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Der nationaldeutsche Jude · 1933-05-01 · Sondernummer (Mitte Mai 1933) · p. Seite 7

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
12 (1933)
Issue
Sondernummer (Mitte Mai 1933)
Date
1933-05-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Brief eines „rum Jucken Ernannten .! i^ SN u Leipzig, den 21. April 193^. -Lieber Herr Rir! ,. , j Die Vorgänge der lebten Wochen veranlassen mich, heute an Sie zu schreiben und Dinge zur Sprache zu bringen, die bisher von Ihnen stets mit ruhiger Selbstverständlichkeit vertreten wurden, denen ich yber mit einiger Skepsis und Reserviertheit gegenüberstand. Daß dies falsch gewesen ist, ^weiß ich heute, und trotzdem Sie meine persönlickzcn Ver ^hältnisse einigermaßen kennen, möchte ich sie hier kurz ansühren. weil es mir ein Bedürfnis ist, einmal auszusprechen, warum mich die Entwicklung der letzten Wochen ganz besonders schwer getroffen hat. Sie wissen, daß ich väterlicherseits aus einer Familie stamme, die sich bis zum 14. Jahrhundert Nachweisen läßt. Diese Vorfahren sind fast durchweg Offiziere in Diensten der deutschen Fürsten gewesen, bis sie seit dem 17. Jahrhundert ausschließlich im brandenburgisch-preußischen Heere gestanden haben. Mein Vater hat als jüngster Sohn eines preußischen Oberst in den 80er Jahren seine Jugendfreundin, die aus reinjüdischer Familie stammt, geheiratet, und ich bin der einzige noch lebende Sohn von 3 Kindern. « Zwei meiner Brüder fielen im Kriege als Offiziere, und ich selbst bin erst 1920 als Oberleutnant aus dem Heere ausgeschieden. Ich btauche Ihnen nicht zu sagen, daß es in unserer Familie nicht anders zuging^ als in >edem anderen Preußen- Hause. und daß die Judenfrsge bei uns nur hier und da zur Sprache kam, ohne daß mam sich ernsthaft mit diesem Problem beschäftigt hätte. Erst nack dem Kriege, und besonders in den Jahren der Zusammei arbeit mit Ihnen, habe ich ein größeres Interesse für diese Frage aufhringen können. Als Sie mir vor etwa 12 Jahren von der Mündung Ihres Perbandes erzählten und Ihre Freude darüber zum Ausdruck brachten, daß es nunmehr möglich fei.--die wirklich deutschempfindenden Juden, wenigstens in ihrem aktioistischcn Teil, auch organisatorisch zu erfassen, habe ich zunächst gar kein werde». Ich diese Menschen ein Verbandsmitglied Ahnung, wiev ele Deutsche heute in der gleichen Lage wie ich sind, und ich kann nicht beurteilen, wie vdn der Mehrzahl dieser Mensch« n die ganze Situation angesehen wii d. Ich für meine Pe so» möchte jedoch der Ilebcrreugung ' lusdruck geben, daß Lille diejenige», die nach der heute amlich angewandten Ailffassigig lüdischcr Abstammung sind ind die in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen bewußt I «rutschen Weg. gegange i sind, also auch die Dissidenten. Getaufte» — soweit es sich b'ei diesen nicht um reine Oppo tu liste» und! Karriere,'iger handelt — i» ihrer inneren Eigsteslung wohl völlig int den Bestrebungen übereilistimmen die von Ihren Verband schon seit langen. Jahren l erl rcten halte cs für unbedingt zweckmäßig. \ aß , soweit sie die Dinge konsequent diir«>d<nken nun auch organisatorisch züsamincngefaßt werden. glaube, daß cs dabei durchaus keiner Ncusiründung »n > sondern daß es nicht anders als folgerichtig «ist.« wenn alle.diejenigen, die in diesen Wochen zn Juden „ermiint" worden sind, Ihrem Verbände beitretrn würden. ' nichts ob hierzu eine satzungsmüßige .Möglichkeit best« ht dies nicht der Fall, so möchte ich anregen, dag diese Mi geslhaffen wird, und der Zweck meines heftigen S«>rc an Sie ist dcir. Sie um Mitteilung darüber zu bit c» Sie über diese Ich. habe welcher Ruhe antisemitischen welcher Sicheihcif Sie alles das'voraussahen. was IcfttCU 3l!»0(f)Cn i" T'tfiiKfftf/itih + iit > iv Sie mir ausei landergesttzt, worin Ursache und Wirkul g Bewegung zu bandsarbeit bewiesen, daß der von Ihnen; beschritte ic zur Verständnis dafür aufbrihg Jahre habe ich erkannt, wie j!n können. Erst im Laufe > der notwendig dieser Zusammenschluß gewesen ist. Und die Vorgänge der letzten Wochen haben mir den unumstößlichen Bewi is geliefert, daß Ihre Bewegung zu denjenigen gehört, die durch die Konsequenz ihrer Gedanken- 'nfltc Betätigung zu den wahrhaft gänge und die dadurch bedin vaterländischen Taten der Nachkriegszeit gehört. Wenn ich Ihnen dies heute schreibe, so geschieht es ganz ohne Opportunismus, denn schließlich ist meine Situation durch die jüdische Abstammung meiner Mutier in allen wirtschaftlichen Fragen heute bi«: gleiche, wie die Ihre, und so möchte ich Sie fragen, ob «sie eine Möglichkeit. sehen. nins, die wir bisher allen jüdiscken Dingen völlig ferngestandön haben, in Ihre Organisation einzuordnen. Ich habe seine ' "! I Ein deutfebee Glaubensbekenntnis! Ein zionistis Schriftleiter einqr nennt' aus der Land"; das vorg Bolk und Baterha „unser" (d. h.,in Volk. Dieser *“ Jugend. Im übrigen persönliche Ansicht mit zunächst 'V.b ledi >1 Wer ein rechter Deutsche Hilfe und Stärke in Gott. Gewiß ist Gott überall, und in den Menschen, die in den nach ihm Suchenden an >« Völkern. Deshalb kann ein finden, wenn er ihn in sich Felde, in seiner Heimat such! Strenge und Gütigkeit nur verehren lernen, wenn er im Arbeit, auf Schritt und Trilt stand stößt und die Er' seiner eigensinnigen Pläne wie könnte es anders fein; und -finder auf deutscher Es wird und bleibt! MM Bereinigung der Judenfrage der einzig mögliche i seist ich heute me unserem Land kanfl. Ich gs wciterkommcn licht . . ebenfalls davon überzeugt bist. mögen lsi> uer heutig«» Frage entirchmen, und ich glaube gerpd, me ner völlig heraus sagen : eine Enllastnng von diesem «Problem aube, daß wir einen Schritt zu dicseiu würden, wen» es möglich wäre, nun ouä „3U! Juden Ernannten" int Rahmen Ihres Verbau de« Möglichkeit zist praktischen Arbeit an Deutschlands Befriqdung zu geben. > Lassen Gib bald von sich hören und schrc Sie. den ich jetzt fast als Autorität in diesem Dingen über das nun Mit bniti uns alle angehende Probleu chcm Gruß bin ich Ihr ergebiener! her Rabbiner in Berlin, früher r zionistisch-marxistischen Zeitmng, Kanzel Deutschland nur „dieses chchriebene Gebet für das deutsche md erseht er durch ein Gebet für seinem Munde: das „jüdische") ^biner wirkt auch al^s Lehrer der l drückt der nachfolgende Aufsatz die >ierdes Verfassers aus, die wir Ich zur Erörterung stellen. Die Schriftleituisg. r sein will.« der suche sich eine shaft «Sott Aber in der deutschen Land ihr verwurzeü sind, erscheint ers. als in Palästina und seinen Deutscher nur dann Gott Ir'"" in seinem Garten und auf sei . Und er kann ihn. seine M dann spüren und ihn Neben täglichen Kampf und in schl an Gottes erzieherischen W einer Wünsche. die Ausfüh « ott allmählich abringt. 1 daß nur im rechter Gottsu« de ein tüchtiger treuer Deuts« ols st l bst nem icht. und rer Herling Und ckzer «her ne Wir Deuts dulden, daß }.i den Gottcshäi s dem talmudische sein diachdenk der Natur u Baum, wie sck «Abot 3. 7). Geistlichen, d wurden, aus sorgen, daß « kcnntnis trete > Revolution d nuügen zur L vom 11. R vom 3. Juli „in bürgerlich :r äuch in religilis weitere Ein Befreiung de : antieuropäisch« n historischen liusi Rationaistaatesn R a t i o n a l f ' wetden. die d jüdischen 9k a t schon in den nicht mehr 4 Frömmigkeit B«k Frage denken/ in den ganzen letzten Jahren bewundert und Grlaiscnheit Sieden Auswüchsen Bewegung gcgenübcrgestandc» haben sin! in Deutschland eingetreten ist.« Sehr v suchen ist. und Sie haben mit an Jhle.r / Von Erick Grü bcn Sie bellten. isst», b« darf. ich gli hkcit in t laben t. »ieserl .Ver-! Weg, Wic^ aus aus ngen der« ngen i Ziele uns die mix A. v. mu f:in al ich «ht in chen jüdischer Abstämniung wenden »ich tznsere Kinder in den Schulen! und wir ern von Männern belehrt weide», die :n Satz richten:.„48er auf den 48ege g n über das Gciernte durch eine Betil« isiterbricht. indem er sägt; wie schön is ' ön ist dieser Acker, bet hat sein Leben o« Wir fordern grundsätzlich. diß alle : nicht i» Deutschland geboten und ihren Aemter» ausschciden. Wir; wolle» ihre Stelle Männer mit deutsche Wir. machen die Regierung der n hrauf aufmerksam, daß. alle deutschen manzipatio» der Juden, ange äugen m rz 1812 bis zum Norddeutschen Bund 1869. das später Neichsgesetz rmrde, die t und staatsbürgerlilhcr Bczielning", nicht istr Beziehung befreit lmben. Wir wolse anzipation, d. h. eine möglichst deutschen Juden von allen undcutsckst Zeremonialgesetzen. 48ir nclnnen ein« sinn, daß noch in den Zeiten der eur li und inmitten der deutschen N< tion die ftiertage, wie Purim und Passah,, bei «ch mit Religimi nichts zu jtun haben, nur i ona l staat in Palästina «Hinei ipaßten i funkle» Ghettos des Heiliäen 4lömischen 'undungen echter. d. h. erdenmd himn konnten. 48ir sind nicht die ersten, di« ack tung i icscr er« c>gen | «für |!8ei t en 0l>« alle ich und weiß Ist bens wie mit der mit den wie, sehe. | nger c in nach und ruirlt" d scheu Be-. isälen ordener esdesetz Jliden aber ezne nute und intiäi chen ijibi «hen ik eh i lten den auch Rchches in und ein ah«x sc lches

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