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Der nationaldeutsche Jude · 1931-01-01 · Nr. 1 (Januar 1931) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1931
Issue
Nr. 1 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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bri jüdischen ^formen »nkerer e und r^ebnisse rnnernung, n und per enkchen und rtöbnen, Christ rtzleichs- I »üblich i flencn, öabr verden prache, einmal über die'cm eben von dertc 'wischen auf te m. lüefühl man iemlich te das der rjobu'ier enttichen vcr- Rolle : önnen, eben etzuna. und Zildü b<» a >f dcu ile liib den ich darf wohl sagen Wohhneinenden auf der j Leite, klarzulegen, wie Vorgänge und Etscherming bcs heutigen Kunst- und Liternturbetrichs sich von Leite aus ankehen, was für Wirkungen diese Vorgänp Acuherungen. bei uns Hervorrufen, und was für Er! kie für das Verhältnis zwischen Juden und Christen halb der deutschen Ration haben. Ich bin der M:ii das? es notwendig ist, über diese Dinge offen Z» red' nicht, wie das zum gros?en Teil noch immer auch b nünftigen und sich mit Lnmpalhie gegcnüberitchendcn V der JvaU iit, gerade um dieie Probleme scheu, änqftl" vorsichtig herumzugeben. Wir müüen uns daran ger scheint mir. im Zusammenleben die Worte Jude und gegeneinander so unbefangen zu gebrauchen wie ve weist: die deutschen Llammesbe^ichnungeNj die ja al auch obne Kränlung-absichtcn gebraucht zu'werden ielbit zwischen Prenhen und Vage nt. Wir leben seit Hunderten auf dem Boden dickes Landes zusammen, von seinen Kräften genährt und geformt, von seiner 2 von seiner Kultur getragen. Wir sollten setzt eigentlich den Anfang damit inachen, uns 'ruliiq und friedlie > die Dinge aus-uirrechen. die unicr ,Zusammenleben in Lande und aus diesem Boden, sagen wir einmal, nickt leichter machen. -Wir sollten versuchen, lang'am etwc s der Fremdheit zu beteiligen, die trotz diesem jahrhl^n langen Zusammenleben eigentlich auch heute noch den Deutschen aur der einen und den deutschen 3 der andere? Leite besteht.... Denn die Lache liegt dan nicht nur Lic aus der jüdischen Leite das haben, bei uns da und dort dem zu begegnen, wa^ Antisemitismus nennt, sondern dah heute fclbit robuste und wenig empfindliche Leute auf un'crer L C-ct'ühl bekommen haben, da?? dieüm Phänomen öüegeniertc ein mindestens gleich starker und sogar viel in die Erscheinung tretender A n tiger m a nism » 'iricht. Mit dem gleichen Recht, mit dem die Staatsbürger jüdischer Raskc sich deit AiNilemitisnuch bitte» sännen, wofern sie innerhalb' des tüänzen die triefen, die Volk und Ltaat von ihnen verlangen mit demselben Recht können und mimen mir uns heu die>en Ankigermanismus, dieie Bekämpfung, Herab Riisachtung all der Dinic. die üns als Deutschen wert kind, von jüdischer Leite verbitten. Lelr vie'c von Ihnen werden das Borhanden'eii solche» Lenden? in einem Teil des in Deutschland an Judentums btktreiten: genau io. wie viele von u> "B-orbandenicit? starker und sich vielfach Sichernder antiiei Tendenzen vielleicht h'>t''-'iten werden weil >ie ihr fällig innerhalb ihres Bezirk'- und deiten. was!ie in "Bezirk le>en und beachte», selten öder ni" begegnen, so wie wir uns die Belege für da; - Vorhandcnie'n semitischer Llrömunaen durchaus van Ihnen als diekeni Iglle "Aufmerksameren und E'nv'indlicher.en v lassen wollen, genau io werden Lic uns als den in Punkte rrimär Betroffenen?ugesteben. dah wir die ich,i Angen für die Dokumente die'c; Antiaertnänismu--, Ltrömimgen und sein Vorhandensein Hab"». Wobei zuaeben will, dai; Ihr Herr Doktor Naumann in .leit'chrirt seinerseits ausgezeichnete Lammejarbeit leistet soweit lein Plast ausreicht, alle wichtigen. Fälle anz bestrebt ist. Es gibt heute eine ganze Reiche von B'ättern. die und konleguent den Kamrf gegen^das^ Deutschtum io bewükzt und kon'ealtent. das? man >ie gerade?» Haurtorqanq?ur Verbreitung und Kräftigung des iemitismus nennen' könn'e. Denn das ist'einer der! gründe, warum ich es für wichtig erachte, hier vor einntal mit möglichster Dnenbeiti untere «lefühle gea diesen Unternehmungen dar>»'eaen: dah wir beide un vielleicht noch melr als wir an der Bekämpfung die'es interessiert sind. Denn, wie schon'gesagt, das. Deutsche ist ein grobes Land und ein Land.. das. nach all den beirren Stürmen. die während der We'tg-"schichte schm über hinaeaan-en und. in guter «utundbeit auch die' würfe und Be'chlmriunoen üsterdanern -wird. Das düc^äh an der C>etcbiä-te ist aber die'es. dah jede solch- Attack e solche llnverichämth'it geoen das Land direkt wie in die Kräfte des Antisemitismus ltärkt. Direkt in'okern all die ordentlich n Le'ite, denen dieie' Dinge in die kommen, selbstverständlich eine Wuttrieaen und dieie meiit ohne v'el- Differenzierung aur »niere iüdi'chen bürger als ltzelamtheit richten: mdirckt insofern, al: anr der angegriffenen Leite ie länger desto weniger haben, uns die>e Angriffe ge'gllen?u laven. und ent'ä sind, den Leuten, die die'en Unfug treiben, mit allen Rsi cntgegenzutreten. Es läbt sich nicht vermeiden, dah die Abwehr dieser Angriffe, deren Rercch'igunq Sie »ns wohl zugestehen w-rden. wiederum eine Menae von naineti Lei-rn. und die nid ja immer in der Meh-zahl, ebenfalls zu einer ngative» H, ltunq gegenüber dem ganzen Judentum innerhalb der deutschen un 5 ir iti ibn n für io einer i ästig n das scher ) cn vrl-?ndieicm lnenau anti in -qen dickem rkeren seine aern Ihrer und. »hageln I ewiibt 1 Uhren, die Anti Haupt- Jhnen müder als -e lfnfuas Reich unge dar An rliche iede indirekt als f»ände W»t Mitmir Lust tgsten itleln Reichsgrenzen, mitreiht. Das ist natürlich bedauerlich: e? ist aber eine Konsequenz, die sich nicht wird vermeiden lassen — es sei denn, dah Lie. die deutschen Juden, von Jhreb Leite aus ebenfalls, wie Sie es ja bereits begonnen habe», den Kampf gegen dicken Antigermanismus ausnehmcn. Sven,, Lie offen »nd ohne Rückl>alt sich mit uns über die Unmöglich feit dks Schweigens zu dielen Dingen einigen und die lange notwendig gewordene Einheitsfront der anständigen Leul.- von hüben und drüben bilden helfen. Das Interesse daran ist, wie gesagt, auf Ihrer ^Leite noch gröher als auf der unscrigen: -wir können die Lache erstens aushallen, und bibemüht nationalen Kräfte erhalten auf ltzrund die'<r Wühl arbcit sogar mehr Juzug als die Herren, die sie lcisten. sich iräumen laüen. Wenn wir diese Dinge abzuwehrcn „nd wo wir können zu paralysieren entich'ossen sind und etn keiner solcher Acliheriiiig mehr schweigend vornbergchen wollen, io Hin wir das im wesentliche» mit Rücksicht darauf, dah wir je länger deito mehr auch im Ausland wieder Re'pekt f>^ »niere nationale Halliinq als Volk verlangen und dakür Sorge tragen müssen, dah nicht durch derartige Herabsetzungen in deutscher Sprache falsche Vorstellungen von unserer Leibi! cinschüt iinq draul?en erzeugt werden. C»erade dann» schein' mir eine Einbeitsfront von Jbnen und uns. von den g„ ständigen Leuten aus der jüdischen wie auf der christlich,-u Leite, mehr denn ie eine Rotwendigkeit. Die einigende Forme! iit sehr leicht zu finden. R!an ibraucht nur das schöne Wor: Friedrich Theodor Vischers vom Moralischen, das ifch von selbst versteht, leicht dahin zw variieren: „Das Rationale versteht >ic^ von selbst." Die Beispiele liegen io auf der Hand, dah man ü eigentlich gar nicht inehr besonders hcrauszuholen braucht. Die ganz aroben Fälle und mindestens ebenso zah'reich widic gedankenlosen Taltlosigkciten, die schon gar nicht mebr von dem, der ne verübt, bemerkt werden, bei denen, wenn man darauf hinweift, das Ergebnis meistens ein tief ei stgiintcs und nicht eben intetligmte; C»e'icht des Täters in. Die groben Fälle reich « von dem berühmten Latz aus d?> Weltbüb.ne im Jahrgang 19'8,. da ein Mitarbeiter dort scststeilen durfte, datz ihm beim Anblick der ersten sranzön scheu Nniform ans dem Potsdamer Piatz traumhaft wohl wurde, bis zu dem Buch von Tucholiln-,.Deutschland, Deiitich land über alles", in dem z. B. ein. Blatt anit deutschen Dsfiziersköpien die llntertchritt erbä'ten bat: ..Tiere leben dich an." Lie umfassen Dinar wie jene Lzene in Mehrings Kaufmann' von Berlin, in der ein toter Soldat mit den Worten: „Dreck — weg damit", auf den Kehrichthaii'eu aeworkcn wurde, wie jene Kritik: des N'h-lungenliedes . üe erschien in Hambnra —, die, da fcititellte. dah ..das ganze Lied voll Falschheit. .Hinterlist, (beincinbeit. Roheit widerlichster Aet" sei. die die Bc'echtiqung des Stolzes der Deutschen jn>f dieses Nibelungenlied beftritt und es vernein'?, das? die Dichtung üch zur Er?,'eh'.ii?g der Jugend eigne inti irgendwelche iiachahmenswertci? Bor^i der di-te. Wir?nöch'c>? a>s ^llnEaerrnanismus-Aenherun-en bezeich-ei wie etwa die'e über-'Fich'e. auch aus einem B-r>iner Blatt, wo es wörtlich hrü-t: seine Reden an die deutsche Ration sind ein „leerer, wüster, balh oder dreiviertel psnchoratbischer Quatsch", d'e „HailptaueUe des kindisch wahnneitzioen Ctröbenwahns »n'c''e nationalen «ijgan'en. der in denp kleinen, in n>elci? Ding»' höchst kläglichen Denttchsand den 'Nabel der Welk iah. 7-n der Jailchenatn?o'vhäre de- Ber'iner llniver'itäk wurde Fich' geradezu widerlich: dort bef>-u-f,tete er zusammen mit d m berzia lieben Heaek alle: Ranke. Dron'-n und Lnbel und Treitschke bis herunter zu Lenz und Meineke". Ein iebr groi-er Teil der Zentralen des Literatur :>u" Kunifbetriebes befindet üch in indischen Händen. Die Theater, die gros?en Verlage, die grastet? Kunübandliingei? stehen?r einem Prozentsatz unter jüdischer Fübning. der weit üb? da; Verhältnis zwilchen der An-ahl deutscher Ltagtsbü''g' iüdiichen Cilatibens zu den andern hinau^g-ht. In die', Feststellnna soll keinerlei Vormurt liegen, vielmehr e'ne tzal' neidvolle Anerkennung: auf indi'cher Leite iü die Wicht,'.? seit vieler llnternehmiinqen für die V-Herrschuna best V-o paaanda viel schneller erkannt, cme viel gröbere Afk'vi'ai entfaltet worden als auf »n'erer Seite. Es kommt hinzu, dal? Theater, Litergtur^ Kunü C»ebi-tc find, die früher d'u: Judentum zum Teil als Eriatz für politische Belät'guna dienten, die ihnen bis zum Kriege vor allem, wokern positiv aerichtet waren, wie offen tngegebrn lei. zuweisen nicktl ganz leicht gemacht wnrhe. Es iü kein Wunder, dah ück' ans dieser Tatsache-ergibt, dah Werke. Arbeite». Leistungen, die dem iüdisch-n (hekühl und der jüdischen Weltbetrachtnng.. dem jüdischen Neehältnis zur Fejt entsprechen und nabeü-d-m. viek eher Aussicht und Möglichkeit habm. auf den deutsche» Bühnen, dem deutsch-« Buchmarkt. de« de?it'chen Kunsthand hingen einen Platz zu finde» und ihren Wea ZN machen als die Arbeiten. Leistungen. Werke, die womöa'ich h-tont und bewiikt dem dculsch-n lbefühl, der deutschen Weltbetrachtung, dem deutschen Verhältnis zur Zeit entsprechen. Es ist sehr ümMMü

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