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Der nationaldeutsche Jude · 1933-05-01 · Sondernummer (Mitte Mai 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Sondernummer (Mitte Mai 1933)
Date
1933-05-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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sagen. Wir weisen aus die kluge und deutschfühlen >e Rahel Leoin. die Freundin des Prinzen Louis Ferdinand und Aleranders von der Marwitz. Gattin Varnhagens hin. die in einem Brief vom 16. Mai 1818 (Rähel. Ein Buch »es Andenkens für ihre Freunde), also schon sechs Jahre n< ch dem ersten preustischen Einanzipationsgesetz. das Judentian in Europa richtig als „verrnckthistorisches" bczeichncte. U nb wir weisen weiterhin auf die leider .viel zu wenigen jüdischen Reform- , gemeinde" mit deutschem Sonntagsgottcsdienst. deren erste im Jahre ld-^6 in Berlin gegründet wurde und di ' doch alle aus . fccm Gefühl und aus der Erkenntnis heraus «ntstanden, dasz die V.e r d e u t sch u ng des Glaubensbekenntn sscs eine Notwendigkeit, eine Forderung Gottesist. Wir De ttschcn jüdiscizer Mstammung wollen aus dem Wege., der im vorigen Jahr hundert vonunseren deutschgcsi.nnten Ahne: eingeschlagen wurde, nicht stehen bleiben, sondern wir werden ihn bis zum Ende weitergehen. . Dieser Weg wird uns immermehr von dm Juden aller anderen Länder trennen. Damit, wir und unsee Binder ohne alljüdischc Störungen, mit der deutschen Ration und in sie marschieren können. - fordern wir -von netcm ein Einwanderungsoerbot für fremdländische Juden, wie wir es schon zur Zeit der groszen Ostjudeninöasion vergeblich gefordert haben. Gewist denkt in diesem. Augenblick ein volnischcr. tsäzechischer. ungarischer oder Wiener Jude daran, nach Deutschland zu übersiedcln. Aber der. Anschluß Oesttrreichs an das Deutsche Neich wird möglicherweise eines Ta« eck verwirklicht sein. Und im Hinblick auf diesen etwaigen An chlufz, der dem Deutschen Reich 300 000s Juden bringen wird, von denen die meisten noch gar nicht lange in. Deutsch-Des erreich weilen, wünschen wir schon heute dringend das Einwandcrungsverbot. das selbstverständlich auch nach dem Anschluß eine Gültigkeit für die österreichischen Juden behalten must. Man sagt, die Judenfrage sei vor allemeine Frage des Wanderns. Das mag insoweit wahr nein, als in vielen Ländern die Juden nicht zur rechten Bodenständigkeit gekommen sind, marchmal infolge äußeren Zwanges, oft genug aber' aus Eigenbrötelei und Wirklichkeitsferne.Hätten wir schon eine-Psychologie der verschiedenen Wanderörtypön, so wäre vor allör Äugen, dast jene Eigenschaften, die an Juden unangenehm auffallcn, auch nichtjüdischcn Wanderern anhaften. Die Seele »es Wanderers ist in Gott nicht fest öerankert. Daher ist der Geist des Wanderers auf die liicht .veränderlichenkleusterlichkeiten gerichtet. Und V-r »1-ürplr des Wanderer fühlt sich in sittlicher Verwahrlosung wohl. j ' Du. bodenständiger jüdischer Deutscher, suche und finde Gott, „dast du dich nickd zu fürchten brauchst vor plötzlichem Schrecken, noch vor dem Sturm der Gottlosen,, nenn er kommt^ 'Denn der Herr ist dein-Trotz: er behütet de nen Fust. dast er nicht gefangen werde" (Sprüche Salomos 111, 25—26). V erb an dsn acbricbt en. 1. Neuaufnahmen. Die Aufnahme, neuer > Mitglieder ist von uns zum Schutze gegen Konjunkturzuläu er unmittelbar nach dem Wahltage «5. Mär; d. I.) gesperrt worden. Die Sperre wird jetzt in der Weise aufgelockert. das die zahlreichen vorliegenden Aufnahmegesuche, soweit sie richt inzwischen bereits in Einzelfällcn abgclehnt. fjnd, gesichtet und nach Prüfung erledigt werden^ In derselben Weise wird mit neueingehenden AufnahmegeiiucheN verfahren. Soweit austerhalb Berlins Ortsgruppen bestehen oder Vertrauen-leute tätig sind «siehe unten zu 2 unter! „Ortsgruppen.") wi d gebeten, die Aufnahmegesuche unter den unten angegebenen Anschriften an die Ortsgruppenfübrir bzw. Vertrauens!« ute zu senden. Die. Ortsgruppenfuhrer und Verl rauensleute werden die Gesuche nach eingehender Prüfung a \ die Geschäftsstelle des Verbandes ist Berlin weit e r l < i te n. Alle sonstigen Ausnahmegesuchebitten wir unmittelbar an die Geschäfts st elle-zr richten. Den Gesuchen bitten wir kurze Lebensläufe beizüfüren. aus denen sich das Erforderliche über die natiünaldeulsche Gesinnung und Bewährung des GesuchiteUers ergibt: nach Möglichkeit bitten wir auch Persönlichkeiten äuzugeben. die über den Gesuchsteller Auskunft etteilen können. Aufnrhmefähig sind Männer und Flauen deutscher Staatsang Hörigkeit und jüdischer Abstammung, die nicht aus dem Judentum ausgetreten sind, das 16. Lebensjahr, vollendet lml en und sich mit den Bestrebungen des Verbandes in allen Prnkten ausdrücklich einverstanden erklären«, ferner D^utsch-Oefterreicher, die am ' 1. August 1914 die deutsche oder die österreichische Staatsangehörigkeit besaßtzn und ihren Wohnsitz' innerhalb des Deutschen Reiches oder des heutigen Deutsch-Ochterreich hatten, schließlich Personen, die aus den am 1. Auzust 1914 zum Deutschen Reiche gehörigen Gebieten stammet und am bezeichneten Tage deutsche Staatsangehörige oaren (8 2 der Satzung). Die Aufnahme erfolgt durch Beschlust des geschäftsführ^LbLli Vorstandes. Frankfurt a. M.< Goethe Halle. Bismarckstraste 12. Scharfer, Hamburg. 2. Ortsgruppen und Vertrauensleute: Bielefeld: Rechtsanwalt I)r. K a m p. Breslau: Rechtsanwalt 1>r. Engel, Breslau I. Ring 52. Chemnitz: Brutto Heide »heim, Chemnitz. Reichsstraste 15. Danzig: (Zweigverband) Konrektor M.,Friedländer. Danzig. Am Jakobstor 9. D a r m st a d t: Direktor Karl B e n j a in i n , Darmstadt. - Lukasweg 23. Dresden: ttr. merk. L. Prinz, Dresden A» 24, Rcichsstraste 10. Düsseldorf: Hermann Joel, Düsseldorf. Hotel Heck. Elberfeld: Jos. Rosenthal, Elberfeld. Markgrafen straste 8. * - Essen: i>r.. Hermann Fröhlich, Essen Rüttenscheid, Julienstraste 5 a. Frankfurt a. M.: S. W. He st, straste 2. Halle: Waldemar Müller. H a m h u r g : Direktor Erwin Faastweg 8. Hannover: Rechtsanwalt E r n st M ü l l e r III. Hannover. Rosenstraste 4. Kassel: br. med. Fackcnhci in. Kassel, Viktoriastr. 13. Köln a. Rhein: Reichsbahnoberrat Berg Hauer. Köln, Konstantinstraste 12. « Königsberg : Rechtsanwalt I >r. L e w i n, Königsberg:. Vorstädt. Langgasse 71. Leipzig: Rechtsanwalt Georg Moser. Leipzig. Pctcrsträste 15. » München: Rechtsanwalt I>r. L. Kurzmann. München. ' Ottostrahe 1 a. Nürnberg : Direktor P a u l Be ch mann. Nürnberg. Prinzregenten-Ufer 25.! . .Regensburg: br. Wilhelm St rau st, Rcgcnsburg, Sedanstraste 10. Stuttgart: Benno Eerstle, Stuttgart, Eduard Pfeifser- Straste 49. 3. Neugründung ' tron Ortsgruppen. Ra chtli» ien für unsere Vertrauensleute und R o r m a l s a h u n g e n für Ortsgruppen können bei der Geschäftsstelle unseres Verbandes angefordert werden. > 4. Anschriften der Mitglieder. Wir bittey alle Mitglieder, die in der letzten Zeit wegen Aendcrung ihrer Anschriften die Rundschreiben usw. des Verbandes nicht erhalten haben, ihre neuen Anschriften s ch l e u n i g st der Geschäftsst e l l e m i t z u te i l e n. 5. Schriftverkehr. Wir bitten dringend, alle Zuschriften, soweit sie nicht etwa rein persönlichen Charakter haben und unbedingt durch ein bestimmtes Vorstandsmitglied sofort erledigt werden müssen, nicht an einzelne V o rstands- Mitglieder. sondern ausschliehljch an unsere ^Geschäftsstelle zu richten. « 6. Jugendorganisationen. Alle Schreiben, die sich auf die R e u e r r i ch t u n g o d e r A u s gi c fl a 11 ii ii a v o n Iugendgruppen beziehen, bitten wir gn die Geschäftsstelle zu richten: die Schreiben weiden von der Geschäftsstelle an die zuständigen Bearbeiter weitcrgegeben. Bezüglich der hündischen Jugend (Wäldpfadfinderbund „Schwarzes Fähnleiy") verweisen wir auf den Aufruf des Bundesführers (Siehe die Beilage). 7. Mitteilungsblatt, Spenden und Beiträge. Es ist beabsichtigt, das Mitteilungsblatt wieder regeimästig monatlich erscheinen-zu lassen. Dies ist jedoch zunächst nur möglich, wenn die erforderlichen Geldmittel aus Mitgliederkreisen auf gebracht werden. Wir bitten daher jeden, dim an dem regelmäßigen Erscheinest des Blattes gelegen ist. uns durch reich - lick,e Spenden zu unterstützen. Die zregclmästigc Zahlung der laufenden Beiträge müssen wir selbstverständlich von jedem Mitglied erwarten!: Ermästigungen und Stundungen darf nur der in Anspruch nehmen, dem es wirklich nicht möglich ist, die Beiträge voll aufzubringen. Lastt Euch an Ovferwilligkeit durch die Mitglieder anderer Organisationen! nicht überbieten! 8. Turn- und Sportoerbände. -Nationaldeutsche Juden, die aus bisher paritätischen Vereinen infolge Einführung des „Arierparagraphen" ausgeschieden sind, werden gebeten, ihre Anschriften und den Verein, dem sie j bisher angehört haben, anzugeben. Unser Verband will unter voller Aufrechterhaltung seines grundsätzlichen- Standpunktes, dast nationaldeutsch gesinnte Juden paritätischen Verbanden angehören sollen, versuchen, für die jetzige Notzeit die erforderlichen Maßregelst zu treffen. 9. Kindergärten und Kinderhorte: Nationaldeutsche Eltern, die) ihre Kinder in Kindergärten ojder Kinderhorten unterbrilchrn wollen, werden um Mitteilung an die Geschäfts^ stelle gebeten, : Der Vorstand. Für die Schrifileitung verantwortlich: k)r. Zturt Druck von Rob. Rohde Rächst., Berlin SB. 35. — deutscher .Machol, Berlitz Für Herausgabe Juden, Wien II,; Verlag: verband nationaldeutscher Juden L. B . Berlin W. 3b. — und Schrifileitung in Oesterreich verantwortlich: Berbantz national» Vraterstraste, 34, Zimmer 22.

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