wenigen, die was davon erkannt. Die töricht g'nug ihr volles Herz nicht wahrten. Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten. Hat nian von je gekreuzigt und verbrannt. Faust l. schaltungsusw. Maßregeln befinden, das stärkste menschliche Mitgefühl haben. Wir sind auch gern bereit, uns in Einzelfällen für bewährte Mitglieder persönlich einzusetzen, und haben dies schon mehrfach mit Erfolg getan. Im allgemeine'n aber gehört unsere Arbeitskraft der politischen Arbeit auf weitere Sicht mit dem -3icI einer gerechten und dabei dem deutschen Enipfinden entsprechenden Gesamtregelung der Iudenfrage. Nur durch diese Arbeit kann eine Besserung der Gesamtlage erzielt werden, die dann auch dem Einzelnen zugute kommt, auch denen, die selbst heute noch über uns „Greuelmärchen" verbreiten und ihr Geld, statt es für aufbauende Zukunftsarbeit zu verwenden, mit tränenden Äugen in Töpfe ohne Böden werfen. 6. Verbandsabzeichen. Die Verbandsabzeichen sind von der Geschäftsstelle zu beziehen. Der Preis beträgt 1,--- N M. je Stück: bei Versendung tritt das Porto hinzu. 7. Beiträge und Geldspenden. Wir bitten wiederholt dringend, die Beiträge regelmäßig und och ne Mahnung zu entrichten, uns auch durch Son/derspenden, soweit dies irgend möglich ist. unsere Arbeit zu erleichtern. Selbstverständlich wissen wir sehr wohl, daß es heute vielen bewährten Mitgliedern bitter schwer wird, auch nur den vierteljährlichen Beitrag von 5.— RM. aufzubringen. Andererseits müssen wir erwarten und verlangen, daß die natinnaldeutschen Juden sich in ihrer Opferwillig keil nicht durch die Angehörigen anderer Organisationen übertreffen lassen. Was die Nationalsozialisten < und selbst d i e Zionisten fertig bringen, müßte den nationaldeutschen Juden, die um ihre deutsche Zukunft kämpfen, doch wohl ebenfalls möglich sein. 8. Verbreitung des Mitteilungsblattes. Wir bitten um kurze und ganz präzise Vorschläge darüber, wie unser Mitteilungsblatt weiteren Beoölkerungskreisen zugänglich gemacht werden kann lStraßenhandel, Auslegen in Bibliotheken. Lokalen usw.. Weitergabe von Hand zu Hand). Nur dadurch, daß man iu Deutschland noch immer zu wenig von uns weiß, ist es möglich, das über unsere Bestrebungen noch heute die tollsten Ansichten verbreitet und — geglaubt werden. Die Widerlegung dieser Jrrfümer erfolgt am besten und sichersten durch die Verbreitung unseres Mitteilungsblattes. denn das gedruckte Wort läßt sich doch nicht ganz so leicht verdrehen, wie das gesprochene. DerVerbandsführer. Für die «chrifileitnng verantwortlich' Dr. Kurt Machol. Berlin; Verlag: Verband nationaldeatscher Juden E. B.. Berlin W. 3b. — Druck von Rob Rohde Rächst., Berlin W. 36. — Für Herausgabe und Schriftleitung in Oesterreich verantwortlich: Verband nationaldeutscher Judei^, Wieu ll, Prgterstraße 34. Zimmer 22.