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Der nationaldeutsche Jude · 1930-02-01 · Nr. 2 (Februar 1930) · p. Seite 6

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 2 (Februar 1930)
Date
1930-02-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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ßücberfcbau. Ado'f Grabowsky: Das S ch i ck l a l P a l ü st i n as n n d die K r i > e! d e s Zionismus. Sonderdruck aus der Zeitschrift f t r P o I i f i f. '£arL Heymanns Verlag, ^Berlin ISItz.» ' j > tiefe itfterci'arre 3tatvic über llriorunt. und Zu kühlt des Zionismus ''tch'.'t das Iiasko I des judi chnationalen stälien.Ervei irnents au' geovo iü'cke V.rbältn i e zurück, bowskn eieiangl zu dem Endrjeiullak. daß der v r a t Zionismus ’ im Genen'atz zu dem „ideellen", dem nu te'i'ieren.den. de n „europäischen'!. a!s deren lnpücktn V er tUiarfirt .Silber fbnrttfteri'iert — eine „Ruine" lei 'idni'müs T*t nack> e?l;rifit des Verlas ers b;u'-e nur n: ch eine .ncim= <5 r a t i i di e tbeortreter Der 'JlTTiKleacnbjit des eJUcblrdtilieft, aber auch in bicer al znlebnen.'denn ..um das Zuoeneßtiid zu lindern, man tei’m U^etreiuin. >onde n nur Geld und fiilfrctef» rcheii". A!I<s in Allem: in e> nswe.ter l£»'aj). Ri v~(V".h ycont (beliebter, o moi crxyc!. Ai /\rfln;b'i'(b:h non ‘Ji.to'üt. 'End Rei t Re Ix>. B."lm Hinter! die'em Kol-oxtn "."ito'. d."'ii de' valb norm braucht Rien- SB. s dem 1979.» Uebergt üch thiftes ieduNa -nocki ae> ckmacklo'er wirkt, als i n Oriiin.nl. bi der Taae'-jickroman einer Iran. die ein bockst ern Tbenia "nyels eines 'eichten ^enNleionismus -u beaja'Naen s"ck'. Au^e-eibne' i't die Ge'ch chte einer betüterten die einen na-m-en Go'" >ieß'. ei:en..o r^a lest n" 'Iii': tiV-en -'ebins ebe i ’>t. zumal ein 7-ef: i!e>’t ”i und 7'i5Ni'di'ein ..;e!:nb-b''ei'ib'n Verirrnnn. da"' ct’i der stch b'ijr.fi ihre 'JL'i'tliiibrit w'e>er an terneden i'nd end'ich'>ei i', Leb'tnleist'rui an', denn Kniete de So^n das Bündnis e'nek". A'-gl-ben v ein „’i ernriib" fein wollender Ae'-'a i es als k'I ure'l nblwendii erachtet. der- -lan^-bür-er -u übe-'enen und ni importieri deutet dieli lchize errat'' Ri'-er. trän reiner Velainloüg-!>it ode' arrad-e de'-bi'b. in g"'.'i'em .-i-'ne eine «tz^iabr. Des all-ün gil't Anla>' zu einer kritischen Bemerk un'er": Blatt. Weil 3 c r a Ii ern in einer eiernell' einer be’cmr 'riuolen Rianier nlrnbert und nie Demi tUirdurnt ron Er ■rvtie ih'e id-ir nnen mi‘ b’r iteknien tUii: feae'tann'e'N ..nidi'b-.-m" 7'i' m r üren Au'nab'ne in lau'" ei t ree.re. in N|eni daN i-'' iner g instinen '"i'en •n'errn Bellt! i :t ncker- 'ein. dasio Y r ne B-'rk'brs'rei'e des >>errn tiennninb Z ui'cken 'ststd und Yner Gn'ün 7'" i en zückend gra i'S. 'lebri t-wab'. kn"z:'aeeins't zur lrelbnbe'ia izuni ae'unden m werden, ta in ber' „('-'Dj". der ..Andere": bellbäu'iz. dberilack'ib trink' biidin, 'ratm, rlanaiert nrakwi'cken an der inn in eickten. t. alle ik und kenne 'cka''en lustig und „fremd" bei aller Liebe: da ist die Jüdin: dunkel sinnlich, skeptisch, behaftet mit Intellektualrsmus, mit;isnistiichen Ressentiments einer'eits und Assimilationsjehirsuck" andererseits, da i't „der" jüdische Börsenmann (wie aus eine' anlüemui'chen Wi^blalt ge chniitenl. ta ist der tnlei Je'ui der das jüdische Geld der alleinseligmachenden Kirche zusühre". will. Im ganzen ein ,.Literatur"-Produkt, das jedem Rationen sozialisten die herzlichste Freude machen kann und das bei; eiern eilt natürlich von qeroi'fcn in jüdischen SUeiien geschätzt Blättern «ehr wohlwollend bewrochen wird. Rur weiter i. tas ist die rechte Art der „Bekämpfung des Antisemitismus : M. W. D.PaulFikbiq: ter^Talmud. seineEntstehun lein Wesen, sein Inhalt (Eduard Pfeiffer Verla. Leipzig, 1929s. Ein ausgezeichneter Wegweiser durch das Wortaestrii; des Talmud. die»es eigenartigen Buches, das eigentlich ei ganze Bücherei ist, von Unzähligen genannt, von Wenig:: gcleien und von den Wenigsten^ verstanden wird. Auch d'!,«">eiebe?treiieii", die einen gronen Teil ihres Lebens im dem „Lernen" des Talmud hinbringen. lind meist ni>. in der Lage, den wahren Tinn zu verstehen, weil sie - wenig wisfenschaftlich geschult Und. daher überall an d Worten harten und die besonderen, insbesondere historisch. Znsamizienhänie. aus denen die Uh vielfach widersprechend- Täte allein wirklich zu oerstehtn und. nicht kennen oder nick: beachten, tas oorzüäüch und klar geschriebene Werkch.n des bekannten evangelischen Tbeoloqen iriediq .zeigt an einigen besonders aufschlußreichen Bei'vielen. wie man di Talmud le'en muß. um ihn zu begreiien. und wie dann al'e judcnicindlicken Tch'üi'e. die. io ge'n an verfälschte oder int' verstandene 'Talmud Zitate gelnüpft werden, ins Nichts ze flattern.. M. N. Zur Besprechung sind weiter eingegangen: llr. Hans J5. H. Günther: Rassenkunde be: südlichen Volkes (3. 5. Lehmanns Berlag. München. 1929». H. Graf Coudenhooe-Kalergi: Antisemitismus iPanenrora-Verlag. LLien - Leipzig - Paris, 1929». Ilse von «tach: t!e Irauen von Korinth, t'a'oge «Bergstadt-Verlag Wiih. Gottl. Korn. Breslau, 1929». Mynona (Dr. £.% ^rieb'önbet): H a t Erich Maria Re maraue wirklich gelebt? (Paul Steegemann Verlag. Berlin, 1929». tie Besprechung erfo'gt in einer der folgenden Nummern. als ivoUv eines Absturzes erklä'en zu wockleu. trotzdem nach den ,1eugei und Tackverständigenaus'agen'nicht der geringste ^lwei'el da über besteben kann, daß der Vater ta,l'ächlich — g.eickvl'l von wem - er'ch lagen worden irn Viir 'ckein:.- daß es keiner liekgründigen wi'!en'chail ichenj Unter- 'iickunaen 'bedarf, um das Vbänomen vieles anscheinend >innlo'en Luge ns zu erklären. Jedem Juristen ist bekaniit. das; mancker 7-e'ckulfigke. wenn er einen . gegen ihn selbst geriibteteu Verdarbt au'staucken 'iebt und - gleichzeitig lerlennt. wie 'chwer viegend die gegen ilin 'vrechenden Indizijen dein .linbe’amieitrn Beurteiler erscheinen mü'ien. in der Verwirrung de:- ersten Verbots ohne lange.!lebei;legung. sozusagen instinNiv. eine tarstellung de; Tatbestandes konstruiert, die ilmi in' die'em -ge'ab'vollen Augenblick zur Telb'teiitlastnng geeignet er'cheinl. Man' kann die>e Erscheinung gut die ,3-orinel bringen: dem Be'ckuldigten .erscheint die Wabrb e i l zu > i n i ach . er fürchtet, das; manihm die>e j ichlichle 'Aealnbeit nicht glauben ,wird. und >o ' hilft er cius der Vbaikiaüe nach, um nur ja recht schnell mon jedem Verdacht entlastet zr sein. Ergibt üch aber dann, das; die koivlruierle tafstellunc leibst fehlerbaii ist. daß iie irgendwo lmit erweisbaren Tai'achen. die der Be'chu.ldigke zunächst nicht gekannt oder uber'eben hat, in Wider'vruck stellt, so icyeut »ich der veräng tigie Rien'ck. nunmebr freimütig einzugesteben, das; er zunächst gelogen bat. Er fürchtet, durch da.s Eingettündiiis 'einer erstien Unwabrbafiigkeit die Lage noch mehr zu verschlechtet n, er schämt sich auch wohl, sich selbst als Lügner;» deinaslieren. und io ball er oerbilsen an seiner Lüg's fest, gestaltet üe durch Ersiiidung immfr neuer Eiiizelheiieg aus und ist natürlich um io schlechter! daran, wenn auch diele neuen Erfindungen iich als unballbar erwei'en. Ist nun gar der Beschuldigte von Natur ein verschlossener sind miszlrauiicher Rien'ch. wie es der junge Halsmann nach den Berichten zu »ein scheint, so ist seine Tcheu um io großer, offen vor feine Richter -binzulreten!und zu iagcn: Ick'bekenne, zuerst gelogen zu'basten, aber uit'chuldig bin ich dennoch^ Und hier berühren sich die aus her ver- 'önlicken Veranlagung, des Ange.lagtcn. die an «ich ichl seiner jüdöcken Abstammuni nichts zu tun hat. entiprmgenden Tckwierigkeilen mit dem, was oben über die deni Angeklagten ungünstige Prozehalmoiphäre getagt ist. Man muh Verständnis dafür haben, daß der Angeklagte gerade vor Richtern, deren Weiensfremdheit und Abneigung ihm nicht entgeben tonnte, deiondere Scheu htitte. ehrlich einzu- ‘! gestehen, zumal in einem vorgeschrittenen Prozehstadium, daß er bis dabin der zu einfachen Wahrheit durch Phantasie Produkte nachzuhelfen veitsucht hatte. Schljehlich sei noch ein anderer, nur scheinbar nebenläch licher Punkt erwähnt, der ebenfalls gerade für uns Juden von Interesse ist. Bei dem Suchen nach dem Motiv des etwaigen Vatermordes hat eine Redensart, die der alle Halsmann öfter im Munde geführt hat. eine für das schließ liche Urteil sicherlich nich^ bedeutungslose jRolle gespielt, tcr Vater Halsmann hatte die Eevflogenheit, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit seinen Sohn als seinen prälumliven ..Erben" zu bezeichnen. Es hat den Anschein, trotz aller Svintiüerer' ien, die auch bezüglich d ie ie: Redensart unter piychc analytischen und sonstigen Gestchts .punkten ausgeübt worden sind, dah es sich um einen reinen Scherz, sozusagen eimn Repertoire-Scher; des Vaters standelt». ter alte Ha smann wühle ganz genau, dah von ihm nicht viel zu erben war. und eben dieses Wi'sen schein' für ihn der Grund gew len zu sein, seinen Sohn überall al „Erben" vörzustellen. * ()?rabe diele Art der Selbstperlislag ist aber typisch für gewisse jüdische Kreise. Un gerade die begreif.iche Uniähigkeit der Tiroler Richter, f' tiefe Art der Scherzhaftigkeit Verständnis aufzub'.inaen. ma daM beigetragen haben, daß mancher Geschworene »ich sagt es mühte doch wohl eilt Stück Ernst in dieser Redensart g strckt l-aben und das Zierhältnis zwilchen Vater und So' i könnte nicht io gut ge oeien sein, wie der Angeklagte u seine Ireunde es darzi stellen versuchten. So mag gerat infolge dieies dummen 3:cherzes manches Eerichlsmitglied üb die eigenen Zweifel am Vorliegen eines allenfalls verstäu lichen Mord - Äll o t i v s hinweggekommen sein. Ich enthalte mich zunächst jeder weiteren Schluhfolgerun Es ist anzunehmen, imh der Angeklagte selbst und sei Angehörigen den Versieh, die Ungerechtigkeit des Urtci zu erweisen, nicht ohne weiteres aufgeben, dah sie sich t>n mehr imabläslig bemüh, n werden, eine Wiederaufnahme d Verfahrens herbeizufühlen. Ob die volle Wahrheit jemae an das Licht kommen wird, bleibt abzuwarten. Hier sollt nu.r gezeigt werden, dah. der Student Halsmann, mag c: nun schuldig sein ode "nicht, angesichts des bisher gai: unzureichend geklärten Tatbestandes kaum verurteilt worde;: wäre, wenn nicht in f inen Prozeh die Judenfrage hinem gespielt hätte. M. R.

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