Mannheim
Compact Memory

Der nationaldeutsche Jude · 1933-07-01 · 2. Sondernummer (Juli 1933) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
2. Sondernummer (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/6682492-5438700-5438898--663-4871836
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

tiefere VerfammUing v 'ilnfii tid e Ta ims der Na um fehlt. einen aiissührüd, (ung*brrid>t \»u bringen, geben mir im Folg u'ürtlid, <lediglich mit 'i'crbciieniug• einiger otmii oder Hönchlen den Bericht wieder, bec zu in der ' >- Skew florier Staatsteitung enchienen iit: Ter B c r b a n b . iui t i o n n I i» ( h 1 i cl> i'eirtiiitgl!e!e am 21-. d. Bits, im V'ogcuban* bürg einen Ausivrcubeabeiid. der von etwa I belucht war. Man iab auszer Mitgliedern d eine 'Jtcihe von B e l> ö i d e u o e r I r e I e r n aiß den Beiden der n a t i o n a 1 e n. P a r t Ter rriiluct des Berhand.s. I)r. Mar hielt einen Bortrag über das Thema „Tie li r b c b n n g n n d die d e n t i di c u . o » d Ausiühruirgcn waren ein rüdhaltlo'es B nationalen 'Bewegung. für die der feit lü 'teilende Bei band feit feiner ('iriinbiinii trob 'lande ans gcroüieu jiidi'chen »»d ivreifen der iich cinge’efit bat. Ter Bortragende bebau' Umschichtungen, die mit der nationale» (£• bnnden maiei. rieben T'linden »nd ^»ion Berband it'ets als iereilide angesehen utib.. a. >l tablreidic denl'di'iililend-e öubeii .getroff gab bei bc'timmten Erwartung Ansdrnd ien>!iiiis der uuuerbriidilid, naliönaldeiit l iili’.img nnb' ffleiinnnng eines eihebüdieii'Teile ön -en fiel) and) in beit Mrciien ber nationa ■ bn. hielten wirb nnb bat; bei neue 3laat. burd bet in 12 jährigem Xanu'ie bewährten . fid oiiben, den 'Weg tu allen denjenigen oiibcn,;.geno:'eit 'dun, beule ' brauch har aber öieM'ar iiiib, linden wird.; 'eln'rtlii!; tagte der Boi tragende: Es u ni't u. abrein beun.tem Isenidl nicht'evert tiv ernng des 3dt;dial\> der deutschen Jude i n,hiebt des Auslandes ,n erbosten, 'Wenn >'id> beute der denlidten Juden annehnia, ge um der bcntidicn Juben willen, sondern.die nur, als „Miliel iirm Juicd" bennltt. de,n de laub voiitüd, und mirtidiaftlidi 3dnuiei'iir1eite|i Tie im Ausland noch vielfach betriebene E die übrigens let'iieswegs-, wie man in' Tei viei'adi iirtiimlidterweiie annrmmt, vvrwiegenb ianbern and) vvn iogenannten Ariern beNielse iadiiidi völlig ungerechtfertigt. Bur in beit »ad,-ber Neid'.siagswahl feien tätliche Ans'chrch ■Tuben vorgelominen: derartige Börgänge i alten Nevolulioneii in bemerken nnb. . tönn '.'liyumentc gegen die nationale l§rl)clniag.:rtnV Ti? .^»rild'ettung ber Tuben in redjtlidier, und geiell'diaftlidKr >>in»idil aber, die «ach J inaiiL ringeieut habe und beten tum groi^c iinei'icnlidK' Answirtnngcii fid) nod> jetzt.bemc feien verständiidi ans der Tatiadie. bä'it-mäh'. ejibeil bar ng t j Eliarlvtlen K)ü. Perjvnen s verbände: ind i e It a ii a e n‘ rlielnng ner iften? v eia dlt das; n bei om 20. Juni n e r criamm iuunefi ft fr Trnd >u li d. J. J n d e II <>', ä ft c n i. i in a ii n, i o iui 1 e keiliitnis t»r J. ihren be' 'lieber alle) yiu rlc (:» tioli t ie ch n rä,Pi ch v das P>el> »di ii t!d, vch n crit 'H’artcien das; die die der iioft hat. Ipden. Er die Ei (vcf uhlv> bculicbeu lidiljnbcn 'i'^rniittlnug. ldeul'dien ails deat'ch. bldien er iitiig nnb e ne in Trnd Ausland es uidit n würden itid,|cji Batet bereiten. reiulpr ivaganda. and nocli >»den. werde, sei n Tagen tnrgeit gegen dir -rn cfrlbc ii d aber bei nidjt ah.- cuuktl werden, luirtidiaftlidier . Reichstags eil lehr r moditen, 11 Jahre Stimmen vom anderen i i. lieber >>err Toller Naumann! Jahre sind vergangen, seitdem wir tu.chts gehöre habe». Aber m»i> itl> Jhnen sagen.^ däit letzten -Monaten die Erinnerung an Sie'Und du (beiprädt. das wir mit einander führten, wied, r lebendig geworden iftV' Brand,e ich Jhnen nr iagtji mit tiefster Erschütterung Jhrc '.Worte in der lqlzte des ..'diatronaldeutidien Juden" geleien ImbfV ches .ivrnszur bentidicn .iukunfl!" : 3v fcltiain es klingen mag: der erste Trost delr in bicicr .ich in meine 3eele gefallen ist. kam von Jlijien. Bon Jhnen. ciitcrm der Betroffenen, nidii 'von irgendeinem „bcntfdi'tämmigcn" 'JJationöli'ten! A'les. wa - mir »lese letzte» sagten, hat midi nicht versöhnen können. 3ie fjinbcH das richtige Wort. Sie zeigten mir das wahre! tOefi ßt per Tingj*. Jch bar einfach krank, lieber »err Toftor, au alle dein, was geschehen ist: an diesem tf>erid,t. das-gehalten wurde utib immer »och gehalten wird über alles, wasjiidis heit^ Blntes-ist medianisch. bedingiings- und iiiitersdiiedslo; .ja» diesem Berfolgen des jüdischen Blutes bis ins dritte Glntd! hinein, id> war krank an* der zerstörten Jlinbheif und Jugenq Hunderttausender, an den vernichteten Vehensvlänen Unzähliger. Ich kenne keine furchtbarer zwingenden 2ledmgnngen.! tim einen deiitsdien Juden zum Hast gegen alles Tentschtiim oder ii voi ger Ufer cittauber tbe in beit inandies ifcrfiuiirbig i. das; ich Tiitiutncr vom Tag marriifiidicr Herrsd,ask gewisse wurzellose Elemente als Bolititer. Vilcraten und Eieschäftsleute fid) in bert Barder grnnb gedrängt nnb, da das einfache Bolk nun einmal .luiii Verallgemeinern neigei eine ständig wad,senhe Erbitterung gegen die deiitsdien Juden heroorgenisen haben. Tasz cs bei den jetzigen .jiiständen. wie sie in de» z. ,st. gellenden (besetzen festgelegt seien, auf die Dauer uidit bleiben könne, sei besonders verständlid, hei 'Be traditung derjenigen Jlalegorien von Inden, zu deren (bimsttii-heute gesetzlidie Ausnahmen gemadit würden, z. B. Beamte und Äeditsanwälte mit hohem Tienstalter. che malige Frontsoldaten usw. Tiefe gehören dod> durchweg der alten Wnteratian an und ständen somit auf dem Aussterbeetat. Tie im natjonale» (beiste erzogene Jugend aber, insbesondere die Jlinber alteingesessener Familien, brauche Vebeiisraiirn und die Möglichkeit, fid) als deutsche Bvltsgenojseii au der deiitsdien Anfbanarheit z» beteiligen. Ter einzige Weg. die dentsd,e Indenfrage wirklid» zu löse», sei also der. alle diejenigen Juden in die deutsche Botts genieinsdiaft aufziiiiehmeii. die jetzt und i» .inkiinft ihre nationale (besiiiiiniig durch ihre Abstammung nnb Vehens- I>altnun bartnn tönnten. Tiefer 'Weg der Auslese könne burd, verständnisvolle .fiifainmenarbcit der nalional gesinnte» 'Aiditjiiden »nd der nalioiiglgesinnteii Juden ge tiindeii werden: er müsse aber gefunden werden, nidjt nur im Interesse der Juden, sondern im Interesse des flesainteii deiitsdien Bottes, das hei seinem Wiederaufstieg eine dauernde Beiliirnhigniig burd) das Fortbestehen einer lüiist lieh wcitergezüditeteii Indenfrage nid>t ertragen könize. Ter BoNrag klang ans in einem itodiunligeit iiarteu B ekeii iiIiiis z n in nationalen Denis eh I u in »nd in dem Mahnrufe an die d e n t |d> f ii h I c ii b c n Juden, i i ch durch keinerlei gegenwärtige 'Berten n ii » g e n nnb Inrürkse tz n n g e n i ii ihrem B ewnszlseiu der d n g e h ö-r i g I e i t z it in b e n t i di e u B o I f c n »bin ihre in (blande n. a « die d e ii t i di e F n k » n s t irre m a d) c n z u lassen. In der sehr lehhaften Ansspradie tarn auch e'ne Anzahl itidViiibiicher (bäste zu in 'Wort, darunter zwei National sozigliite», die mit sehr eindriidsvollen Worten die Be stu l'imgen des B e r h a n d e s » a t i o n a l d e u 1 s d> e r ö u b c ii und ihres Führers I)r. N a u in a » n als den einzigen g a it g b n r e ii W e g zur Lösung d e ii l s ch e n Iudeusra g c bezeicknelen. Beridstt äf)nlid;en Inhalts sind in mehreren ausländisdien .ieiliingen ersdiieiien. In Deutschland sind unseres Wissens nur zwei 'Berichte ersd,jenen, nämlidi ein natürlich völlig entstellter Beridit in der zionistischen „Jüdischen Rundsdiau" und ein paar völlig verständnislose .feilen in einem iiatioi,a!svzinlistisd>eii Proviniblatt. die von der Nuiidsdian' werden. H a t nicht m c *b ä <h t n i s nationa der mit einer höhnischen Ueherschrisl „Jüdischen ahgedruäl kj i e nationale b c u t f d) c Pres s e wirklich h r den Mut. ihre» Lesern ins (5e< zii rufen, das: es n o di heute trotz allem d e i> l s d> e - I ii d e n gibt'? 2wei lZnicfe atT den Ycrb.indeführcr zur albr-allcrtieiiten Balerlandsliebe zu treiben! Aber idi gestehe es offen "'dies letzte erschien mir überinensdilich. 3eitbcm id> obren Aufsatz gelesen habe, weist ich. hast es »ivglidi.ist. „Ter Zorn ist niemals geredit." fdjreibcn Sie. nnb ’ „menschlich verständlid," ist Ihnen auch, dasz er fid) zuerst in erplosiver Form entladen miistte, dieser deutsdic Zorn! Id, danke Ihnen für dies 'Btort. denn cs bringt mich inaiicheiii meiner iiationalsozidlistisdien Bolksgenosscn wieder näher, (beradc in den letzten Jahre» mnfjtc mau immer wieder mit Schmerz sehen, das; viele Inden nicht in den deiitsdien Staat hiiieinsindeii konnten oder sich ihm doch nur mit innere» 'Borbeholteii eingliederten. Idz hin immer für die Ideen obres Berhandes eingetreten, denn i d, habe meine Bieiiiiing in keinem Punkte geändert. Aber dieses Eintreten war uidit immer leicht angesid,ts mancher Beröffentlidiinigen von jüdischer Seite: Sie wissen e; ja selber! Id> habe oft gedadit, baft die eigentlichen und crbltftcrtftcn Feinde obrer 'Bestrebungen gar nicht die Antisemiten seien, sonder» oielsad, dje eigenen Glaubensgenossen. Jedenfalls ist jetzt der grotze Tag der Entsd,eidnng da. Ter Jude, der jetzt aus innerster Seele Dcutsdiland treu bleibt, der ist wirklich ein Deutscher. Und so wird sie vielleicht dod, nodi entstehen, die grotze deutsche Volksgemeinschaft, die wir alle ersehnen: auch Sie, der, Deutsche jüdischen Blutes, and, ich. die Deutsche hugenottischen Blutes! —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.