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Der nationaldeutsche Jude · 1930-12-01 · Nr. 12 (Dezember 1930) · p. Seite 8

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 12 (Dezember 1930)
Date
1930-12-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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mm 3 »W .1 ■ l I ücberfcbau. a i o I e Richard Sie: Karl Mari, Schicksal und «R. Voigtländer's Verlag. Leipzig 1930). Gekürzte Volksausgabe des Buches „R e v o l u.t ijo n u m Karl Mar i“, das wir in der Juni-Nummer unseres Iah«> gangs 1929 besprochen haben..' Das sehtSesensweote Buch hat durch die Zusammendrängung des .Stoffes rresentlich gewonnen. Für uns nationaldeutsche Juden besonde s mterciiant die Ausführungen über Mari. und die Iurenfrage >s. 15) sowie die Antithese Rtarr—Lassalle «S. 44 ff ). „Die inarrislische Entwicklung hat diesen volksverbindenden Gedanken ' ' " " ' " - '* —‘ -"JL— Natioi alismus (3. 44). IIIUUI|UIU)t \^IUWlUlUliy l/\*l VIVJVU von Laiialle, diesen Bundes-Gedanken zwischen 'ckiatio und Sozialismus auf weite sicht vernichtet" «3. A Alerander Szanto: 2 er Zionismus — u a l i o n a l i st i jch e und reaktionäreUtopie Aufklärung und Fortschritt G. m. b. £>., Berlin 1930). Tie kleine Schrift enthält viel 'Treffendes über Zionismus und Zioninen, insbesondere über die verbrecherische.. ummheit des Palästina Erperiinents und die skandalösen Zuslcnde, die sich durch Pie Zionistenherrjä>afl im Gemeindeleben gebildet haben. Daneben grobe Irrlümer wie hauptung, der „Eenlralverein deutscher Staatsbürger Glaubens" den der aus dem Auslände stammende Versager anscheinend ernsthäsl als „die berufene. .Orgamiat on der deutschen Juden" bezeichnet - habe gegenüber der Jewish A-cncy „mit groszer 'Mehrheit einen ablehnenden geiaht". Bctannllich ist das Gegenteil der Fall', der verein, defien Vorstand nach wie vor zahlreiche des judi'chnalionalen Palästina-Unternehmens enthält, mit einem der für dieses Mischgebilde typischen E : Andererieits-Beschlüsse um eine klare Stellungnahme, gedruckt ivgl. tlir. 3 1930 unseres Mitteilungsblattes), Geradezu abiurd in der Versuch, als Mittel zur Ueberwinding des Zionismus den - Sozialismus anzuprciren. Herr weih anicheinend nicht, das; unsere „hervorragendsten" i fübrer meist der sozialdemokratischen Partei angehörei: Zentrums - K a r e s k i in eine reizvolle Ausnahme soweit iic Negierungs- und MiniNerialzionisten sind „ denr Parteibuch die freie Bahn .für ihte Tüchtigkeit^ verdanken. Von der sozialistische» Partei. ^Poale Zi in" gar nicht zu reden. Man mag dem Zionismusentgeg »halten, was man will, aber eine parteipolitisch festlegbare Bewegung in er jedenfalls nicht. Ten Weg zur Ueberjwindung des Zionismus wein ruis Teutichen ohir« Rücksicht Parteinellung des Einzelnen das deutsche Rat dah bie zir niitischen ätschen bekämpft g e s ü h l. Und darum in es zweckmähiger, Ucbcrgri'fe in T e u t s ch l a n d von T e werden. Hans Delbrück: Ter Friede v n V e r «Verlag Georg stille, Berlin 1930). Eine stimme aus dem Grabe, aber die Stim Piannes, der auch nach seinem Tode noch! gehört zr verdient. Ein heiszes Plädoyer gegen das. Unrecht iaillcs und dazu unwiderlegbare Beweisstücke iammengedrängt auf 32 seiten. Man sollte das jedem deutschen Schulkind in die Hand gfben, die Not unserer Zeit besser verstehen lernen, als Tiitzeifd noch io „gekonnter" Sowjet-Film« eine «Verlag herausisie Bejüdischen Ueschlusz Eentral- 'Isnhünger hat sich nerseitsherumz a n X o ionistender und, gerade aus die i o n a l - nie eines werden Veröltes zu- Heftchen würde durch ein r on es o>d e r' T i k I )r. Martin Leinen: V o l l s >t a a t (Leopold Klotz Verlag, Gotha 1930».. ' s. Tic Antwort des Verfassers lautet:'Vollsitaat, im christlich sozialen Geine, Ablehnung 'des Bolsckse wie des Faschismus, die ..dämonisch" sind, weil 'Memchen von Gott wegführen, indem, sie den S Gott machen". Ten Antisemitismus verwirft Leir „geiniges Armutszeugnis", aber er wendet sich mit die jedem deutsch« ühlcnden Juden einleuchten müsfeli den „Zuitrom der polnischen und g'älizischen Juden Georg Bücher: 'Westfront 1914^—19 18 Earl Konegen. 'Wien - Leipzig 1930). r j Ein Kriegsbuch der Gattung, die« gerade dem Frdntiolkaten nichts gibt, weil sie nur eine Aufzähsu ««iesechtsvorgängen, aber keine seelische Vertiefung und des Felder lebmnes bietet, lieber diese Form der litcratur Hl Teutschland hinaus. r Kurt Lamprccht: Regiment Reihstag u m Berlin Januar 1919 «Fackelnjiter Verlasg burg-Bcrgedorf 1931). . . Tie wirre Zeit der Spartakus-Unrunen wu das; wir sie schon sa>t vergessen haben wird von e dabei gewesen ist, aus dem äuheren uifd -inneren Iatur? Linigung wismus iie „den tpat zum ert als Gründen, gegen eke Für die Schrislleitung verantwortlich: l)r. SSblt-er Laä [ Druck von Rob. Rohde Rchflg., Berlin W. 35s — Für H a i I le s «Verlag maligen ng von Teutung Kriegs- K a in p f , Hainseltiam, nem, der Erleben heraus mit höchster Anschaulichkeit geschrldert. Em Nachkriegs buch, das eigentlich ein Kriegsbuch ,st. ein Buch von jene' Kriege, der — in Umkehrung des Elausewitz-Wortes — no heute mit den anderen Mitteln der Politik fortgesetzt mir? Ein jüdischer Frontoffizicr. Mitkämpfer gegen die Spartakiste steht im Mittelpunkte des Geschehens, er und seicke A gehörigen, von denen l er junge Bruder zum Mittäter a> Liebknechtmorde wird. Ter schuldlose Frontsoldat fällt a. Opfer einer Verwechslunz mit dem schuldigen Bruder — un. der erschütterte Vater zieht den Schlutz, der so manch deutschen Volksgenossen jüdischen Stammes damals zum blojz / Staatsbürger jüdischen Glaubens gemacht hat. „Er war Jur . seine Kinder waren es. Er hatte sie in fremden Boden v pflanzen wollen. Es war mihlungen." Es ist schade, dah ei l gutes Buch zu so schlechten SchiüH : kommt. 2st es nicht ein Stück des „alten Wahns", das h..^ cmportaucht, jenes Wahns, dah der Jude von Natur gerecht - sei, als der „Fremde"? Wieviele Söhne deutscher Vät. denen der deutsche Bodetl gewih nicht „fremder Boden" war, haben sich'in jenen wilqen Tagen in Irrtum und Gewalt';t verrannt! Wieviele verrennen sich heute noch! Wievieje Väter muhten und müsslen klagen, weil der unschuldige Sobn für den schuldigen geitruft wird! Ist das alles wirklich iur Iuden sch ick ja l. ist es nicht Menschen los? Und weil gefüllt des einen Sohnes so gut gewachsen ist. wie der seelische Aufruhr -es anderen? 'Wirklich schade um i as Buch. Es könnte ein Denkmal der Zeit sein, deren Wirrni se noch in unsere Tage hereinwirlen. Es ist zu fürchten, das es nur Material-Depot für Ant!/ semiten und Ziönisten se n wird. Ernst Kahn: Der internationale Geburtenstreik «Sozietäts-Verlag, Frantsurl a. M. 1930). Ein statistisches Werk, aber ungemein 'lebendig geschrieben, völlig frei von der Trcckenheit, die sonst Büchern dieser Art anhaftet, und ohne dei^ Pessimismus, der in einer noch jo vernünftigen Geburtenkontrolle den Anfang vom nationalen Ende sieht. Für uns we Leser besonders interessant das 4. Kapitel: „Die deutschen Juden in der Auflösung." Colin Roh: Ter - unvollendete Kontinent «Verlag F. A^ Brockhars, Leipzig 1930). Der Verfasser, dessen niemals flache und dabei stets fesselnde Reiseschilderung:n aus Zeitungen und Filmen bekannt sind, führt uns diesmal nach Australien.' dem wegen seiner sozialen Verhältnisse so viel gepriesenen und dabei so wenig gekannten Festland des Südens, das für 200 Millionen Menschen Raum böte i nd nur 6 Millionen Einwohner hat. Ein Land, das von höchster, für uns Europäer nur schwer verständlicher Eigenart ist, in geologischer, anthropologischer, zoologischer, botanischer, geschichtlicher, politischer, sozialer Hinsicht, ein Land, das zu n Teil noch im „Urwelthaften" steckt und dabei vielleicht das Land der Zukunft ist. — Das Bnch ist mit vielen guten Illustrationen und einer Karte ausgestart--«/ E. Z. Klötzel: Iniiien im S ch-m elzti egel «Verlag F. A. Brockhaus, Leipziz 1930). Das Buch gibt einen guten Ueberblick über die grunboerschiedenen-Elemente, >ie in Indien sich stohen und drängen, zusammengehalten nur durch die gemeinsame, wenn auch iiark nuancierte Abneigung äegen den englischen Zwingherrn. : ie sehr anschaulichen Schillerungen, Ausbeute und Ausgestall«: ig einer Reportage von 1929, fördern das Verständnis für „ie Ereignisse des Jahres .930 und der vielen Jahre, die > „ch kommen werden, bis rus dem „Schmelztiegel" etwas är Inder und Englände' Brauchbares hervorgeht. — 'St^i) dieses Werk ist mit rei«hem Bilderschmuck versehen. Deutscher Wille Fa Erbuch 1931 «Verlag Deutscher Ae, Birkenwerder bei Berlin). I Das vorzüglich aus zestattete Jahrbuch bringt wieder ' >- träge, die im besten Sinne national, nicht „Nationalist« ."" sind, darunter den Aussatz unseres Mitgliedes und gelegcitlichen Mitarbeiters G. Leow: Deutschlands Selb :- mordversuch <2. l19>. — Unser Mitteilungsblatt 4 in der Zeitschriftenschau «S. 231) besprochen. Annemarie Fackenhiiin: Gedichte tVerlag PH. Kühner. Eisenach 1930). Gedichte einer jungen, nationaldeutschen Jüdin, die >:nl Schicksal und Alltag kc mpft und sich zu einer optimistisch lebcnbejahenden Weltailffassung durchringt. deutscher Juden. er, Berlin; Verlag: Verband nation> Herausgabe und Schriftleitung in Oes«' Wien II. Vraierstrahe 34, Zimmer 22 c ldeut'cher Juden E. B., Berlin W 35. rreich verantwortlich: Verband national-

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