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Der nationaldeutsche Jude · 1933-07-01 · 2. Sondernummer (Juli 1933) · p. Seite 4

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
2. Sondernummer (Juli 1933)
Date
1933-07-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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tvictcr Versuche . haben wir n a tji o na l de ü i sche n Jude» aus eigenem Antriebs die deutschen Unterhändler i n <5 c 11 f unterstützt. u tb wir hätten gerz, noch mehr getan, wenn . die Regierung die Bereitwilligkeit zum Zusammenarbeiten mit uns den jüdischen Deutschen klarer gezeigt hätte. Wir habin in einem Telegramm an den Generalseki etär des Völkerbundes dem B e s ch w e r d e f u h r; r bir 23 c* rechtiguug z u r 2l u r u f u n g des Völkerbundes abgcsprochen und gegen die Erörtern»!! der V e's ch w e r d e s ch r i f t protestiert. Und u ir. bereneu es nicht, obwohl in, Genf dann erreicht wu de, des? die deutsche "Regierung jene Paragraphen des (besetze; zur 23icderherstellung des Berufsbeamtcntums. welche die Beamter nich"- arischcr "Abstammung betreffen, in Oberschlesien auher Kraft fehle, und dies ein paar Juden zugute kam. dme» w r ihre Bevorzugung persönlich .gönnen. Es war danfals u r sc rede utsche Pflicht, gegen die vereinigten Zionisten und Feinde der Deutschen Vorzüge he n. von denen eine uns befriedigende Lösung der deutschen Judcnfragc nicht Herkommen kann. Im ihrigen läuft das deutsch polnische "Abkommen über Obrrsckilrsim am 15. Mai 193? ab-). Und wer weih, ob Deitschlan» noch vier Jabrc dem Völkerbund anqehören wird/ 2lber jenen »»deutschen Politikern in unserem Vatcrlan »e. welche die Beschwerde Bernbeims vcranlaht und untcrstü >t Und u n S wegen unseres Tclegrammes nach Genf Vorwürfe gemacht baden, klingen wohl nur die aus dem Ghetto stammende» Worte in den Obren: „Heute hier, übers Jahr Ir Ierusilem!" In dem deutsch-polnischen "Abkommen 'über Obers hlesie» vom 15. Mai 1922 werden die oberschlesischeii Iudu als religiöse Minderbeit aufgeführt und iff b:5timmdah der Unterschied der "Religion, der "Weltanschäurng odpr d"s "Bekenntnisses keinem deutschen "Reichsangehöriger im der bürgerlichen oder staatsbürgerlichen TRechte. insbe bei der Zulasiung zu öffentlichen "Aemtcrn. Tätigkeit, Ebrenitellungen oder bei der 2lnsübung d>r verschiedenen "Berufe' und Gewerbe schaden soll. "Au dieser BestiPimung baben wir nationaldeutschen Juden nibts zu b?m "Aber wir wissen, dah das Mi n d e r h ' i t >> r nicht zum Ich uh religiöser Genre i'n's ch a f t e f un den wurde. Es ist von Zionisten vor z u m Schutz und zur W i e d e r h e r st c l 1 u n a GHettoiudentums erfunden worden. „Ok Genus e andere Und jüdischen Minderbeilen und ihre verzweifelte Fiagwüi digkeit;’J Reichsgesetzblatt. Teil II Jahrgang 1922, ingeln. recht n e r - l l c ui des d'e ne S. 23? ff. z gäbe es auch heute wahrscheinlich keinen internationalen Minderheitenschutz: denn sie und ihre Vertreter waren es. die den Präsidenten Wilson so eindringlich von der Unhaltbarkeit ihrer Lage in dengemischt-völkischen Gegenden, die neu verteilt werden sollten, zu überzeugen wuhten. dah dank diesem ihrem Drängen das ganze Nationalitäten- und Minderheitenproblem auf der Pariser Konferenz in Fluh kam"?). Oberschlesien wurde bekanntlich wider den Willen der oberschlesischeii Bevölkerung und also auch der oberschlesischen Juden geteilt. Und da die meisten oberschlesischen Juden den jüdisch nationalen Gedanken ablehnen und keine Absonderung vom deutschen Volke wollen, so wurden in da's Abkommen über Oberschlesien die zionistischen Wünsche in einer Tarnung hineingeschmuggelt. Und die Tarnung heiht da wie in allen Abkommen über Landschaften, in denen die Juden bestrebt sind, in dem sie umgebenden Volkstum aufzugehen, religiöse Mnderheit. Der Genier Minderheitenschutz hat die deutschen Minderheiten in Runland. Litauen. Polen, in der Tschechoslowakei und in anderen Staaten nicht vor Unterdrückungen. Verfolgiingen und Aushungerung Hewahrt. Der Völkerbund in Genf ist ja nicht für, sondern gegen uns Deutsche gestiftet worden. Und wir bezweifeln, dah er in Zukunft die Ausländsdeutschen erhören und ihnen recht geben wird. Die deutschen Minderheiten können nicht von einem Völkerbundsrat, in dem ein entwaffnetcs deutsches Volk vertreten ist. sondern nur von einem starken deutschen Reich, nicht von Genf, sondern von Berlin aus wirkungsvoll unterstützt und geschützt werden. Wir nqtionaldeutschen Juden konnten und können die Genfer Minderheiten- Politik auch deshalb nicht gutbeihen. weil in ihr bisher allzu oft zionistische Aktivität verborgen war. W i r erhoffen nichts aus Genf. Deutschland heiht unsereHoffnung. Der zionistischen Aktivität und nickt zuletzt der 2lnwend»ng des Minderheitenrechtes auf Juden oder, genauer gesagt, der Erfindung dieses Rechtes vor allem für Juden und von Inden ist es zuzuschreiben, wenn heute viele behaupten, dah es eine „jüdische Nation" gebe. Gibt es eine jüdische Nation? Ich werde' die Frage demnächst au dieser Stelle beantworten. . si K. H. Vollert. Die nationalen Minderheiten als völkerrechtliches und soziologisches Problem. Gotha 1933. S. 27. Gedanken einer Nation frau und Mutter alcleutscken Von frau Clara Benjamin (Darmrtadt) Der Sturm, der in der Gegenwart über »ns Juden hinwegbraust, muh uns Frauen -- ebenso wie die Männer aufwühlen aus gleichgültiger Ruhe oder aus Versinken im Alltag. Viele wanken. Denn die Wurzeln mancher schwankender Menschcnbäumchen, die nicht tie^ genug in deutscher Erde verankert lagen, sind blohgespült und suchen vergeblich Halt. Wo finden sie ihn? Können sie obne weiteres Wurzel fassen, und gedeihen in fremder Erde? Nimmermehr! Sie werden k:änke n und vergehen vor Sehnsucht nach ihrem Mutterboden, ihrer Heimat. „Heimat? Die macht man uns ja streitig.-de hc t mau uns doch genommen." klagen viele. Kann man ans deutschen Juden unser Deutschtum nehmen, von dem wir aus 1 roäter- Zeilen her durchdrungen sind bis in die letzte Aaser unseres Seins? Man kann uns von hohem, äuherem Leben-Niveau Niederdrücken zu einem Eristenzminimum. doch nun kann uns weil wir Deutsche sind nicht demütigen, uns unseren menschlichen Wert nicht rairben. nicht unsere Liehe-- zur Heimat, nicht unseren Glauben an unsere deutschen Brü »er und Schwestern. Wie im Zorn der einzelne Mensch Dinge sogt und tut. die ihm bei ruhiger lleberlegung fern liegen, so auch die Menlfe. So stark ist ja der Erregungszustand, dah' sie irr Eifer des Operierens nicht merken, wie oft sie sich ins e gene Fleisch schneiden. Allmählich aber werden die Wellen sich glatter: denn Deutschlands Führer, die des Vaterlandes Wohl wollen, suchen den Weg zu sietem Gedeihen. Man wird un; denn bei ruhiger Besinnung die Mitarbeit nicht versagen, sinsei Lebe» wird noch lange ein harter Kampf sein. Was tzt/e-, wenn wir äuherlich und innerlich stark genug sind, zu kä nvfen? Wo nehmen wir die äuhere Kraft her? Jetzt gilt es; besonders für uns Frauen das sinkende Lebeaskchiff unserer Familie tapfer und verständig von allem eitbehrlichen Ballast zu befreien, um es flott zu erhalten. Wir müssen, Hand in Hand mit unserem Lebenskameraden, entschlossen die Konsequenz aus unserer persönlichen Lage ziehen, nicht die 2lugen schliehen und uns dem Untergang »»treiben lasten, nicht verzweifelt die Flinte ins Korn werfest. Kämpfen wir! Kämpfen wir um eine — wenn auch harte Eristenz in unserem Vaterland, und kämpfen wir um die Achtung unserer christlichen Mitbürger! Wenn wir stark sind und treu', dann kann man uns Achtung auf die Dauer nicht versagen. Beweisen wir unseren Menschenwert, beweisen wir durch ihn die Kraft unserer Religion — den reinen Glauben an den einen Gott aller Menschen und unsere unzerstörbare Verbundenheit mit dem Schicksal unseres Vaterlandes. Bin Berliner Lehrer schreibt: Die staatlichen MaHnaHmen haben einen Ausbau der vorhandenen jüdischem Schrrlen hervorgerufen, viele deutschen Juden haben ihre Kinder blindlings diesen Schulen anvertraut. Sie beschweren sich jetzt, dah ihre Kinder in den meisten dieser Einrichtungen zionistisch beeinfluht werden. Aber auch der Religionsunterricht an öffentlichen Schulen wie an den Religionsschulen der jüdischen Geitieinde trägt selten anderes Gepräge. Demgegenüber mache man sich einmal klar, dah der Religionsunterricht das Kernstück des Gesinnungsunterrichtes überhaupt darstellt. Alle Schuleinrichtungen für jüdische Deutsche dürfen nur zu deutscher Gesinnung erziehen, und gerade der Religionsunterricht hat hier die verantwortlichste Aufgabe. Der Religionslehrer kann aus seinen Schülern je nach der eigenen Einstellung Deutsch« macken oder Unsere Kinder aber sollen Deutsche bleiben. Asiaten. J

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