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Der nationaldeutsche Jude · 1930-11-01 · Nr. 11 (November 1930) · p. Seite 3

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 11 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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fugend und Nat»< Der bcnptelloTc Aufschwung der Nationalsozialisten. die binnen zweier Jahre ihre Stimmenzahl um fast sechs Millionen vermehren konnten und von 12 auf 107 Reichstags! ertrelcr stiegen, drückt einen auf erordentlichen Stimmnugsninichlag ans. der seine liefen Gründe hat. Weniger, eine prlilischc als eine vitale Reaktion - nicht auf dies oder das. sondern auf den Gesa m t z n stand unseres heutigen politijschökonomifchen wie geistig-kulturellen Daseins, der von Ibcstimmten Kreisen, insbesondere in iier Jugend. als unerträglich empfunden wird, hat im Zak lenresultat der letzten Wahl ihren Ausdruck erhalten. Es unterliegt keinem Zweite! — ein Blick in nationalsockalistifche Veranstaltungen beste tigt es — dah ein groihes Kontingent der Wählerschaft von den gerade erst wahlfähig «'»wordenen gestellt wird, die der Partei ihr Gesicht geben ikrben den Sozialrentnern, unteren Beamten, kleinbürgerlichen Schichten bisheriger Richtwähler und überhanpt proletrrisierlem Mittelstand, der ^— wen n er einmal der Radiliili iicrung anheimfällt — ans traditionellen Ressentiments nicht nackis Links, sondern in die re htsradikale Opposition getrieben wird. Dah diese mehr oster minder verärgerten ind verbitterten Volksschichten nationa sozialistisch wäh'en. ist. c ns die Hintergründe gesehen, ,nicht sonderlich wichtig: wohl aber, dah die Jugend »nd nicht immer die schlecht cstc — zu den Fahnen Adolf Hitlers strömt. Warum steht diese Jugend richt zur Republik? — Die Gründe liegen recht klar, wenn inan das Auge hat. fic| zu 'eben. In einer nalivnalsozialistisck en Jugendversammlung nab einmal ein Redner. — Streseman t lebte damals noch — als ibm dieke Frage gestellt wurde, die charakteristische Antwort: Weil wir uns kür Stresemann nicht totschiehen lasten können. Das aber ist der entscheidende Punkt, denn diese Jncend st'cht nach Ideen und Symbolen. kür die wieder opfervrller Einsatz möglich ist. und ihr Instinkt sagt ihr nur zu deutlich, dah der republikanische Staat von reute, bzw. die ihn repräsentierende Führerschicht kein Verstän rnis für vitalen Heroismus bat. sondern dah das ihn beherrschende Lebensgefühl das der rstikolosen Versicherung und Versorgung ist. Die seelische Ausrichtung auf den Keldsack alur wird von dieser Jugend a»s tiefstem Herzensqnind verabscheut, genau so. wie jdas Schrebergartcn'deal lockaliitiscker E ewer'scha'stssekretäre. Was in dieler Jugend lebt und zum Ausdruck gelangt, mag ott unendlich nrimitiv lein. Die bisherigen konkreten Borlchläae der Rational'ocka'isten zu politi'chem Renaulba» mögen sich als unmöglich widerleget und aci alosurcl»m kürren lassen. Aber es kommt darank gar nicht an! Denn wer gla>'bt, d!<>re KräKe und ihren Le >enswi«len durch Verstandes mästiae Wideck-guna abtnn zu kön ien. inaa zwar von sich recht haben, den Gegner aber trifft er in Wirklichkeit "icht — ja er beweist nur. dah er gar nicht weih, wer die Gegner ist und m-lches An'iegei er -igentsich hat. d>e natinnalsosiglistss-be Jugend projektiert ja gerade g e ationalf6ztaH9mu9. ans gar f ff r en» .. . .. _... .... ä e u dse kleberwacht der Ratiö^ gegen die ZU grohe „Vermin stia- > keit" unteres Lebens, gegen die R erb e n h a f t i a k e i t und Händlerqesinnnna tes bentigen Wirt- 'chgftssvstems. Wenn diese?Ga-nd aegen den Bo,navlan protestiert meint Tie ja gar t:Mjt di-s-s für sie abstrakte Paraaravbenaebgnde, das ibr ui'iigänalib bleibt. sanier,, den Händlergesst. dem er entstamr,f „nd in dem er politisch vertreten wird. Selbstverständsick kühlen sich d'-sinuaen Leute auch nicht als „Vonnavrolelen". als Ausgebeutete des internationalen Finanzkan'jgts — Herr Morgan ist ia aar 'nicht, ihr konkreter, körversich tvürk grer Gegner — das alles astozneren sie mir falsch, ibr Blut viof-stiert vielmehr nur aea-g die Sinnlosigkeit unseres all'u verrüpftiaen o^hens, a-ge» die Sinnentseernng ibrer eigenen körn erlichen Arbeit dikeinen überwölbenden Gesamtzusammenhai g mehr über sich hat. Vas Huslancl über Palästina. 3i Die Situation des deutschen _ Gegner und unverbündeten Bund Lager kann man recht gut an der kommentare bei uns in Deutschland Während man die Frage der en deutschen Zeitungen, die besonder frage in Kleinasien zeigen, ausfülr! weise fast durchweg im Sinne eiij handelt, nimmt die Weltpresse a Sache nur kurz Stellung, ihrer ge dentung entsprechend. Dann aber Schwenkung der Palästinapolitik wi lichkeit und von der auf zionistisches internationalen Sympathie für das wenig zu merken. Aus solchen kommentare kann man sowohl auf der öffentlichen Meinung in and«' .ionismns. aber auch seiner .-saenosien im „neutralen" i Unterschieden der Piesse- und im Ausland feststellen, iliscken Palästinapolitik in es Interesse für die Juden rlich und charakten'stischer- >. er Anklage Englands ben herhalb Englands zu der gingen internationalen Bespricht man von > irrer vom einer Selbstverst änd- Seite immer behaupteten pal-ittina-..Aufbauwerk" ist Differenzen der Piesteält<re politische Tradition en Ländern schliehen, als Hier scheint der Auftriebs zu liegen. Menschen gegen die unseres Daseins aufleh falschen Orte durchbr puffen werden. Deni die Nationaliozialiste i. werden bewähren köizw schen der jedem spü Bünden der Jugend lebenswichtig Gefolgschaft konkret Rechenhastigkeit un' durchrativnaliskertcr Verpflochtenheit nkw. Mächtigkeit der heuti ist insofern berechtigt wie der Staat ausseh in den Dienst des i testiert, wenn sie auf Protest der Ration Blut her kommch c.. talistischcu Gesinnung des..romantischen Ge annchmen. wenn er stellen will, der aber Ebene her wahrha unieie tiefste Grund des nationalsozialistischen dah sich wieder liefere Schichten im bedrohsich amerikanisierte Wirklichkeit neu und dah gestaute Triebencrgien am cchcn. wo sie vermutlich nutzlos verhier wartet die Aufgabe, an der sich vor ihren denkenden Anhängern nicht en. wi'e^ sie denn die Spannungen zwibaren Sinncntleerung und der in den und der Krieger neu gespürten und a l s cisahrcnen Syntbolik vom Führertnm nnd ösen werden, wenn man weil?, dah-die >s Lebens, die sich ansdrückt in Technik. Arbeitsorganisation, weltwirtschaftlicher eine ebenso wirtliche wie unentrinnbare en Welt ist. Die Rebellion der Jugend als sie gegen die Lösung aller Fragen, n soll, ans welche Weise die Wirtickzast tagte; gebracht ^werden kann usw., prodie übliche Weise gestellt werden. — Der -ialisten aber wird, weil er nur vom der machtvollen 'Wirklichkeit der. kapizerichellen müs'en. Denn der Aufstand stes" muh in heutiger Zeit andere Formen den An'vruch auf Wirklichkeitsgestaltnug nur von einer dritten, der geistigen t zu rechtferthrrn sein wirda lio> a. Der demokrasi'ck . der national'oziali'ti Will man die repnhli Bälde die Posi'icknci Den Jungen geht c Geltung des Einzel» austaüsthes. sondern und um die vcriö ordnunq. '— Darin „hündische L e h es seit 1818 alle L politischer Gestaltune als ein technisches ein anderes durch die Wie aber soll voll-ogenen Stimmen gegnen? Ein Entge am parlamentariü wird, so muh besür-lst es kein Zukall. dah ernsthaft diskutiert meist doch nur mini während die Frage und nicht Verwaltung Interesse linden dür st . Die Onin'e'senz Die deinokrati'che Re» die Herren der Jupe autoritär wird. Revubsik es in letzte ve-aebljch drank aemtzr F ü h r e r s ch i ck' t he f o I g s ch ack t leisten kabinett" würden?r die Vorbehalt stehen ck n d die O n a l i t ä t zur Fl Vorhandensein freilich mär e se auch aus die Tatl fand im Laufe der lungen ist. die Pr> Parteien — konfus. Ilebernationalisten internationaler Tend einzufangen, l Tatkö land nie seine weit samkeit entfalten kc liebevolle Aufmerkso Blättern, welche in Boden steb-n. sind seid und Genossen. Organiiaji''nen. die und Marburgs vern Zins Deutsche oder hat nie gewuht — Von Joachim frank. en Revublik aber gibt das Ansbranden Uben Welle ein ernstes Warnungszeichen. 'ikanische Form bewahren, wird man indes alten Liberalismus verlas'en müssen, heut nicht mehr in erster Linie um die ensch-n und die Freihnt des Meinungsnm die Geltung und Würde des Staates L-egitimiernng durch gliebhakte Einrämlich wurzelt das freute so vielbenifene nsaefühl". — Das Parlament, wie beralen als chie einzig. würdevolle Form herausstellten, wird von ihnen nur noch Mittel gewertet, das gegebenenfalls auch erseht werden kann. n!ich Republik diesem in der Jugend bereits gsumschw.ung in Zukunft wirlsam bcgenkommen mit technischen Korrekturen System durch Wahlrechtsreform usw. et werden, kaum mehr genügen. lSo ist Wahlrechtsreform in dielen Kreisen rauni wird, weil man s"ürt, dah diese Dinge ialbärakratjsche Erörterungen bedeuten, ein'r R'ichsrekor'n. wmn sie politisch steckni'ch gesehen wird, schon gröheres e.> „ »n'er-r Ans'ührnnaen ist darum folgende: nb'ik wird si-t' nur dann hatten' und id aewinnen könn-n. wenn sie endlich Es hängt heute all-s davon ab. ob die Stunde noch versteht, nachdem 11 Jahre 'et worden ist. eine reprälenta muszustellä". der man vertrauensvoll G e - kann. - Für es» derartiges „Präsidialuur iolcke Männer in Frage komnren. o s ' u i" sozialen B o l k s st a ä t durch Charakter wigeiltiae^ übrung legitimiert sind. — Ihr' ist eine of'ene Frage. ■ifi.fi e. dah es vor allem bei uns in Deutsch- Jahre der zionistischen Propaganda gedcr ihnen gerühlsmäbig nabesteh-nden wie immer, sind das für dicke jüdischen isor allem Parteien mit paziststi'cher nnd enz kür die Zwecke des Zionismus Östlich hätte der Zionismus in Deutscher seine Bedeutung hinausaehende Wirknnen. wenn nicht' die Presse ihm durch mkeit entgegcngckommen wäre. Auch in der Juden^rage angeblich auf d-utschem mmer die Vorträge der Herren Blnmen- >ie Vereinsnotizen der lokalen zionistischen Propaqandareisen der Herren Weizmann erkt und besprochen worden, als ob sie Welt irgend etwas anälngen. Und man die schlecht verhehlte Ueberraschung der die

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