Der nationaldeutsche Jude
- Journal
- Der nationaldeutsche Jude
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 11 (November 1930)
- Date
- 1930-11-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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i. JMobammed und die Juci enftaa^en. von i b N die Der heftige Widerstand, den die Araber in unseren der Gründung und dein Aufbau eines neuen ..Iudgn' entgegensetzen, weckt die Erinnerung an die Kriege. .Mobammed gegen wirklich selbständige jüdische weken in arabischer Umgebung geführt und /mit der dieser Iudenstaaten beendet hat. Das persönliche Verhalten Mobammjevs zu zeigt eine charakteristische Parallelität mit dem L Beide Religionsstifter waren in ihrer Jugend der freundlich gesinnt. Als ne aber erkannten, dah von dem neuen Glauben nichts winen wollen,sondern starrig" an dem ihrer Väter feithielten. wich' die 2 ir glühendem / Hane. Die Iudenkreundschaft des jungeh beruhte wohl auf dem geistigen Einfluh seiner h n m scheu Erfurter Lehrer, die in <der Pfefferkorn-Affäre für die sittliche Reinheit des verlenmdeteit jüdischen ’ tums eintraten. Der junge Mohammed dagegen h ' seinen Ge>chärtsreiscn FüblnNg mit jüdischen Kreisen g und bei diesem oeriönlichen Kontakt did moralücke lcgenheit des iüdilchen Glaubens über den.Götzcndieü arabischen Volksgenossen erkannt. Wahrscheinlich war Erkenntnis/' die den Keim zu seiner Eingemuig. als Reformator unter kein Volk zu treten, gelegt hat. i er das Judentum geschätzt hat. verrät er | in feinen versaht, als Mohammed bereits den Juden Fehde batte: Die! Iuden werden dort. „Inhaber der 2 genannt.! Zn der Zeit, als Mohamnied noch [tioffte, damals in Arabien wohnenden Juden dem Istam zu bestimmt^ er ihnen au Gefallen die Stadt Ieru« „Kibla". d. b. au demjenigen Punkte, nach dem Gebete das Gestcht wenden müne. Er gestattete . behaltuna mancher mosaischen Vorschriften ügd b sogar selbst den jüdischenDeriöbnungstaq. lDa er a all dies nur wenige Inden gewann, änderst er seine Die Kibla ward nach Mekka aerich'et und statt des Veriöhnunastages wurde der Mvnat Ramadan' zur bestimmt. Auch erlieh er das Gebot des.Krieges alle ,.U n g l ä u b i a e n". Zwar'' wandte sich die'es Geletz zunächst ge Kureiichiten: als aber diese in der Schlacht bei Bc geschlagen waren, wandte sich M"bammed im- Bege taumel seines ersten bedeutenden 2ieaes geaön einen 2tamm. der in der Nähe von Medina -ang-sjedelt aelana ihm, die Angegriffenen völlig zn besiegen, ihre 5>abe zu rauben und sie selbst nach Zonen zu Als hierauf einige Niederlagen, die ihm hie Tagen staatcs" die einst Staats- Zlerstörung Iuden t h e r s. Iuden Inden ..halszmpatbie Ljlther a n i st i - wacker 2chriithjatte auf nommen Uebrrt seiner es ditie 'eligiöier Wie hoch Koran, anqefaqt chrift" die ma vielen gtewinnen. glem rar n beim ie Beiehbachtcte durch Taktik: jüdischen Fastenzeit gegen k er e zen n, ihn Ku j Fnnmebr. eschlüsie elt zur mg zu veir betreffenden Drgane bei der Fests.tellnna der englischen Meinung der letz.ten Tage beweist es - . dah hie Welt i n allgemeinen unm England im besonderen die Pglä'tinafrage längst als erledigtes Ervenment aursauen. i Es wi'd daber in Deutschland in^erelsiesen. was durch di" Aktnali'ät der formellen englischen, Palästinoj, ndch einmal auf das „Problem" aelenkf. die Kionisten''rage bzw. der englischen Paläftinaverwaly! sagen bat. Der ..D e m ä a s b o d e". in Rotterdam sch«-»!^ Labourreaieriina zieht nur d'i» Bilanz ein-r Pglästi welche int Balinnr von Rijürrrolg zu Mükprsolwar. England bat nicht bewie'en. dah 'es! das Mas« Intereste des Völkerbundes richtig nerwalket bat d Vülk<"-b"nd wollte Frieden am Mrttelu>eev und.kein Schmie-Dlnten Aber England ba» nicht finmal da« Ma-^at rür sich s-lber vorteilhaft ans^ubauen. bat an 2telle einer F»stnnq vor Indien lein* rev Garnison feindlicher Brüder.. England in Palästina durch eine geschickte Di-ggnis-ition au ningsb->>ür»tiaer Uebenäbliaer verleben lassen, das des 2chnt-es der angestammten B>>"i'l'enina' wi»d"'' nu durchbrechen, wie es bps ja A'e'ka frt Austral immer "nd ätie-aN oetan hat. Das ist die klr'abe sei tigen 2chn-ieri-,feiten." In ähnlichem Sinne Treiben frgnznfische Blatter, und zwar "ntenchi-dslas. von der Ne-bt^n bis >»r ae" ähiaten Linken, während die Kommunisten natürlich dp Get'aenheit H<-I7»s»n. geaen Enolond norz»geben. und ljch d->sbg!b onrbehaltkos ai>f die zionistische Test? stellen, Möbes sj» tzp ffraae de-i^a-nletantilem i tis m u s 'verständlicierweiie nicht weiter berühren. Am meisten ss»lt man noch über di» Patä^Zlngsn naheliegenden Gründen in den Blättern d»r Mittel sä oder. Bor allem Italien bekundet! kebbgst--; eile nies,» etwa am. Zionismich. der dort qayz .abg»l»l. lneral. nn'eren ^rp-if»l ja sv»r Dltabernun"n»r des blatte«, Die --h»i-tl z. gher an der O^liena dx« 4k kanfsikt-« im Simp se'ner -iaen-n wirtschaftlichen Ami Die „Stampa" in Turin stellt sich Habei auf den Mohammed das seitdem blot des Weintrinkens erlieh. schwächten Verteidiger Überrumpeln Hierauf hatte er Dr. Hugo Spleglex. bkibrachten. seinen Kriei sruhm arg schädigten, suchte er den vörblahten Glanz seiner Waffen wiederum durch einen lleberfall auf einen jüdischen Stamm auf^ufrifchen. Die jüdischen Festungen hielt:n sich aber lange Zeit, und erst als für feine Anhänger bestehende Der konnte er die gedie Ir «624) i tenmgsjüdijchen ar. Es en alle tzenaaen. eilchiten __! elbst eine dreimonatige Belagenmg durch die Kureiichiten a> szuhalten. Kaum waren diese unverrichteter Dinge abgezog m. brach Mohammed auf, um den jüdischen 21amm dei Beni Koreida. der den Kureischitcn Waffenhilfe geleistet hat:e, zu züchtigen. Er besiegle ihn. lieh alle jüdischen Männer. 7( 0 an der Zahl, töten und ihre Frauen und Kinder zu 2klaven machen. l Dieser Eiter, allen in Arabien noch vorhandenen unabhängigen jüdischen Geweinschasten den Garaus zu machen, beruhte nicht ausschlieflich auf religiösem Fanatismus. Mohammed lockte ganz bestimmt auch die reiche. Beute, die ihm dabei in den 2choh fiel. Das beweist am besten sein Zug gelhcn die jüdische 2tadt C h e i b a r. Während zu de» eben geschilderten früh ren Feldzügen Mohammeds gegen jüwischc 2tämme immer äuhere Anlässe vorhanden waren, kan» für den Krieg gegen Eheibar auch beim besten Willen keine andere Ursache an« egeben 'werden, als der N eichtum dicicr 2^adt. Es lagen >ort viele Schätze aukqehäuft und die gaizz^ llmgebung zeichnite sich durch üppigste Fruchtbarkeit aiits, die durch sorgfältige Pflege des Bodens noch erhöht worden war. An der Spitze von zwölihundert Fuhfoldaten und zweihundert Reitern, die von bewährten Führern befehligt wurden, biach Mohammed dortkin auk. Er richtete zunächst seinen Ülkiariff gegen die gerin-er befestigten Schlösser der Gegend, die schnell in seine Kcwil: gelangten. Dagegen leistete Eheibar scsbst. das stark mit Anhenwerken befestigt war. lange Zeit tapferen Widerstand. Eist als die bedeutendsten Führer der Ii'den gefallen waren, lbrrgaben die Verteidiger die Stadt. Die Iuden behielten Hau s und Hof. muhten aber fortan jährlich die 5äälfte ihres Einkommens als Tribut entrichten und sich verpflichten, sobald everlangt würde, aus Arabien auszstwandern. Zwei iüdüche Frauen von Eheibar wurden van Mohammed unter leine löemablinnen ausgenommen. Die eine von ihnen wufzte diele Ek re offenbar nicht genug zu würdigen, denn sie versuchte, Mohammed zu vergiften. Da er jedoch bcjim ersten Biüen das Sikt benterkte, erklärte sie reumütig, dgsz sie ihn nunmehr für einen Gottgesandten halte. : Sv endete das letzt' autonome jüdische Staatswesen in Arabien. . . . 'ic ^nttoli+if. rieilt ibat im nn der ' neuen standen, z»nn es ol Zierende tat sich!wagd»- Prinzsii einmal en n»d nuer heubnt ge aus m e e r- Int-fwird Pgitinakifznnen. Standpiinkt. dah „die faschistlihe Kolonialpolitik, wenn sie jemals vlfr ein ähnli bes Erveri nent gestellt worden wäre <!). jeden Konflikt vermieden hätte durch die felbstvetständliche Bevorzugung eines I<:inwander zugsschlüsiels, der von den Kolon! iatoren natwnale Garantien verlangt hätte, in einer bestimmten eiaem wirtschaftlich und politisch für Italien wertvollen Zinst äger zu machen. Die Juden chatten England solche Garantier zwar versprochen, aber nie neben können. Die Unterschieds ose Zulassung agrarisch und kulturell weit diz/enerender Iudijnnationen «qemeint ist die Inter- D^r Ileberietzer.), habe die arabische Kultur Palästinas, die Auk'ichten seiner geschlossenen Entwicklung zerstört, »nd für (ingland und das ganze Mittelmecr eilten Herd von Unnihe und Jntriaen geschaffen, in die aiich Italien verwickelt werden sollte, die es aber weit von sich gewiesen habe. «Gemeint dürften jene bekannt qewordenen Versuche itali-nisäer Zionisten F-in. Italien als Gegner Englands gm Mirrelmecr an Palästina zn interessieren. Der Neberietzer.) Wenn England setzt die Einmanderunq iverre. so folge es der Vernunft, es sei der einzioe Wea. die Palästsngfrage kür England zu löfen. Für die Welt allerdings erbebe lick dann die andere Frage. wan>m England ein' Mandat übernommen hat. dem es nicht gewachsen ist." Man siebt.- dah g„ch ,'m — pra^vch gar nicht erwägbaren — Falle eines Mand<itswech'els Itotjen. aemih nicht bereit wäre, Zionisten votiKk zn treiben. Man dar? nicht vergeben, dah die Aenhcninaen der itali-nilchm Presse ^oon der Regierung kontrolliert werde», dah man al'o in jeder italienischen Zeitnnqsäuherung aewi'iermatzen eine off-z'öfe Stellunonadme vor sich hat. Deshalb ist es auch verständlich, dgh iämLichr anderen italienischen Blätte>-. das „Gjornale.d'Italsg" in Rom. der ..Ponolo d'Jtaisa" niw. einstimmig das zionistische „ErperimenL' Eng laüds ablehnen. sicher aus! nationalem Eaoi-mus, aber deshalb nicht weniger bezeichnend für die Abfälligkeit, mit der man dem Zionismus als Ides wie als Praris in Italien gegenübersteht. Die Welt weih, besser als die überrumpelten deutschen Blätter, die den Zionismus als Kolonlalfraqe ernst genommen haben, dah er mir aeeign-t ist, in der Welt wie in den „Diasvoraländdrn" Unruhe und Unfrieden zu erwecken. H. L.