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Der nationaldeutsche Jude · 1931-04-01 · Nr. 4 (April 1931) · p. Seite 5

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1931
Issue
Nr. 4 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sine archäologifdbe Settatigung der 6i wmmm, Sib^l. WMWWWWWW Ton frfedrich v o ii Oppekn-Kronikowskl. Immer wieder hat die Spatenforschung in Mesopotamien >ie Angaben der Bibel bestätigt und geklärt. Jetzt liefert, auch ine neue anterikgnische Ausgrabung in Palästina die Betätigung einer bibl„chen Nachricht. Es ist die von Megiddo. 'Ci5 am Rande des Karmekgebirges und der Ebene Esdrelon legt und als Schnittpunkt der.uralten Strotzen von Aegypten ach Babylonien und von Tyrus nach Jerusalem stets eine cschichtliche Rolle gespielt hat. worauf schon sein Name Har isageddon. Hügel der Schlachten, hinweist. Bereits 1903 bis 905 hatte hier der Ingenieur Schumacher für den deutschen Palästinaoerein gegraben. Seit 1925 wurde diese Grabung >0ii dem Oriental Institute der Universität Chicago wieder ufgenommen. dessen 'Bericht jetzt vorliegt (Communicatinn Ir. 9, März 1931 )*, Sie ergab einen kreisrunden Mauerring at den Hügel nach Art der alten hcthitischen Königsburgen, ine auf einem Steinsockel ruhende Lchmziegelmauer mit mein einzigen Kammertor. die um 1000 v. Ehr. entstanden ist. ie Ausgrabungen in Geier hatten bereits eine ganz ähnliche ladtmauer ergebe». Ziel einer-Stadterwciterung wurde später 0.!, eine zweite Mauer angestückt. Die ursprüngliche Stadt, eren flachgedeckte Häuser bis dichtan die Mauex heran-' eien, ist nach einem bestimmten Plan in einem Zug erbaut -ordeu. Unter diesen Häusern fällt ein grötzeres Gebäude »f. dessen Lehmzicgelmaucr. ähnlich wie die Stadtmauer, aus einem Stcinsockel ruhte, aber durch Zedernstämme verleist war. ähnlich wie es die Bibel (I. Könige VII, 12) für oii Jnnenhof des Tempels in Jerusalem und die Vorhalle os Königspalastes schildert. Eine - Treppe führte zu einem ' oiiicit Aussichtsturm: das Haus war also - offenbar die lgsernc eines Abschnittskonimandanten der Stadtmauer. Ganz ncilwürdig aber ist ein noch grötzeres Gebäude von -55:25,5 m ii Grundritz. Soweit erhalten, zerfjcl es in vier Abteilungen nit Doppelreihen von Steinpfosten, zwischen -denen je eine mit Steinplatten belegte Gasse lief. Ein noch zwischen zioci Pfeilern stehender Stcintrog nach Art einer Futterkrippe deutet auf einen grotzen Stall hin. Hier kommt nun die Bibel der Archäologie zu Hilfe. Wie im l. Buch der Könige, Kap. IX. 15-19, ynd Kap. X. 26—29? berichtet wird, hatte K^nig Hiram von Tyrus dem König Salomo Zedern und Tannenbäume und 120 Zentner "'.old gesandt, womit er seinen Palast in Jerusalem und den Tempel -erbaute, dessen mannigfache Erzwerte ein anderer Hiram aus Tyrus ausführte. Auch die Mauern Jerusalems, aas ichon genannte Gcser, Hafer und das'nun äusgegrabenc Megiddo wurden, von diesem Geld erbaut. Ebenso wie zu Hiram von Tyrus stand Salomo in freund- ■ i.hgftlichen Beziehungen zu dem Pharao von Aegypten, der ihm seine Tochter zur Frau gab Änd dieser das von ihm lerilörte Keser als eigenartige Mitgift schenkte. H.Also baute Salomo Gcser" (wieder auf), heitzt cs weiter, „und alle Städte der Kornhäuser und alle Städte der Wagen und l'seiler. . . Und die Kinder Israel lietz er Kriegslcute sein id Fürsten und Ritter und über seine Wagen und Reiter. . . und Salomo, brachte zu Häuf 14Y0 Wagen und 12000 Seiler ynd lietz sie in den Wagcnstädten und beim König in erusalem. Und nian brachte Salomo Pferde ans Aegypten i Md allerlei Waren, und die Kaufleute des Königs brachten l ■■■ aus Aegypten, je einen Wagen um 600 Sekel und ein ierd um 150 Sekcl. Also brachte man sie auch allen Könige» r Hethiter upd in Syrien durch ihre Hand." I» die heutige Sprache übersetzt, stellte Salomo also i '0 Kriegswagen, die Vorläufer der modernen Tanks, und >^'.00 Mann Kavallerie auf und legte sie teilsin die von nt erbauten Festungen, teils als Garde nach der neu beündeten Hauptstadt. Wagen und Pferde, jedenfalls auch e Mannschaften, stammten aus Aegypten und wurden dischcn Führern unterstellt. Zugleich trieb Sälomo einen äwunghaften Pferde- und Soldalenhandel mit de» Herrschern -ordcrasiens. indem er die gleichen Trnppenforjnationen in (typten anwarb und sic ihnen verkaufte. Das war eine orlwürdige Umkehr der Dinge, denn die Aegypter selbst ulen Pferd und Streitwagen ent durch die Hethiter in leinasien kennen gelernt und dies Vorbild nachgeahmt. ' 'seubar aber waren sie ihren Lehrmeistern bald über den - opf gewachsen und hatten die Ausbildung und Organisation verbessert, datz die Hethiter und andere syrische Könige e Kriegswagen und ihre Kavallerie nun durch Salomos wiichenhandel aus Aegypten bezogen. Der grotze Stall i» 1 'ieilibbp, der Raum für eine Schwadron von 120 Pferden «lle, ist ein lehrreicher Beweis für!die obigen Angaben der, i'ibel.! , , , , Sie zeigen ein eigenartiges Gemisch militärischer, polilittftcc: >d kommerzieller Zwecke, das an ähnliche spätere Matznahmcn - r Ptolemäer in Aegypten erinnert. Der Soldatenhandel alte natürlich nicht nur wirtschaftliche Zwecke. Die Stärkung, er Nachbarstaaten durch Truppenoerläufe an sie magfreiuch Zunder nehmen, aber die einst so furchtgebietend« hethrtische den Erohmacht mar damah deutete ihre Stärkung Stärkung der eigenen drohlichen Erotzmächten das zwar gleichfalls in war und noch vor und das südliche (L . bar», den phönikischei den Hethitern und d vernehmen zu stehen Grotzmackt Aegypten - aber zugleich Festungen gefüllte Kornmagazinc Lage Palästinas das blühenden jüdischen T Diese wcjse Poli, Ausweis der Bibel Herrscher erregte, fa ejn jähes Ende. Untck bekämpften und fchioi und die verwaiidtschgs Umsonst baute Rehab (Scheschonk) überzog Jerusalem: seine Sic. wie die Bibel. Wa > die eben erst aus Ae zur Beute gefallen Und die Festungen in baute, seine neue £ befestigte Jericho, n aus her Geschichte Juden des Südrcich Jerusalems durch inerte. aus N<b » in vollem^ Niedergang, und somit bewie die der syrischen Kleinfürsten, eine jüdischen Position zwischen den bedes -Zweistromlandcs und Aegypten, Niedergang, aber noch immer gefährlich zem die Oberherrschaft über Palästina en beansprucht hatte. Mit allen Rach- Handelsstädten an der- Küste wie mit syrischen Kleinsürsten, in guteni Ein nnd die schwachen zu stärken, mit der verwandtschaftliche Bande Zu knüpfen, zu bauen, schlagfertige Truppen und zu haben, mutztc bei der geographische» Ziel des ebfn. erst geeinigten und.auftaatcs sein, ik des bewaffneten Friedens, die nach die Bewunderung Der ausländischen id indes schon nach Salomos Tode seinen Naä-folgern, die sich gegenseitig chten, klaffte der Staat auseinander, tlichen Bayde zu Aegypten zerrissen, am neue Festungen: der Pharao Sisak Palästina mit Krieg und plünderte gjesinschrift in! Theben bestätigt es ebenso richeinlich send ihm bei die'ein Zuge yplen einqefjührteii Wagen und Picrde und haben «in Pordringen erleichtert. Nordreich, hie der lrastvo'le Jerobeam banpkftadt Sichcm und das prachtvoll ntzerlagcn den Aisyreru, bie1 dies Reich slöschten, noch che die Forljsühriing der ' nach Babylon und die! Zerstörung ukadnezar mich djrscs Reich zertrünr- Verba nelsnackricktenl 1. Hauptversamn lung. Die diesjährige Hauptversamm lung findet im M a d. I: statt! Die vorgeichriebenc Einladung erfolgt in de' Mai-Nummer des Mitteilungsblattes. Nach der Satzung it diesmal auch der Vorstand neu zu wählen. Sofen für die Voritandswahl ans Mitgliederkreisen bestimmte Vor chlägc zu machen sind, wird gebeten,"die betreffenden Anregui gen möglichst! rechtzeitig zu geben, unbeschadet natürlich d<s Rechtes dir Mitglieder, noch in der Hauptversammlung sqlbst entsprechende Anträge zu stellen. V p r t r.a g ssa b e n d ist für Ende April d. I. in Aulssicht genommen. Es ergehen besondere Einladungen. . i 3. Jugendgruppe Eine Zusailimenkunft soll gegen E n d e April d. 2. stattsin!,etz. Näheres! über Ort, Zeit und Gegenstand der Erörterung bekannt gegeben. nn) Einer stjyer letzte,, Kriegs» acht zu stärbi gegen südliche Söldnx des unter ihm cinge steht die Vorschrift viele Rosse hallen n.. führen Mim der Rosse Ausgrabung der jüd Elefanline am ersten es klar, datz Jo las. diese Soldaten im Ai getreten hat: die Kr der versischen Fremdh Mener, „Der Papyri Doch auch,dem Do ias 608 bei Meaiddo, gegen den Pharao , . (601) dem Nebnkadne Folge dieser Doppelm und die Zerstörung die Perser das Ba Bruchteil der Juden Mehrzahl in Babylo Neugründunq Aleran zerstörte. Alerandria der anti'en 2ve't. Sc in Mesopotamien und einandergerissen und . Staatsgedanke Davids grabung von Megidd) wird noch h irch besondere Einladungen Der Vorstand. König?, Jc it ge'u cht. ii iias, hat »och einmal seine dem er ägyplvch; Pferde r äustanscht^.--In Kapilcl XVll. l6. ührten Prk.'sterkodci <5. Buch Mo'j) ür de» König: „Allein er soll nicht das Volk nicht wieder nach Aegypten willen", — eine Ste'le. die bis nt der iwen Handels und Mililärlolonie von Ikilkalarakt völ'ig diinlel war. Jetzt ist intgezei dein Verbot de; Prlesterloder, stäusch gegen Pferde an Aegyp'en Pblonie'hat sich noch bi; über die Zeit rrschaft in Aegypten erhalten. «Eduard i^stund von Ele^an'ine". Leiv'ig 1917). half sein Soloatenhandcl niht;: er si.l ,n Ausgangspunkt dieicr Betrachtung, cho Ik.. und dieser er'aq Tun da'auf ar bei Karktmisch. Die nnniiltelhare tastrophe war das babylonische Erik Jenisa'ens. Erst 60 Jahre snä'er. als ,-ylonische Reich zerstörten, kehrte ein hie alte Heimat zurück, während die lien blieb. Und schlietzlich wurde die >ers des Grotzen. der das Perser''eich in Aegypten, zur grötzten Judenstadt chat da; Schwergewicht der Gwtzreichr Aegnp'en die Masse der Ju>en 'ausich stärker erwiesen als der nationale und Salamos. für den die Ausein überraschendes Beispiel bietet. d n »e

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