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Der nationaldeutsche Jude · 1931-02-01 · Nr. 2 (Februar 1931) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1931
Issue
Nr. 2 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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"I Babyiomfcbe Cragö Ton 8. N* ft. Bor b-e m erkung. Tie Ausführungen des nachstehenden soweit sie die Verhandlungen in Genf lind vor diesen Verhandlungen gefchi i durch den Enolg. den "Reichsnunistcr Euil hat, zum Teil.überholt. Glicht üverholjt das Berhalleil einer gewissen Presse, nächster Gelegenheit zweisetlos wieder Tesyalb verdienen die Ausführungen uchefres 'glieoes auch nach Genf das untere s Leser. Tie Schri I da hoch. lufsatzes, letreffen, und is erzielt ist leioer sich bei n wirb, s Mitunserer itung. I iS ng/ re In den Tagen der Berliner RemarquewirreiL Wien, das Torado der Zeitungslejer, tommend, sah immer, den Rorrespondenren eines Londoner Weltv Wogen bedruckten Papicres schwimmen.. ,',WahrhiP er nur zu und zerteilt» seufzeno Vas Blättermeer ■- wäre ich vor zehn Jahrtausenden Journalist gcfve von ineiner Redarrion nach Babylon geschickt worden Ort und Stelle über die Krawalle beim Turmbar richten. Ein Pensum für Elondoys wär's gewesen,, r mit der Aufgabe, aus dem Slimmenwirrwarr esire da herauszuyoren, was ihr denn 1 coollt. lieber * bi e verständlichsten Tinge von der Welt MNtt ihr euch in 1 Jungen, und -keiner versteht die Sprache seines Räch t cs in der jßibcl heißt. Ihr Deutschen habt das Pu die Tructerei erfunden — um mit Ranonen nach Sf schiefzen uiid das Gesicht der öffentlichen Meinung nfil schwarze unkenntlich zu machen. By Jove, ihr seid shi Leute und liebenswert — aber der Teufel werd^ llug!"- . In der Tat, das Tohuwabohu unseres Bljtt i'tsinnbetäubend, mit ihm verglichen wird das" g llrwaldgetrcisch über den Wassern des "Amazonas zux >; der Sphären. £tr es um politische oder kultur wirtschaftliche oder soziale Aragen gehen mag, die IT teil in allen Dingen des nationalen Lebens ist!das der deutschen Publizistik, und leichter ist -es, die!£ des Rreiies zu finden, als die „öffentliche Meiyui „Willen des souveränen Volkes" auf einen Generglnsii bringen. . . . „Fünfmalhunderttausend Teufel kam aus diele Welt" — wie das alte. Studentenlied ber sie ließen sich in Deutschland nieder und wurden Ieiti Polititer: jeder hält sich für den „Pipifar" ■— das ,1 aenie ctmune il faut“, alle anderen aber für In ar höllischer Bosheit und „dumm wie Bohnenftro!»". Cafe ich, wie alles jn rief „lieber en und uni an zu berglichcn Presse jelbslhundert en, wie ver und atzen zu Druckertipalhische i lus euch rwaldes äßlichste armonie sie. er l„ il g Ui 11 fi [: Nil: Hk c Es gibt Tinge, die mit Politik nicht das g tun haben, und von denen man als jelbjtverstc ii nehmen inüszle, das; unter vernunftbegabten und ins Lenken nur eine Meinung über sie bestehen für Remargucfilm, von dem als erwiesene undauä» beslrillene Tatsache allgemein bekannt ist, daß e wie vor — unverändert im Auslande läuft und dcß Tcutichlandgeschüft zurechlgeschnittene Streifen ein Mideres Ge'amlbild zeigt, als die sonst überall t>o L riginalausgabe, der Remarquefilm soll an dic sei weder auf seinen künstlerischen noch moralis'äten W sucht werden, "Rur über den noch immer nicht zm 9 Kmimenen Streit um das Aufführungsoerbot eine ki »lerkung. einen Streit übrigens, worin — es ist eil zu leugnen — auch die von llebelwcsilenden als „Ipd gekennzeichnete Publizistik sich als laute. Ruferin Wie abiurd, um nicht zu sagen: widernatüxl Gan)e Ht, wird offenbar, wenn man sich vorstellt, . Nazis hätten einen Film gedreht, worin die Iuj> Belrüger und Blutsauger dargeitellt norden, oson Schandiilm sei für profitable Geschäfte in Polen, in und Palästina ein von den gröbsten Antisemitismen ge Erlrastreifen zurechtgestutzt worden — --- und bfe jünger in Rowno, die Ehassidim in Wilna, dis, , in Tel "Aviv verlangten mit stürmischer Begeifterumi sehen .... grotesk, nicht wahr? .. Es iil sehr schade, datz dieser doch naheliegende nicht jenem weltberühmten Zionisten gekommen ikt in den Bereinigten Staaten reisend, von amerika<ßche" Vertretern sich interviewen lieg: vielleicht hätte «s e. der "Relativität aller Begriffe, seine mehr temperoime r als objektiven Feststellungen unterlassen. Vermusiiä > er jetzt selbst — leider zu spät —, bah es philosodhi weien wäre, zu schweigen. Nachdem er aber nun ei unvorsichtig war. von .... „einer diplomatisch, n läge der deutschen Regierung" zu sprechen, und vor „eine "Rehabilitierung in den Augen der Welt" zu v wird er. heimgekehrt, auch Sorge tragen müssen, sein moralische Niederlage wieder gutzumachen und siä> ' rehabilitieren. Nirgendwo in aller Wetz macht es gu um iinmig- - Rertmal iadratur den liier zu n einst chlet — cvlikelnde iversallalionen chgite zu ich anändigen Der lirgends nach >er fürs r csentlich i geführte Stelle unteruhe geize Beer nicht npresse". vortut: ch das die en als diesem Litauen einigter i calinud- Zivnisten ihn zu siedanke als er, Pressengedenk tvollen findet i cher ge- >mal so Niederihir . . . . exlangen, eigene zu Einf lber len druck, wenn ein Gast in fremdeiil Hause sich über die Zustände daheim abfällig äutzert. Mit seinen unbedachten Worten, das Filinoxrbot.... „entblöße eine gefahrvolle Schwache der "Regiekung", l>at er — unnötigerweise — sich selbst vlotzgestelll, uno überdies vor den "Yankees, deren hervorflecyenosti Eharaltercigenschaft der tkiaiionalstolz ist. Die Schädigung ' eigenen Ameyens ist seine Sacye-, scylimmer schon i,l, er hat auch der .veimat - und sie ist doch wohl noch immer Deutsch lanv einen, schleäften Dienst erwiesen.... ins de sondere aber den deutschen Juden. Niemand ver langt von dem grojzen Gelehrten, dag er nebenbei noch eiii „Toon politikon" sei, man wäre ihm aber jeyr dambar. wollte er — in politisä>e>t Gesprääzen — sich diejenige Zurücl Haltung auferlegen, die seiner unbestrittenen Bedeutung al: Weltweiser würoig ist. Dc;r frenetische Beifall gewisser Ehren Männer, von denen man nur ungern sich unter den Lindau gegrüßt sieht, wird ihm i»zwisä)en die Augen geöffnet haben, in welche fatale, uin nicht zu sagen, genante Gesellschaft er da geraten ist, reinen Herzens zwar, wie jener — „gastfreie Pastor" in varliebens heiterem Histörchen — — — aber lachen kann man darüber nicht. "Auch wer Politik berufsmäßig treibt, ist darun. nicht immer ein „politisches Lebewesen", selbst wenn er, sozu sagen, das Rci,ezeugnis vollendeter Gesinnungskorruption am wc»en tann. Die in manchen Kreisen als Norm geltende These „Politik verdirbt den ü.harakler" ist noch kein schlüssiger Beweis, dag Skrupellosigkeit und Staatsklugheit kongruente Begiiffc sind. Strejemann, dev doch ganz gewig etwas von Politii verstand, hat noch kurz vor^ seinem Tode, mit einer bei ihm sonst ungewohnten Bitterkeit und Schärfe, sich gegen die ... . „Lumpen und Schufte im eigenen Lande" gewehrt, deren unterirdische Maulwurisarbeit seine sorgfältig berechneten und mühsanl gesügten Aufbauplüne immer dann zum Zn sammenjtiirz brachte, wenn, er sie unter Dach und Fach zu lfaben glaubte, und resigniert muhte er seststellen, dag alle Bersuche, „den unverantwortlichen Leuten däs Handwerk zu legen", oluf parlei-„polilisä)en" Wderjtand stießen. Wege» dieses Temperamentsausbruches l>aben ihn die „Freunde" sehr hart getadelt, er hätte sich aber zu feiner Rechtfertigung aus gewisse, höchst eindeutige, Publitationen in der Londoner und Pariser Presse berufen können, z. B. auf die des englischen Bevoilmächliglcn zur Interalliierteft Ltonlrollkommilsion, daß .... „man sich die Rosten und Peinlichkeiten der direlten militärischen lleberwachung sparen könne, da es genug — zu verlässige Deutsche gäbe". — — — 2n der Tat, die Zuverlässigkeit und der Eifer der freundlichen Herren von der freiwilligen Fremdenhilfe scheint schon damals durchaus erprobt gcwejeg^zu sein, denn etwas später ward ihncii auch voin EyesDber französischen Besatzungstruppen die doch gewiß «hr sMiie Anerkennung zuteil .... durch ihre Leiitlingen werde Mütkreich „um mindesten ein Armeelorps" entlastet. - --Itzinierhin ein rühmliches Zeugnis, welches noch dadurch eigen nicht zu unterschätzenden „Wertzuwachs" erhalten hat, daß es in den Gerichtsakten des Saar brücken er Beleidigungsprozesses der dankbaren ^iachwelt überliefert wurde. Alles, was Recht ist: Die Herren hatten auch gute Gründe, eifrig, treu und ergeben zu sein, denn Paris, Warschau und selbst Prag zahlten nicht nur mit guten Worten, sondenzugleich in noch besserer Valuta. ... Der französische Soziali-: Paul Boncour hat seinen deutschen Freunden Unrcch. getan, als er sie — in der berühmten Neujahrsrede vor drei Jahren „die sanft nach-Frieden blökenden Lämmlei» des Pazifismus" nannte. . . . Lämmlein waren und sind ganz und gar nicht, sie haben vielmehr sehr brav ihr Schäfchc ins Trockene gebracht. Auch dies ist in einem Beleidigung.■ prozeß gerichtsnotorisch geworden, den jener verdienstvolle Hcri veranlaßt l>at. der sich — oder seine engere Gruppe — l>- der Verteilung des Auslandsmammons — „Subvention gelber", wie die streitenden Parteien euphemistisch sagten übers Ohr gehauen glaubte. . . . Wäre der arme Stre'" mann nicht so früh, viel zu früh, vom Tod ereilt wordc:-. hätte ihm ein freundliches Eeschrck das gleiche otium cun digmtate beschieden. wie dem Vorgänger Bülow — — vielleicht würde auch er ein Memoirenwerk geschrieben habe: und kommende Geschickter könnten mitfühlend lesen, wie c vor jedeni Gang nach.Genf das Stoßgebet zum Himme. sandte: Schütze mich vor meinen „Freunden" in den Couloir: vor meinen Feinden am Verhandlungstischwerd' ich mi-c selber schützen! _ ( Auch jetzt wieder, während diese Zeilen geschrieben werden, bereitet sich in Genf der deutsche Außenminister zu einer.! schweren Rampfe vor. Für eine gute Sache wird er streiten, für das Recht der Minderheiten in einem despotischen Lande für das grausam geknechtete, brutal geknebelte, im Versailler

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