Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 12 (Dezember 1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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christlichsozialen Protektionskmd. dem Fachleute die ent, iprcchenden Kenntntsse abgesprochen hatten, dagegen ein richter-!iä>es Utteil „Unlorrettheit und Uniaubertett" nachgeiagt üarle. die höchst^ Verwaltungsstelle bei den österrelwlichen punoesdahnen auszutreiern, benutzten die Klerikalen die>eGe- ..genheil, ihn zu ltürzen. Die>e Handlungsweise brachte sie itier in Gegensatz zu einem Fatlor. mit dem die mächtige Re- »iciungspanei offenbar ganz zu rechnen verlernt hatte: mit ■or Bollsstimmung. Die gesamte Bevölkerung war empört;ücr eine lolche Behandlung eines Rtannes. der sich wahrend a gerade einiähngen Dauer ,einer letzten (dritten) Bundes-' anzierjchait umeugoare Beroien,le erworoey Halle. So Halle i 11. a. die Entente zum Verzicht auf die Oester-! eich im Friedens vertrag auf erlegten Re!- arationszahlungen bewogen. Vielleicht hätte es aber iicht einmal solcher Talen dedur,t. um ihn populär zu machen, ^ahrsä^inlich hatte schon die Tatsache genügt, dav Schober einer Plartei angehorte, um ihn dem Herzen des oster-! eichischen Polles — ,n seiner Mehrheit jeden Pärteihaders l.uoc und von «ehnsuchr nach ruhiger Entwicklung gebelh-i cher Mirtschaslsverhalsnjise ersullt — näher zu bringen. Die : liisllichiozialen verstanden die Symptome der Zeit nicht >o besser die zweite Regierungspartei: die „Groszent scheu". i Diese hatten schon lange nach Mitteln und Wegen aus h'pahl, im poli1i>a>en Geiühlsleven der Oeilerreicher festere! ::>uizelii zu fassen. Erbe der deutschnationalen Partei! ,üU-Oejterreichs. hatten sie in dein national vereinheit! lchicii, vom Rationalitätenhader erlösten Deutschs st er;-! eich eigentlich leine Aufgabe zu erfüllen. Die Partei verlor! fcu:t auch von Wahl zu Wahl an Bode» und wäre wahr»! cisilid) schon längst aus dem österreichisä>en Rationalrali e.iichwunden, wenn nicht die Bündnispoliiit t)r. Seipels, je» chiistlichjozialen Spiritus rector, im Jahre 1927 einige iioiibcut|d>e Kandidaten auf der von ihm geschaffenen bürger-i ..Heu Einheitsliite günstig placiert hätte, Rach der damalige» .Mhl fanden die Ehriitlichjozialen freilich, dag sie einige ihnen UM sicher scheinende Mandate an die Grotzoeutschen „ver-j reult" Hütte», und zeigten wenig Neigung, diesen Akt der! chiotzinut zu wiederholen. Die Grobdeutsäzen spähtendaher^ vchlzcilig nach neuen Bundesgenossen aus, deren Beliebtheit! iotz genug wäre, ihre eigene Äupopularitüt auszugleiäzesi. i»cu j»lck>en Bundesgenossen erblickten sie nunmehr in Dr. -chober, und sie oeranlatzten >den bis dahin ganz un-I i olitijd)eii Manki, einen „Wahlblock der Mitte" zu bilden, de-j ' ehend aus den Grobdeutschen, dien rein agrarischen Landj limidlcrn und einigen Faktoren des städtischen Wirlschasts cbens. I» dieser Situation fand Dr. Seipel, der während der ■i> wichtigen Vorgänge in seiner Heimat gerade auf einer Voragstournee in Norwegen weilte, nach seiner hastigen Rückkehr sein Vaterland. Merkwürdigerweise glaubte er noch immer, mit rein taktischen Zügen eine allzu böse Auswirkung der Sünden seiner Pai teigenossen verhüten zu können. Dag die Christlichsozialen dar Nennen allein nicht machen konnten, erkannte er klar. Es ga t daher, für die treulosen grohdeutschen Vundesgenossen Ersatz zu sä-affen. und diesen Ersatz glaubte er in der' Heimwehc zu finden. Und so gelangten zi »ei Männer zu österreichisck>e» Minister-' Portefeuilles, wie sie wchl noch niemals zuvor die Regierungsbank eines europäischen Kulturstaats geziert hatten. Minister des Innern wurde »er schon eingangs dieses Artikels ämrakterijierle Fürst 2 t a r h e m b c r g, Iustizminister ein bis dahin ganz unbekannter Notar namens tir. H u e b e r, der Anführer der Salzburger Heimwchr. eine geistige Null, die sich als Nachfolgerin jener Geistesheroen, die als Schöpfer des österreichischen Rechtes das Ansehen in der ganzen Welt genossen lzatten, grotesk zenug ausnimmt. Bald erkannte auch ttr. Seipel den Mibgriff, den er getan hatte. Denn die beiden Heimwehr-Reprüjentanlen zeigten keine Neigung, ihre Mannen den Ehristlichsozialen zuzusühren, sondern kandidierten auf Grund'Aner eigenen ad lioc ge>ä>affencn üijte des „H e i »i at 1 l o ck s". Ueberdies hiellen sie ohne Rücksicht auf ihre ho >e, verantwortungsvolle Stellung im »taale täglich-die blutiünstigsten Hetzreden gegen die Arbeitersäzast und die — Juden, i. Tie letzteren bützt, n so den letzte» Rest von Sninpathie sür die Lennwehrbewc,ung ein. hauen aver auch sonst einen schweren , Stand, sow il jiei nicht Anhänger der Sozialdemotralie sind. l>r. Schober hatte ihr Vertraue», aber er war im Wahlkan» s der Verbündete der Groddcutsä>en. die den "liajjeaniiiemiusmus als Prograinmpunlt »enthielten. Diesen Umsland juchte!! gewisse Gruppe» auszunützen, um die Juden dem Schober Nock zu entfremden. Die „U n i v» scher Jude n" (das österreichische r^iäzsdeatlchcn „E e n t r al v e r e i n s") favokratische Mittelpartei", die niitX einer „j ü d i j ch e n ü i jt e" auf. - lieben beide fiu allen, der Durchsall der Zionisten, die diesmal nur noch >2000 Srimnien erreichten, wahrend die Temolratcn immerhin bUOO Sti» nien erhielten. Tie Juden, soweit parteigebunl en slnd, haben die Uncnlbehrlichleil für las öfsentliche Leben erkannt und dieser Ertenntnis ohne Eripfindlichkeit wegen ihnen unanaenehmer "Nebenumjtäi de mit dein Stimmzellcl "Ausdruck ge-, gebcn. Dieses S»»ipt> m politischer Reise ist um so ersreulicher, als auch > die übrige Wählerschaft^ Zeugnis von Hoher politischer Intelligenz abg tunge» erlebte» eyien bahnt einer ruhigen Entwicklung in Oesterreich Heu Weg. deu tschü st e r r ei chi Pendant des rijierle hie „8 emo Z i o n i st e » warteten Die jüdischen Wähler Besonders erfreulich ist sie nicht 0r. Schobers liegt hat. Die Demagogen aller Richgcandiojen Durchfall, das Wahlrejultat Zdtgloffen. Für Rechnung, den Der „W e l t b ü h n e" vom 23. ».'.nehmen wir folgende Aussührunä azifiiten Or. Kurt Hitler, bß toalitionen" überschreibt: So würdelos die Anbiederüi Iungdo bleibt» so peinlich berührt jüdischer Staatsbürger, deutsche Gesichtspunkt der Iudenfrage zu hren Rang: es ist kein sehr hoheir als solche) verdammt uninteressa! it Mibe Million von euch lebt unte Deutschen: immerhin gibt es sn mehr als blob ein Prozent der Bl Der Iudenhab des Nationalsozi i oder gar den messianischen 2li nehmend als den jüdischen 3obbi r, soweit er nicht einfach Gegenstand aber der Nationalsozialismus. li anderes als Judenhab. Man wi durch Entrüstung noch durch Gi ihrem Erfolg nach ist sie iinposgi wuchtet: kann Qualität nicht g Demagogie. Metzgerknechtssinn — rechtigtes wohnt dieser Richtung die Tribute, zwei Milliarden jähst! hat recht, hat tausendfach recht: mi präge der Schuld am Kriege denkest lchlechter von heute -und morgen Verbrechen Wilhelms und seiner auf Aaron, den Umtanzer des gol >ie vergibt nur. sich auszudehnen Aarons.' Wir freuen uns besonders, uimal von einer Seite kommt, bi; mnung" bestimmt nicht verdächtig ist. es > angeht. September 1930 (Nr. 39» en des Kommunisten uyd e er „Warnung vor Der Professor Ei ist völlig in jüdischnal dem „schwerbedrückren der Nationen zu der Einstein des Anslobes. i n st e i n hat von London ans eine R u n d f.u n t r e d e gehalten, die auf dem Wege über Berlin auf alle deutschen Sender übertrage» worden ist. Die Rede onalem Geilte gehalten: »ie spricht von jüdische» Volle" und von der Stellung „wehrlosen Minderheit einer Volles, >ng von Juden an den; die Gepflogenheit vieler Politik allein unter dem; sehen. Diese Frage hat Ihr seid, liebe Juden,! Wenig mehr als eine .. einigen sechzig Millionen hziale Probleme, die für völkerung bedeutsani sind! alismus, . un-unterscheideNd den schärfer aufs Korn r, ist töricht und niedrig der Psychopathologie ist): Juden, ist noch etwas dieser Bewegung weder awitzel gerecht: mindestens sc nt: wo soviel Quantität ii nzlich fehlen. Ignoranz, zugegeben: aber auch Beinne. Ihr Protest geaeu sich bis zu den Urenkeln, mag über die berühmte wje man will — die Ge- . sint unschuldig an den!stala!»ine. Auch die Wut lenen Kalbs, ist berechtigt: auf pie zahllosen arycheii >atz diese Kennzeichnung e desr „reaktionären Gedas eine uralte Kulturrradilion zu bewahren hat". Die Er Haltung und „Konsolidierung «dieser Gemeinschaft" bezeichnet (Üinjtcitt flls »fUniCrC11 All<»r 'lifhonl härhit* Wflirfit“ [t>. h. aller Juden) höchste Pslicht". Einstein ist ein Gelehrter von Weltruf, und -keiir ver »lünfliger Mensch wird Ruhm zu schmälern, ihm einen Göhendien auf de» Gedanken kommen, diesen seinen Dies darf aber nicht dazu führen, mit t zu treiben, der jöde sachliche Kritik ausschliebt: auch wo;r' n i ch t als Gelehrter, sondern als Politiker sich keineswegs selbst Iüdi betätigt. -Viele Juden, auch sölä>e. die chnationaie sind, betrachten es als eine Art Sakrileg, wenn n an den jüdijchnalionalen Enlgleisungen, denen der berühinte C eie id elehrte von Zeit zu Zeit inimer wieder!<!N iden gebietet. Der Protest gegen ngen ist aber um so mehr schfühlendeu Juden, als die ri Ergüsse des Professor wegen seinis Gelehrten» e Verbreitungsmöglichkeilen die obenerwähnte Rundfunkrede i verfällt, mit derjenigen Entschiedenheit entgegentritt, die uns unser deutsches Empfi solche Entgleisu Pflich.t der deu, jüdischnationalc Ein st ein gerade Ruhms besonder finden, wie z. B. zeigt. Wir stelle» fomit fest: Der Gelehrte E i » st e i n steht sür uns auberhalb je,er Debatte. Wenn aber der Politiker Einstein ü iter unangebrachter Ausnutzung seiner Sonderklellung es uilternimmt, durch Sendung „an Alle" den bekannten jüdischi ationalen Kohl aufzuwärmen, sind wir nicht nur berecht gt. sondern als Deutsche verpflichtet, vor dem ms erreichbaren Teil der Oeffentlichkeit zu erklären, dab dieser Kohl nicht geniebbarer wird, weil er zufällig nicht von dem Zionisten X. P.. sondern von dem Zic nisten Ein st ein gewännt worden ist.