Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 3 (März 1931)
- Date
- 1931-03-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Vas Grab IeKl. mein Vor kurzem ging durch die Berliner Presse die aufsehenerregende Nachricht. „das Grab Jesu" sei gefunden. Was bot den Astlatz zu dieser Sensationsmeldung? Vor einigen Wochen hatte in der Berliner Archäologischen Gesellschaft l>r. E. L. Sukenrk aus Jerusalem einen fesselnden Lichtbildervortrag über neue Ausgrabungen in der Gräbwwejt Jerusalems aus der Spätst vor der Zerstörung durch Titus gehalten. Er hatte sich besonders mit den eigenartigen kleinen Disnarien tKnochenlisten) besäht, die — den altjüdischest Bestattungsbräuchen zuwider — aus Raummangel in .zahlreichen Felsgräbern jüdischer Familien beigesetzt waren. Risten aus Kalkstein mit kerbschnittartiqen Ornamenten. Rosetten „nd Bandmustern, deren Inschriften, teils , griechisch. 1 teils hebräisch oder aramäisch, der Zeit der Entstehung des Chtistenlunns angehören und deren Namen aus der Ileberlieferung zum Teil wohlbekannt sind, so der des Alerandriners Rimnor, der nach Josephus ein goldschimmerndes Tor für den Tempel gestiftet hat. Eine dieser Inschriften nannte sogar einen ..Jeschua. Sohn Josefs" eine seltsame Namensgleichheit mit den neutestamentlichen Namen, bile den Anlah zu der eben genannten Sensationsmeldung gab. Dr. Sukenik ist natürlich unschuldig daran, und jetzt Eden sich zur Klärung der Sache auch die Theologen zum Wort, so der gegenwärtige Rektor der Berliner Universität. Geheimrat Deisinan», eine Autorität auf neutestamentlichem 1 Gebiet. Der Name Jeschua. griechisch in Jesus, auch in Jason »mgebildet. ist ein uralter hebräischer Name, der dem altteitainentlichen, Josua entspricht. : In der Zeit um Christi Geburt war er in der ganzen z jüdischen Welt verbreitet. So ist aus den Gräbern von Leontopolis <Aegstvten> eine lange jüdisch-griechische Grabinschrift in Distichen bekannt, die init den Worten beginnt: „Ich bin! Jesus. ... Ich fuhr zum Hades hinab", und am Schlutz die Anrede an seinen Adoptivsohn: „Du bist als zwanzig Person Merkwürdigste ist, an Jesu Stelle Evangelienhandschri was sväter getilgt des Pilatus: Barabbas oder Je Schärfe. Erst mit schwindet der Eige, die Christen sakral, aber in , jüdischen kommt, selbst mit das nur seine da einem, heutige» Frif finden. SoLn". Josephus erwähnt nicht weniger en. die diesen Namen trugen, und das >ah der Missetäter Barabbas. den Pilatus >em Volke freigab. in mehreren alten ten den Namen Jesus Barabbas trägt, worden ist. Dadurch erhält die Frage lchen soll ich euch' freigeben, den, Jesus üs von Nazareth?" erst ihre antithetische det 'Ausbreitung des Christentums vername Jesus fast völlig, denn er war für für die Juden ein Aergernjs. Wenn er Felsgräbern des 1. Jahrhunderts vordem Zusatz „Sohn Josefs", so beweist nalige Verbreitung, genau wie sich auf dhof verbreitete Namen nicht nur, einmal v, O-B. 'Ciefca Vei ftändm9. Eine Buchbewrje erschienen ist. setzen Dicse» Buch hot Seite eiiibkmdendreitzl ich zur Ebarake-rM i ^ieina«'tte'dek»r Anverbi ltterarit^» ohne oder «Cbrifienbubp a>» Oieaen'atz «um ptbt tckU^ftlich midi , nach weiterer Besl'üs weil kW in einerRrb erbebt. Bekenntnisse auch immer «enen. Der Verfasser Weg gefunden. R freundlich klingende die Judensrage ist chung. die im Berliner Tageblatt wir wörtlich hierher: ^ie'hundertfieb-'nundsüni/la Seiten, ich Labe lediglich bi» ' a aeiesen Wirf yx«-i onfeinanderfolaenden Seiten fand una eine» Knaben die Worte .kleiner Jtidenbenael*'. ena-I- und .yildenbubeverwendet. wLbre d in dem l ^rnfilkunehmenb«'», Bucke niraend ein »Ebrifte^bengel* l finden ist. Abfichliole» Deiterblättern lieft mich — rbandensein der Tiperon'ist«'n — den Satz finden: >E» ^nden in de» eanten Wrl»." Dam«t war mein Beklanpen igunq mit Werke d » Schweizer Berkossertz redecke. die auf literarische» und künfilmische» Riv>'0»i Anspruch n^iss-'n möchte, die ich. welcher Rasse oder Konfession fie Vieser ftorm ablebne. )ieser,Befvrechung hat den einzig richtigen an liest Bücher, in denen ein paar un- Wehdungen stehen, nicht weiter, — und gelösh B M i,l T" Das ganze scheint demnach eine „qrotzzügiqe" Geschäftsfpekulation zu fein.' die aber vielleicht fehlschlagen wird — wenn das Gericht erkennt. Momicur Riviers hätte als (routinierter Theaterdirektor sein Pariser Publikum kennen sind sich von aussichtslosen Unternehmungen fernhalten müsse». Dieser mihglückte Versuch einer „geistigen Verständigung" «nach der pazifistischen Terminologie, die zwischen „politischer" und „geistiger" Verständigung unterscheidet, kann man Politik ohne Geist machen. — doch dies nur nebenbei, dieses Fiasko also war nicht das erste und wird, wie wir unsere „Geistigen" kennen, nicht das letzte sein. Schon im Frühjahr 1919. als. noch die Friedenskonferenz dort tagte, gaben fleitziqe s'ommis vovaceurs aus der Berliner Literaturbranche ihre Karten in Pari» ab. Die einen üls unerwünscht nicht voraclassen. die anderen als lästig abgewiesen, bleibt ihnen doch die Genugtuung, das bisher geltende Anstandsgesetz: Der Ileberwinder reicht dem Ueberwn»denen die Hand! — ins Gegenteil umgemodelt zu haben. Der Weg zum „Herzen des französischest Volkes" ist mit Würdelosigkeiten gepflastert, und jede ist! ein Stein des Anstotzes. Kaum war das Grabmal des unbekannte» Soldaten in Paris enthüllt, erschien dort eine Abordnung der deutschen Friedensgesellschaft. Kränze in den Händen mit Schleifen in den Farben der Trikolore. Unfreundliche Camelots näherten sich den Deutschen mit dem Grütze: „Snjles Boches!" Sie lösten Äuberlich die Bänder von den Kränzen, die Kränze selbüaber schlugen sie den Herren so länge um die Köpfe.! bis weder Blatt noch Blüte übrig blieb. Als ein Jahr später bekannt wurde, die vereinigten französischen Foontkämvferoerbände würden am Totensonntag auf den Schlachtfelder» uor Verdun eine Gedenkfeier für ihve Gefallene» veranstalten, bewarb sich das Reichsbanner um die Gunst, an dieser Helden ehrnng teilzunehmen. Ob das Gesuch gar nicht oder in abweisendem Sinne beantwortet wurde, wissen wir nicht. Wie *Kin auch sei. wochenlang hatte die Linkspresse, voreilig genug >u ihrem Uebereifer, von der bevorstehenden Verbrüderung deutscher und französischer Kriegsteilnehmer wie von einer beschlossenen Tatsache berichtet und sogar ein eigens hierzu oerkatztes „Marschlied" veröffentlicht. Der Teil, nach der Weise der Marseillaise, lautet etwa:!„Wir marschieren wieder über den Rhein, aber diesmal nicht als Feinde, sondern für alle Zeiten als Brüder. Keine Bajonette halten wir in unseren Händen, sondern Kränze, um sie auf die Gräber der tapferen französischen Kameraden niederznleqen." — Plötzstch verstummten, wie auf einen Wink, alle Stimmen, und tnt Blätterwald der Linken wurde es still.... Und da gerade von Heldenehrung und Kränzen die Rede ist: Viele Gedenkmäler für unsere Gefallenen stehen an Stratzen und Plätzen, geht man am einen oder anderen vorüber, hegen da Kränze und Sträube. Bänder beipegen sich leise im Wind, ichwarzweitze, schwarzweitzrote und manchmal auch wenn es Kameraden eines alten Jägerbataillons waren, die sie dort niedcrgelegt haben, im Jahr, die, der es der Kränze und sockel, woran sie lel noch, so lange die sie ei» Kranz mit geschmückt.... ,.S fallen" — hat ein als er in einer Kriegsschuld ZcugnU Verständigung" bet lind es grüne. An den beiden Sonntagen Trauer um die Toten geweiht sind, gibt Schleifen so viele, datz der graue Granitnen, davon verdeckt ist.... Aber niemals Steine für unsere Gefallenen stehen, hat schwarzrotgoldenem oder rotem Bande e sind auf dem Felde der Unehre gedcutscker Professor der Philosophie gesagt, französischen Provinzstadt für die deutsche 's ablegte und solcherart..geistige ieb. '.\ i Spei Ti ii sehr» di> Hop! wir > Dlneatrum Publikum in Paris stückes yffenkundiq Freude an der das Haus tobt, ren Deutscher über die einen Film zu deutschen Heimat, mit grausamem bringt und den die Prüfung und ganz boten bat. Der fremden Lande als Selbstbefreiunq verbales, als Zershr reaktionäre Regien mündige Volk zu sind es. die vor Polizeidirektion, P,jr Apparatur der einen anderen Filn nicht patzt. Und konnten, da gar kein^ Mühe geben, das greifli'ch und entsch schändlich und fluchw Mäule sind ganz g der Meinungen — Eierschalen sollten Selbst dann nicht, geschleudert, ein ' Nur Geduld, ihi kehren, der Antrag Hohen Hause der Stimmenmehrheit a sich damit trösten, rungen, die dei Ansehen einer lehnt-haben, si Tagen — die gesellt haben. daciilum!.... Während das Theaterdie Ausführungen des deutschen Bühnennur des Spektakels wegen besucht, aus itschenhetze, die Abend für Abend durch en Tag für Tag in Ertrazügen Tausende französische Grenze, um für teures Geld der das Hoffen und Verzweifeln der GH*,' •" ~ Besuch s Leben und Sterben der deutschen Front N und gehässig verzerrt zur Darstellung deutsche Regierung nach gewissenhaftester bestimmt nicht ohne ernste Gründe verdieies deutschfeindlichen Films ist ln gewissen Kreisen als Tat gepriesen, von lder „Schmach" des Aufführunasengnng der „Zensurfessel, mit der eine ng unter dem Druck der Strotze das nebelst wagt".... Und dieselben Leute oenigen Wochen Zensor. Oberprüfstelle, rlamestt und Regierung — die gänze ublik j in Bewegung gesetzt haben, um zu verbieten, dessen Richtung ihnen wwl sie das Verbot nicht erwirken Gründe dafür vorliegen, sich nicht einmal Besicht zu wahren. Die heute für „bensldbar" erklären, was ihnen noch gestern irdig erschien. — Blindschleichen und weitze keine geeigneten Wgffen im Kampfe iber auch Stinkbomben und tintengefüllte „Geistigen" kern Wohlgefallen sein, nn sie. gegen die Fassade von Sanssouci nkonzert in Verwirnmg bringen.... Herren, der Remarguesilm rnrd wiederauf Aufhebung des Verbotes ist vom esetzgebung, worin die Rechtt fehlt, mit stgenommen worden. Vielleicht kann man datz den Ländern und Regie- Film als „schädigend für das befreundeten Nation" abgech jetzt auch — eben in diesen ü,rkei und Jugoslawien beiläe. we Flöte Cm (■ V