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Der nationaldeutsche Jude · 1930-01-01 · Nr. 1 (Januar 1930) · p. Seite 2

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Journal
Der nationaldeutsche Jude
Volume
1930
Issue
Nr. 1 (Januar 1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Es gab einmal vor dem Krieg einen Fall. bei dem das iebr^ deutlicb zutage trat. Das war der-Fall Zaber», hxi dem ein junger Leutnant einen «sasüschen ' Soldaten bekanntlich durch die Belegung mit dem Kennwort iWackes" schwer beleidigt baden sollte. Die groben freisinniges Blätter konstatierten damals mit Entrüstung die völlige Fremdheit zwischen Bolk und Militär, die sich in dieser Untat und ihrer Bewertung plötzlich enthüllte während in all den guten deutschen Familien die Leute vergeblich versuch len, diese Zerlegung in 4lp!k und Militär überhaupt zu icgrcifen. mir >fe sparen Ball und Dssizier, Bolk und Militär fclbftoer^ stündlich ^dasselbe: der Leutnant.-der Cffijic-r, der ihr Vetter, ihr Bruder, ihr D'iiieNatzar, war sclhilvcrilä'ndlicl für iie' genau io Bolk wie der ,^M»rnn". Das konnten nieder die andern nicht begreifen, denn >ie. iahen eben dicies G fühl zum Bruder, rum Dnkql, rum -Reffen nicht, sondern nur tic höhere llniform. Die gänrc Fremdheit lag aus einuial kler zutage. Es iei gern rugegeben. dasein Teil der schuld an dieiem gegenseitigen -Richtieiiiieu auf unserer, aus der christlichen Seite liegt. Es hatte sich auch hier in Berlin > enau wie in den kleinen Städten Westfalens, des Rheinlandes. Sl>ddeutichlands die Möglichkeit geben köiiney. die Bcriehnngen ru de» jüdischen Familien io ru gestalte», dah solche Drrtüincr über die Betrachtungsweisen der andern Partei ui ht hätten entstehen können. ' Mau hätte schon um der S rchc, das heitzt um des Ganzen willen die Gemeinsamkeit der angäudigeii Leute hüben wie drüben viel bcwuhter und energischer schaffen müssen, um daniit der gegenseitigen Fremdheit und den aus ihr üch ergehonden Gefahren stärker als . bisher wrbeugen;u können. Ruf der andern Seite iil ru ragen, .bah gerade die guten jüdischen Familien vielfach instinktiv oder bcwutzt solchen Bestrebungen einen leichten Widerstand cntg -gengeiet;! haben. 7>hr Konservativismus sträubte üch gegen die \>l,i II. Die „Hnbiederimg“. 6inc Srxvickerung. Herr I'r. P a u I Hechler, der den! vorstehend m Aufsatz schrieb, in den Lesern der ..Deutschen Al Dg (meinen Zeitung" und weit üb» deren Kreisjhinaus ab ehrlicher Freund des Beriländigunasgedanlens bekannt. Es mutz nicht nur den Mitgliedern unseres Berbaudxs. sondern jedem Duden, der üch selbst über die wahren Gründe de deutschen Dudciii'rage Rechenschaft/geben will, auhrrvrdcntlich wertvoll sein, hier wieder einmal/aus dem Munde eines uirzweiselhatt v o r «’r Ieilsloien Mä ljudcn ru hören, was f ü r u n i c r e u i ch t j ü d i i ch e n B o I l s g e n o i i.c n d a sW e > c n t l i ch c des Problems i>t. Wnt ieihit haben stets beton. das; die S e l b it i s o l i e r u n g l manch er jüdischer Kren«, if re geistige Abriegelung gegen das/ was die nichtjüdiiche.n Deutihen fühlen und denken, ein'itärkeirs Hindernis für wahre Bei itündigung in, als aller sogenannter Antiicinilisinus/ Es sei uns geitatl^t. den Beweis für diese Feiritellung an giier dieser a ii m a ii n erkennung des Konservativismus auf der andern Seite, den sie mehr witterten als sahen, den sie aber doch als ctwis anderes empfanden und mieden. Sie blieben, wenn auch of>ne Feindseligkeit, unter sich. Die anderen, die kleinen Familien, die später Zugewanderten taten das noch viel mehr nur. dah sie nicht mehr auf Grund ihres Konservativismus sich absondcrtcn. sondern von vornherein auf Grund ciiics gewissen FremdHeitsbewuHtseins. Sie suchten das^ nicht durch Kenntnis auszuglcichen. sondern durch Kaiuvkitellung: so ergab sich einmal die Beziehung nach unten, v-'n Proletariat, und auf der andern Seite die feindliche Bernciuung alles dessen, was zwar nicht gekannt, aber mit witterndem Instinkt als die tragende Kraft auf der Gegen' i'.e esiipsunden wurde. Die ganzen peinlichen Literatenprodu.'.c. in denen I>r. Raumann sprach, haben hier ihre Hauptwurzel. Die Aufgabe wird sein, im Dnteresse des Ganzen und einer llgiitung der Atmosphäre, die langsam notwendig geworden nach Möglichkeit diese Fremdheit aufzuheben und zunächst nnal gegenseitig die grundlegenden Kenntnisse zu verbreit.,i. d zwar auf beiden Seiten. Die jüdische wird dabei voranhen müssen: denn es iit heute schon so. das; die Probleme dies Judentums. die politischen wie die seelischen, erheblich mehr Deutschen zum Bcwuhtscin gckoinniett sind als umgekehrt die eiitiprechendeii deutschen der jüdischen Seite. Die Aufgabe liegt für \>io Duden erheblich schwieriger, weil für sie die Ersrrssuug der eigentlich gefährlichen Schichten im eigenen Bezirk am schwierigsten iil. Aber es wird wohl notwendig sein, aus Abhilfe zu sinnen, weil sonst tatsächlich die Schädigungen, die icr gesamten jüdischen Seite durch die Fremdlinge und ihre Fremdheit gegenüber dem Deutschen erwachsen, so gefährlich werden können, das; sic dem Ganzen, und nicht nur dem lelativ kleinen Kreis der Urheber, den schwersten Schaden zuzusügen imstande sind. ' Von Max Naumann. vollen Festen den crita inten und ein, wenig neidischen jüdischen Gälten eine richtige Erzellenz ahn gar einen Baron als Tafelaufsatz darbieten konnte: bis zum November 1918 genügte allenfalls auch;iii aktiver Leutnant in Uniform. Eg zutrelen. indem wir Hierher setzen, was der Ber» Zeilen vor mehr als fünf Dachren schrieb (M ä i R ,.B on D t u tscher Z u I u n f t" Berlin 1924. S. 16 sfZ. ,,*$!> arbeiten damit Und wir wieder am onnkl. Zu arbeiten trotz aller persönlichen- Berictinung und Berunglimpfung, der wir uns ielbit durch dieie Arbeit ausietzen. Mir wi>'icn «ehr wohl, das; unsere; jüdischen Gegner aus allem, was von uns zu diesen: Punkte gcschrieb-n und ge ipröchen wird, nichts weiter heraushöiieii werdet. wir uns wieder einmal würdelos ,.a n z um i c d e r n ' und nun gar bei linieren ichlimmilen Feinden, den Und man wird wieder einmal überzechgt fein, itrebungen und vielleicht auch uns. sesbiil faßlich Haben, wenn man uuS ein verächtlich klingendes anhängt. D A n b i c d e r n. welch ein schönes Wort! Und luns, gerade nur uns wollen wir anbiederu! Wie scharf Hayen sie uns doch durchschaut! Borwürfe gerade manch einem noch Bruit zersprengte. Berlag -Albert Goldschmidt, Ausgangsals das; versuchen, Bölkischcn. unsere Bcerledigt zu .ochAtwort Es in der Humor der Dinge aus Kreisen erhoben werden, vor ein paar Jahren der Stolz fast die wenn er sich selbst als Einzilperson im wahren Wortsinne bei Nichtjuden anbiedern, etwe dah diese in denen bei prunksind dieselben Mensch n, die auch heute -noch, während »« in ihren Bindeitrich-B meinen und sonstigen Konventikeln mit Hingebung -den ..jüdjsck en Menschen" züchten, tagelang glücklich sind, wenn ihnen einmal ein Nichtjude das Kompliment macht, das; man sie selbst nach Aussehen und Manieren gar nicht sür Duden gehalten h Ute. Bon dixser geschmackvollen Form der persönlichen Anbieberung: dieser typischen Zwischenichichtserichcinung sind wir nationaldeutschcn Duden stets frei gewesen. Das Gegentci haben bisher noch nicht einmal unsere tüchtigsten Gegner ziD behaupten gewagt. Aber das Andere. Jas diese selben Leute uns heute als Anbiederung ankreide», ie allgemeine ..Anbiederung", dazu wollen wir uns reimütig bekennen. Rur dah wir nicht gerade nur »ins anbieder »wollen, die wir die Mitgliedskarte unseres Berbandes vorweisen könne», sondern alle -b i < vielen deutschen Duden, ^ie jg l e i ch uns durch unauflösliche Bande mit d m deutschen Vaterland« verkettet sind, mögen «ie sich dessen auch heute in der Zeit der allgemeinen Verhetzung nicht voll bemüht sei». Was bedeutet dieses „Anbiederu". wenn man es einmcl aus der herabsetzenden Wortfaimng herausschält, denn an) eres, als das ehrliche Streben nach :»f*! richtiger Verständigung, nach wahrer Volksgemeinschaft? _Was - bedeutet es anderes, srlbst wenn man den Sinn auf die Sätze treibt, als die Bereitschaft, dem Gegner von heute ein paar Schritte auf dem Lßege der Verständigung entgegenzukonimcn? Deutschlar d braucht die Verständigung und wir arbeiten für Deutschland. - Sollen wir den S'cki ritt des Entgegenkommens unterlassen, um ins einem alberner Schimpfwort zu entziehe», odeiiaus törichtem Stolz, um nicht den eine» Schritt zu tun? Wir Dud^n sind kaum ein Hunden»«! der deutschen Eesamtbevölkerung. Rechnet man den — leider nicht allzu grohen — Teil der ehrlichen Zionisten ab. die von dem deutschen Volke nur Duldung als anständige Fremd« verlangen, so vermindert sich der Bruchteil noch weiter. Und

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