Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 7 (Juli 1931)
- Date
- 1931-07-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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^üdifcbea aus Spanien «>„ 1 Spanisches aus jüdischen Blättern. Iudenriecherei hat bisher als ein antisemitisches Monopol gegolten. Mit Recht machte man sich darüber lustig, daß die verschiedensten, einander am heftigsten widersprechenden Richtungen, wie Kommunismus und Kapitalismus. Kriegsanstiftung und pazifistischer Defaitismus, auf den gemeinsamen antisemitischen Renner gebracht worden sind.. Die jüdische 'Apologetik hat immer wieder auf die Tatsache hingewiesen, dah die Juden zahlenmäßig und sozial gar nicht in der Lage sind, einen solchen Einfluß auf die Gestaltung der Weltgeschichte auszuüben, wie ihnen von übelgesinnter Seite nachgesaat wird. Run hat sich im äußersten Westen unseres Erdteils eine politische Umwälzung vollzogen. Spanien ist Republik -geworden. In Spanien gibt es seit 1493 keine Juden mehr. Die antisemitische Walze schien diesmal zu versagen. Auch die unentwegtesten Rechtsblätter tonnten auf der Suche nach dem Sündenbock nur das „Freimaurertum" entdecken, von jüdischen „Schnorrern und Verschwörern" war nicht die Rede. Wie denn auch? Wo es keine Juden gibt, dort hat die Judenschnüffelei lein Betätigungsfeld —sollte man meinen. Die Antisemiten meinten es auch und gaben Ruhe. Eine herrliche Chance für die jüdische „Tüchtigkeit" bot sich, den verhaßten Gegner aus einer Monopol st ellung, die ihn, sicher schien, zu verdrängen. ihn die Ueberlegenheit der jüdischen Konkurrenz sogar auf dem Gebiet, wo er es am wenigsten erwartet hatte, fühlen zu lassen. Die Judenschnüffelei wurde von jüdischer Seite in Angriff genommen und — hast du nicht gesehen? —, was die Judenfeinde . in ihren kühnsten Träumen nicht erhofft hatten. ist durch jüdische Zeitungen <Jsraelitisches Fadnilienblatt usw.) erreicht worden: die spanische Revolution erscheint als eine rein jüdische Angelegenheit. Alle^ Führer und politischen Nutznießer der Bewegung smd als Judenstämmlinge deklariert: der Präsident der Republik. Alcala Zamora, gebe sich als Katholik jüdischer Abstammung aus, der im Innern sich als Juden fühle, als Angehörigen des Marannenvolkes. Auch der Justizminister de Los Rios bekenne sich zum Marannentum. Ebenso soll der Innenminister .Miguel Maura ein Marannenstämmling sein, in dessen Elternhaus der Sabbat und sämtliche jüdischen Feiertage gehalten und die rituellen Speisegesetze streng befolgt worden seien. Triumphierend verkündet das „Israelitische Familienblatt": „Mprannen regieren in Spanien!" Nächstens wird das intelligente Blatt mit ärgerlicher Befremdung darüber zetern, daß wieder ein Hakenkreuzler freigesprochen wird, , der das Lied von der „Judenrepublik" gesungen hat. ... Erstaunt reiben sich die Völkischen aller Völker den Schlaf aus den Augen. S o leicht hatten sie sich die Sache in diesem Falle doch nicht gedacht. Reidooll müssen sie sich gestehen, daß sie vom Juden noch viel zu lernen haben und daß es besonders auf dem Spezialgebiet des Antisemitismus gar keinen besseren Lehrmeister geben kann. Bisher hatte sich die Judenfeindschaft an der Von Dr. fiugo Spiegler. äußerlichen Kenntlichkeit der Iudennase entflammt, nun lchstet .ihr auch der innere Vorzug des jüdischen Riechorgans: eine bis zur höchsten Feinheit ausgebildete Fähigkeit zur Iudenschnüffelei. unerwarteten Vorschub. Das .^Israelitische Familienblatt" und die anderen, ans derselben Stufe politischer Intelligenz einherstolzierenden jüdischen Zeitungen machen sich über Günthers Rassenlehre lustig. Sie können leicht lachen: Wo der arische „Wissenschaftler" sich abmüht, mikroskopisch genaue anthropologische Messungen vorzunehmen, dort entdecken sie mit freiem Auge bei einem republikanischen Staatspräsidenten eines judenreinen Landes einen Urgroßvater, der am Versöhnungstag gefastet hat, und bei einem spanischen Minister eine Erotztanie, die. solange sie lebte, jeden Freitag abend Barches gegessen hat. Und sie gackern triumphierend ihre Entdeckung in die Welt hinaus, wie die Hchine, die soeben das Ei des Kolumbus gelegt, das sich ja auch längst als Schalet- Ei entpuppt hat . . . Was die jüdischen Publizisten veranlaßt, auf solche Weise das Geschäft des Hakenkreuzes zu besorgen? Die einzige Erklärung hierfür sind ein pa^ thologisch entartetes Solidarirätsgefühl und der Hang, sich wichtig zu machen. Diese Leute, die sich ständig darüber beklagen, daß sie! in ihrer deutschen Heimat nuj als -Bürger zweiter Klasse gewertet werden, bemühen sich gar nicht, mit den anderen deutschen Bürgern, denen sie gleichberechtigt sein wollen, harmonisch zu fühlen und zu denken. Wichtiger dünkt ihnen die S»< ljdvrität m i t Negerjuden. mit Chinesen, die zur Zeit König Salomos ails Palästina jns Reich der Mitte eingewandert sein und sich dort Erinnerungen an das mosaische Gesetz bewahrt haben sollen, und ähnlichen „Glaubensgenossen". Und wenn in irgendeinem noch so entfernten Lande etwas geschieht, dann horchen sie ans die sagenhafte Stimme des Blutes und sind glücklich., wenn diese ihnen etwas vorraunt' von alter Verwandtschaft über etliche Jahrhunderte hinweg. Die deutschen Juden erscheinen geradezu von dem paradoren Ehrgeiz besessen, nur , i entfernte V erwandte zu haben. Von! den Landsleuten,! in deren Mitte sie leben, sondern sie sich ab. aber in Spätzlen suchen sie Elemente, die ihrem krankhaft und haltlos iit > der - Welt umhertastenden Anlehnungsbedürfnis entgegenkomchen. Dieses jüdische „Solidaritätsgefühl" ist sozusagen ein »«vertierter Oedipuskomplei. Während Oedipus die Heimat mied, um der ihm prophezeiten Verwandtenehe zu entgehen, irrt die jüdische Sehnsucht in die Ferne, dort Verbindung mit gleichem Blute zu finden. Der Erfolg ist in beiden Fällen gerade das Gegenteil des Erwarteten: Oedipus hat bekanntlich in der Fretnde erst recht seine leibliche Mutter geheiratet, und die jüdische Sucht nach Vetwandtschaft in der Ferne endet folgerichtig mit Entwurzelung und Entfremdung in der Heimat. Oedipus hat sich nach Erkenntnis seines Schicksals des Augenlichts beraubt, und so darf man in logischer Fortspinnung der umgekehrten Analogie erwatten, daß die deutschen Juden in einer, hoffentlich nicht allzufernen Stunde der Erkenntnis endlich sehend werden.. . En» dem „Ifraelitifchen familienblatt“. So .bekämpft" man die Iudenfeivdschaftk MwuiMn regieren ln Spanien 1 Zamora (i), der prind*nt, plaura (i), der Innen- und dc-408-JUos <»), der 'JurrtzuitnUtar der neuen Republik. J_T_L_ Dg» landwirtschaftliche Ghetto. In der jüdischen Sonderpresse herrscht großer Jubel über die Grundsteinlegung zu einer jüdischen Siedlung in Groß- Gaglow bei Kottbus. Auch die „liberalen" Blätter beteiligen sich an diesen Freudenausbrüchen. Unseren eigenen Standpunkt zu Unternehmungen dieser Art haben wir mehrfach zum Ausdruck gebracht. Wir begrüßen jede Bestrebung, die dahin zielt, die jüdischen Deutschen zu landwirtschaftlicher Betätigung zu führen. Aber diese Betätigung hat nur dann Sinn und Zweck, wenn sie im Rahmen ' der deutschen Volksgemeinschaft erfolgf. Ein Jude, der ein deutscher Bauer unter deutschen Bauery wird, tut der Judenfeindschaft mehr Abbruch, als tausend Artikel und. Reden jüdischer „Intellektueller". Die unleugbaren Schwierigkeiten, denen solche Pioniere ausgesetzt sind, müssen überwunden werden und können überwunden werden, wenn der Pionier eine energische Persönlichkeit ist. die nicht sofort den Spaten wegwirft. wenn sie auf Mißttaum und Vorurteil stößt. Aber eine geschlossene Judensiedlung muß und wird zwangsläufig ein Ghetto werden, mögen seine Gründer auch noch so „liberal" sein, und jede Form, rn der sich Juden von ihrer Umwelt absondern, stärkt die Judenfeindschaft, auch wenn die Siedler dke tüchtigsten Kerle sind, und die Siedlung ein Musterbetrieb wird. "